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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Saisonauftakt gegen den Thüringer Landesmeister

Felsberg-Gensungen. Nachdem die HSG letzte Woche mit einem überzeugenden 34:22-Auswärtssieg bei der HSG Pohlheim in die Saison gestartet ist, hebt sich heute auch der Heimspielvorhang für die Handballer. Dass die Auftaktbegegnung in der Kreissporthalle auch gleich ein echtes Spitzenduell werden würde haben aber nur die wenigsten erwartet. Denn der Gegner HSV Apolda landete mit seinem 30:25-Erfolg gegen den in diesem Jahr hoch eingeschätzten HSV Bad Blankenburg gleich einen Überraschungscoup und setzte sich hinter die HSG auf Rang zwei der Tabelle.

Ein Sieg, der in Apolda bei einigen Leuten Genugtuung auslöste. Denn als frisch gebackener Thüringer Landesmeister versuchten die Glockenstädter ihren nach Bad Blankenburg abgewanderten langjährigen Ex-Kapitän André Jäschke zurück zu lotsen. Der gab seinem alten Verein aber einen Korb, vermutlich nicht zuletzt wegen der sportlich scheinbar besseren Perspektiven bei seinem neuen Verein. Nun grüßen die Apoldaer von der Spitze und Jäschke findet sich, zumindest vorübergehend, im Keller wieder.

So kann es gehen im Sport. Das sind die kleinen Geschichten, die immer wieder für Randnotizen gut sind. Geschichten, die durchaus auch im Edertal zu finden sind. Wie die von einem 19 Jahre jungen Perspektivspieler namens Julius Kranz, der eigentlich in dieser Saison „nur“ langsam an die Aufgaben im Männerbereich herangeführt werden sollte. Der aber in der Vorbereitung so gute Leistungen zeigte, dass eine Woche vor Rundenbeginn aus dem Perspektiv plötzlich ein vollwertiger Kaderspieler wurde. Der im ersten Saisonspiel über 40 Minuten eine Bank im Abwehrverband war und maßgeblich dazu beitrug, dass die HSG einen Kantersieg mit nur 22 Gegentoren einfahren konnte. Und der nach dem neuerlichen Ausfall von Carsten Göbel (Meniskus-OP) mit seiner gezeigten Leistung auch weiter dringend in der Deckung benötigt wird.

Zwei Beispiele, wie schnelllebig und unberechenbar dieser Sport sein kann – im Positiven wie auch im Negativen. Deshalb darf die heutige Begegnung auch keinesfalls als Selbstläufer angesehen werden, selbst wenn ein ehemaliger Zweitligist und Vizemeister der abgelaufenen Saison gegen einen vermeintlich nur in heimischer Umgebung starken Aufsteiger trifft. Auf der anderen Seite muss aber das Hochgefühl aus dem grandiosen Auftritt in Pohlheim gleich heute umgesetzt werden in einen von der ersten Minute an konzentrierten Auftritt, der die Frage nach dem Sieger der Partie erst gar nicht aufkommen lässt. „Wir hatten keine so gute Vorbereitung, hatten immer wieder Verletzte und konnten uns nicht komplett einspielen. Dafür haben wir uns mit der überzeugenden Leistung in Pohlheim jetzt viel Selbstvertrauen geholt“, ordnete Kapitän Michael Stahl den auch für Trainer Dragos Negovan in der Klarheit überraschenden Sieg ein. Fest entschlossen, das erste Spiel vor heimischer Kulisse ebenfalls erfolgreich zu bestreiten.

Das zu verhindern versucht ein eingespieltes, in sich gefestigtes Team aus Apolda. Dort setzen die Verantwortlichen nahezu komplett auf das Meisterteam. Mit Mark Rath verließ nur ein Spieler den Club, während aus Goldbach Florian Schneegaß als zweiter Torhüter hinter Nils Hübscher verpflichtet wurde. Ansonsten vertraut man den arrivierten Kräften. Was als eine Art „Dankeschön“ für diejenigen angesehen werden kann, die den Aufstieg in die Regionalliga realisiert haben. Ein Aufstieg, der vielleicht auch ein wenig taktisch gesehen werden muss. Denn lange Zeit schien es, als wolle gar keiner aus der Oberliga Thüringen nach oben. Die Fahrkosten für Reisen ins fast 500 Kilometer entfernte Saarland schreckten ebenso ab wie die wesentlich höhere Spielstärke der neuen Klasse. Doch die Neustrukturierung mit der kommenden dritten Liga sowie gleichzeitiger Neuordnung und Straffung der Regionalligen macht vielen Vereinen Kopfzerbrechen. Da ist es von Vorteil, noch mal schnell eine Spielklasse praktisch als „Puffer“ einzuschieben. Denn so ist in jedem Fall ein Verbleib in der Regionalliga, die dann die vierthöchste Klasse Deutschlands wird, sicher.

Das sollte in den Überlegungen der HSG Gensungen/Felsberg aber keine Rolle spielen. Hier lautet das Ziel „Platz unter den ersten fünf Mannschaften“ und damit weiter dritte Liga. Aber dazu müssen vor allem die Heimspiele in jedem Fall gewonnen werden. Auch wenn ein starker, eingespielter Aufsteiger mit mächtig Rückenwind in der Kreissporthalle auftritt.



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