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MT “ohne Drei” zum TV Großwallstadt

mt-logo_origdarkredAschaffenburg/Melsungen. Drei Tage nach dem Pokaleinsatz, den die MT beim Regionalligisten SG Leipzig locker mit 46:30 absolvierte, steht den Nordhessen mit dem Bundesligaspiel beim TV Großwallstadt eine weitaus anstrengendere Aufgabe bevor. Anwurf in der Aschaffenburger Frankenstolz-Arena ist am Samstag um 19 Uhr. Dort gibt Dalibor Anusic sein Debüt im MT-Dress. Nachdem die MT vor einer Woche im Heimspiel gegen Balingen/Weilstetten die beiden ersten Punkte in der noch jungen Bundesligasaison geholt hat, gehen Kelentric, Klitgaard & Co. auch in das Duell mit Altmeister TV Großwallstadt mit einigem Selbstvertrauen. Aber auch mit dem nötigen Respekt.

Die Mainfranken, meisterten am Mittwoch nicht nur ihren Pokalauftritt souverän (48:31 gegen Regionalligist Eintr. Baunatal), sondern sie liegen mit 4:2 Punkten nach drei Spieltagen absolut im Soll. Der fast erwarteten Auftaktniederlage gegen den HSV Hamburg ließen die Schützlinge des Interimstrainergespanns Uli Wolf und Peter David zwei Siege gegen Aufsteiger Hannover/Burgdorf und Balingen/Weilstetten folgen. Das beschert ihnen derzeit gar den 6. Tabellenplatz.

Gleichwohl war Großwallstadt, geografisch zu Bayern gehörend, handballerisch aber Hessen zugeteilt, in den beiden letzten Jahren ein willkommener Gegner der MT. Die betreffenden vier Bundesligabegegnungen haben die Rotweissen zu ihren Gunsten entschieden. “Großwallstadt, eine Mannschaft aus dem Mittelfeld scheint uns eher zu liegen, als zum Beispiel Balingen, das fast schon traditionell gegen den Abstieg spielt”, skizziert Sportchef Alexander Fölker die Verhältnismäßigkeit zwischen dem letzten und dem kommenden Ligagegner der MT.

“Ich spüre schon förmlich, wie der Druck auf meinen Schultern zunimmt”, gibt Trainer Ryan Zinglersen mit einem Augenzwinkern zu. Um anschließend sehr ernst auf die augenblicklich angespannte Personalsituation zu sprechen zu kommen: “Uns fehlen derzeit drei Stammspieler. So etwas steckt man nicht so einfach weg. Die letzten Siege gegen Großwallstadt sind eine schöne Statistik, mehr aber auch nicht. Wir müssen schon alle Kräfte zusammen nehmen, um am Samstag unsere Chance zu wahren”.

Mit Linksaußen Ivan Brovko (Bänderanriss) und Rechtsaußen Savas Karipidis (Wadenbeinbruch) fehlt die etatmäßige Flügelzange, und mit Franck Junillon, der sich am Donnerstag im Training einen Muskelfaserriss in der Wade zuzog, muss auch noch ein wichtiger Allrounder in Abwehr und Angriff passen. Zudem braucht der erst letzte Woche zurück gekehrte Regisseur Vladica Stojanovic noch etwas Zeit, um zu alter Stärke zurückzufinden. Dass er das Torewerfen nach überwundener Leisten-OP nicht verlernt hat, stellte er gegen Balingen mit fünf blitzsauberen Treffern unter Beweis.

Dalibor Anusic vor MT-Premiere
Im Kontrast zu den Hiobsbotschaften steht die Meldung von der überraschenden Neuverpflichtung, die die MT unter der Woche bekannt gab. Mit Dalibor Anusic, der letzte Saison noch in Diensten von Göppingen stand und dort zu einem der besten Abwehrspieler der Bundesliga avancierte, gelang Melsungen ein echter Coup. Der 33-jährige kroatische Vizeweltmeister hat inzwischen zweimal mit seinen neuen Mannschaftskameraden trainiert und ist schon gegen Großwallstadt spielberechtigt. “Er beherrscht seine Aufgabe sehr gut, ich bin froh, dass wir ihn für uns gewinnen konnten. Aber er braucht noch ein paar Wochen, um sich an seine neuen Mitspieler und an unsere Spielweise zu gewöhnen. Wunderdinge erwarte ich jetzt noch nicht von ihm”, skizziert Ryan Zinglersen den Neuzugang.

Völlig befreit aufspielen kann auch Torwart Robert Lechte. Der Schwede ist am Donnerstagmorgen Vater geworden und steht nach kurzer Abwesenheit – er machte den Pokaltrip nach Leipzig am Mittwoch verständlicherweise nicht mit – wieder im Aufgebot.

Trainer Peter David, Trainer von Gastgeber Großwallstadt, rechnet am Samstag mit einem Spiel, bei dem sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen. “Ich sehe trotz der zuletzt erlittenen vier Niederlagen gegen Melsungen die Chancen bei 50:50 und wir werden alles daran setzen, unsere Bilanz aufzubessern”. Am Mittwoch im Pokal ließ er in Baunatal seine Stammformation. u.a. im Angriff mit Köhrmann, Szücs, Spatz, Kunz und Weinhold hauptsächlich nur im zweiten Durchgang aufs Parkett. “Wir haben heute nicht alles gezeigt”, schmunzelte Trainer David nach dem Abpfiff in Anbetracht der Videokamera, die die MT auf der Tribüne aufgebaut hatte.



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