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Ryan Zinglersen: Und jetzt zum nächsten Titelkandidaten

ryan-zinglersenMelsungen. Kaum ist die 25:35 Auftaktschlappe gegen den amtierenden Deutschen Meister THW Kiel verdaut, wartet auf Handball-Bundesligist MT Melsungen schon der nächste dicke Brocken. In der Color Line Arena kommt es am Samstag um 15 Uhr zum Aufeinandertreffen mit einem weiteren Titelkandidaten, dem HSV Hamburg. Die heimischen MT-Fans können das Spiel live auf dem Internetkanal des DSF verfolgen. „Das ist die nächste Stresssituation für uns“, blickt MT-Trainer Ryan Zinglersen auf den Gang zu den Elbestädtern. „Aber auch, wenn wir gerade gegen den THW Kiel deutlich verloren haben, fahren wir nicht nach Hamburg, um uns dort so einfach zu ergeben“, gibt sich der Coach kämpferisch.

Genau so will er natürlich auch seine Mannschaft am Samstag sehen. “Wir müssen gegen diesen starken Gegner versuchen, den Kopf oben zu behalten. Gegen Kiel haben wir eine halbe Stunde lang gezeigt, dass wir auch Kontrahenten von dieser Qualität Paroli bieten können. Letztlich gehen wir in jedes Spiel, um es zu gewinnen”, so Zinglersen (s.a. Interview).

In Hamburg wird er auf die gleiche Besetzung zurück greifen, wie zuletzt gegen Kiel. Spielmacher Vladica Stojanovic, der seit seiner Leisten-OP sehr gut von Nenad Vuckovic vertreten wird, ist zwar schon wieder ins Training eingestiegen, kann aber in Hamburg definitiv noch nicht mitmischen. Wer das Torwartgespann bilden wird, könnte in Anbetracht von drei zur Verfügung stehenden Keepern (Kelentric, Lechte, Herold) noch mit einem leichten Fragezeichen versehen sein.

Apropos Torhüter: Robert Lechte war mit seiner eigenen Leistung zum Einstand bei der MT im Spiel gegen Kiel überhaupt nicht zufrieden. Allerdings wurden er und sein Kollege Mario Kelentric von Trainer Zinglersen in Schutz genommen: “Bei den vielen Gegenstößen und den fast ungehinderten Würfen aus dem Rückraum konnten unsere Torhüter kaum etwas ausrichten”. Robert Lechte, der in Hamburg übrigens auf seinen ehemaligen schwedischen Nationalmannschafts- und Torhüterkollegen Per Sandström trifft, wünscht sich zum dortigen Spiel eine Verbesserung der MT-Leistung insgesamt: „Gegen den HSV wird es für uns wieder genau so schwer, wie gegen Kiel. Aber ich habe die Hoffnung, dass wir es gegen den HSV etwas besser machen können und stabiler auftreten. Wir müssen uns insgesamt einfach noch stärker als Mannschaft präsentieren und über die gesamten 60 Minuten kämpfen“, so der Schwede.

Gastgeber Hamburg erwischte einen Saisonauftakt nach Maß. Nach dem Paukenschlag im Supercup, als der ärgste Widersacher THW Kiel gleich mit acht Toren Unterschied in die Schranken verwiesen wurde, gewannen die Hanseaten auch das erste Punktspiel. Beim TV Großwallstadt hatte das Schwalb-Team allerdings mehr Mühe als erwartet. Erst im zweiten Durchgang wurden die Weichen auf Sieg gestellt und ein unerwartet knappes 27:24 geschafft.

Mit den beiden kroatischen Vizeweltmeistern Igor Vori (Kreis) und Domagoj Duvnjak (Rückraum) hat der HSV seinen ohnehin schon top-besetzten Kader zu Saisonbeginn nochmals markant verstärkt. Neben den deutschen Weltmeistern Bitter (Tor) Jansen und Schröder (beide Außen) stehen u.a. noch die Brüder Gille vom amtierenden Welttitelträger Frankreich im Aufgebot, wie auch das polnische Brüderpaar (Vizeweltmeister 2007) Lijewski.

