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Mutmaßlicher Autobahnschütze festgenommen

Kassel. Gut zwei Wochen nach den Schüssen auf der A 49 an der Ausfahrt Kassel-Auestadion, bei denen zwei Männer schwer verletzt worden waren, hat die Polizei heute Morgen zeitgleich um 6 Uhr zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren festgenommen. Der 22-Jährige ist dringend verdächtigt, vier Mal auf Personen in einem fahrenden Auto geschossen zu haben, der 23-Jährige soll zumindest mit dabei gewesen sein. Für beide hatten die Ermittler des K 11 der Kasseler Kripo über die Staatsanwaltschaft Kassel bereits im Vorfeld U-Haftbefehle erwirkt, die vom Amtsgericht in Kassel erlassen worden waren.

Festnahmen im Morgengrauen; Verdächtiger räumt die Tat ein
Den 22-Jährigen mutmaßlichen Pistolenschützen überwältigten SEK-Beamte um 6 Uhr in der Wohnung eines Bekannten in Frankfurt am Main. Er konnte ohne Widerstand festgenommen werden. Der Beschuldigte hat seine wesentliche Tatbeteiligung eingeräumt. Er habe am Vorabend der Tat und in der Nacht Stress mit verschiedenen Personen am Rande einer Rapper-Veranstaltung in Korbach gehabt. Gegen Morgen sei man heimgefahren. Er habe hinten rechts im Wagen gesessen, sein 23-jähriger Freund links neben ihm. Den Wagen habe eine 23-jährige Bekannte gesteuert, die als einzige wohl an dem Sonntagmorgen noch nüchtern gewesen sei. Beifahrer sei der Freund der 23-Jährigen gewesen.

Täter nennt „gravierende Ehrverletzung“ als Tatmotiv
Man habe den Mercedes, auf den er später geschossen habe, nicht von Korbach aus verfolgt, sagte der 22-Jährige. Vielmehr habe er ihn kurz vor Kassel auf der Autobahn wieder gesehen und sich spontan entschlossen, auf die Insassen zu schießen. Die hatten ihn offenbar am Rande der Diskoveranstaltung in Korbach massiv beleidigt. Dies habe er als eine gravierende Ehrverletzung empfunden und sich an der Abfahrt Kassel-Auestadion spontan entschlossen, auf die Personen zu schießen.

Tatwaffe noch nicht gefunden
Die Pistole, mit der der 22-Jährige am 16. August mindestens vier Schüsse auf den Mercedes der S-Klasse abgegeben haben soll, konnte bislang noch nicht gefunden werden. Auch die Durchsuchung seiner Kasseler Wohnung verlief hinsichtlich der Waffe negativ. Der Verdächtige sagt, er habe sie nach der Tat in Lohfelden am Rande eines Feldweges weggeworfen. Die Nachsuche in dem von ihm bezeichneten Bereich verlief heute allerdings negativ.

Flucht ins Rhein-Main-Gebiet
Noch am Morgen der Tat hatte der 22-Jährige sich ins Rhein-Main-Gebiet abgesetzt. Seinen mutmaßlichen Mittäter nahmen Beamte des Fahndungskommissariats der Kasseler Kripo, ebenfalls heute früh um 6 Uhr, in der elterlichen Wohnung in Kassel fest. Auch er leistete keinen Widerstand. Die beiden Festgenommenen befinden sich im Polizeigewahrsam und werden zur Verkündung der bestehenden Haftbefehle dem Haftrichter beim Amtsgericht in Kassel vorgeführt.

23-jährige Fahrerin bislang völlig unbescholten
Nach der Aussage des Haupttatverdächtigen hat das K 11 der Kasseler Kripo heute auch die von ihm benannte 23-jährige Frau festgenommen und vernommen. Sie soll am Morgen des 16. August das Fahrzeug, aus dem die Schüsse fielen, gefahren haben. Die junge Frau hat dies ohne Umschweife in ihrer Vernehmung zugegeben. Sie sei mit ihrem Freund und den beiden Tatverdächtigen zusammen am Vorabend nach Korbach zu diesem Konzert gefahren. Da sie nichts getrunken hatte, fuhr sie am Morgen den Wagen auch zurück. Von der Tat selber sei sie völlig überrascht worden. Plötzlich habe der hinten rechts sitzende 22-Jährige seine Scheibe herunter gelassen und habe mehrfach geschossen. Dann habe er ihr vorgegeben, auf der A 49 geradeaus weiter zu fahren. In der Kasseler Innenstadt habe sie den Schützen und seinen 23-jährigen Freund abgesetzt. Aus Angst vor möglichen Repressalien habe sie sich nicht getraut, zur Polizei zu gehen. Die junge Frau wurde nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Umfangreiche Ermittlungen führten auf die Spur der Tatverdächtigen
Die von Anfang an breit angelegten Ermittlungen der Kasseler und Korbacher Kripo und die enge Zusammenarbeit mit weiteren hessischen Polizeidienststellen und dem Bundeskriminalamt (BKA) führten die Kasseler Fahnder schnell auf die Fährte der Tatverdächtigen. In vielen kleinen und zeitaufwendigen Ermittlungsschritten gelang es den Beamten des K 11 schließlich, verschiedenste Indizien und Hinweise zu verknüpfen. Daraus ergab sich der dringende Tatverdacht gegen den 22-Jährigen und seinen 23 Jahre alten Freund. Die Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft teilte dann auch der Haftrichter in Kassel, der Anfang dieser Woche die Haftbefehle wegen dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes erließ. (ots)



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