Dass die MT nicht gänzlich chancenlos gen Norden fährt, wo sie von mehr als 50 Rotweiss-Fans unterstützt wird, zeigt ein Blick auf das Ergebnis aus dem letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften Ende Mai in der Kasseler Rothenbach-Halle: Die MT überraschte den HSV mit 30:27.

Die bisherigen Vergleiche
30.05.2009     MT Melsungen – HSV Hamburg    29:29
14.12.2008     HSV Hamburg – MT Melsungen    32:30
29.12.2007     HSV Hamburg – MT Melsungen    38:25
01.09.2007     MT Melsungen – HSV Hamburg    29:39
05.05.2007     HSV Hamburg – MT Melsungen    38:32
25.11.2006     MT Melsungen – HSV Hamburg    27:30
26.04.2006     HSV Hamburg – MT Melsungen    35:34
10.09.2005     MT Melsungen – HSV Hamburg    30:27

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Zinglersen: Werden alles probieren

Wie hat die MT Melsungen die deftige Niederlage gegen Kiel verdaut und wie hat sie sich auf die nächste schwere Herausforderung in Hamburg vorbereitet? MT-Trainer Ryan Zinglersen bezieht im Interview dazu Stellung.

Die Niederlage gegen Kiel liegt eine Woche zurück, wie blicken Sie nun auf das bevorstehende Spiel beim HSV Hamburg?
Zinglersen: Wir haben das Spiel gegen Kiel per Videoanalyse und in intensiven Gesprächen nachgearbeitet. Besonders die zweite Halbzeit, in der wir gleich zu Beginn einen entscheidenden Einbruch hatten. Das soll uns beim HSV möglichst nicht passieren. Mein Eindruck aus dieser Trainingswoche ist, dass sich unsere Mannschaft inzwischen wieder ganz gut aufgebaut hat und bereit ist für den schweren Gang nach Hamburg.

Wie schätzen Sie den HSV Hamburg ein?
Zinglersen: Nachdem was ich bislang gesehen habe und was ich über die Besetzung der Mannschaft weiß, halte ich sie für eine der wenigen, die in dieser Saison den THW Kiel stören können. Mit den beiden Kroaten Vori und Duvnjak ist der HSV noch stärker geworden. Das Spiel ist gut und vor allem schnell angelegt. Da müssen wir aufpassen, nicht durch Gegenstöße unterzugehen.

Apropos: Wie haben Sie ihre Mannschaft speziell auf den Gegner eingestellt?
Zinglersen:
Wir haben natürlich dessen Spiele, die wir auf Video hatten, analysiert und uns genau die Systematik des HSV angeschaut. Aber mehr noch haben wir uns in der Vorbereitung auf dieses Spiel mit unseren eigenen Fähigkeiten beschäftigt und mit dem, was wir selber verbessern wollen. Zum Beispiel, wie wir diesen Einbruch vom Kiel-Spiel, der nahezu einem Spielstopp gleich kam, verhindern können.

Mit welchem Ziel fährt die MT nach Hamburg?
Zinglersen:
Gegen einen solch guten Gegner kann man wieder viel Erfahrung sammeln. Aber damit allein wollen wir uns nicht zufrieden geben. Wir werden gegen den HSV alles probieren, was wir nur können. Dass sich das lohnen kann, haben ja auch schon einige Vergleiche in der Vergangenheit gezeigt, die sehr knapp ausgingen – der letzte im Mai konnte sogar gewonnen werden.

Die MT wird von 50 Rotweiss-Fans nach Hamburg begleitet. Was sagen Sie dazu?
Zinglersen:
Es ist ein Signal, dass unsere Fans an uns glauben, auch wenn der Gegner übermächtig erscheint. Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Das habe ich unter der Woche auch schon dem Fanclub direkt gesagt.



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