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HSG Gensungen/Felsberg: Neues Spiel, neues Glück

HSG Gensungen/Felsberg gegen  SVH Kassel am Samstag, 3. Oktober, 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen

Felsberg-Gensungen. Neues Spiel, neues Glück. Nach der unglücklichen Niederlage am letzten Samstag gegen den TV Groß-Umstadt wartet nur eine Woche später schon das nächste Highlight auf die HSG Gensungen/Felsberg. Mit dem SVH/MEG Kassel stellt sich Meisterschaftsfavorit Nummer eins in der Kreissporthalle vor. Der Club, der eigentlich schon in der vergangenen Saison den Aufstieg im Visier hatte, sich dann aber nach miserablem Start am Ende mit Rang zwei hinter der HG Saarlouis zufrieden geben musste. Immerhin noch einen Rang vor der HSG, die genau entgegengesetzt der Kasseler Kurve eine glänzende Hinrunde, dafür aber eine schwache Rückserie hinlegte.

Inzwischen sind die Karten neu gemischt. Die HSG spielte die aktuelle Saison in nahezu unveränderter Besetzung weiter, der SVH/MEG hat sich noch einmal kräftig verstärkt. Und das nicht in einem Rahmen, der üblicherweise der dritten Liga entspricht. Da wurde schon im Vorgriff fleißig an einer möglichen Zweitligamannschaft gebastelt, die zumindest von der Qualität des Kaders in der Regionalliga nichts mehr zu suchen hat. Das mag sich übertrieben anhören, entspricht aber den Fakten. Listet man die vergangenen Stationen der Spieler, erkennt man die riesige Kluft zwischen den beiden heutigen Kontrahenten: Matthias Stange, Daniel Evora (Erste Liga Post Schwerin), Igor Sharnikau (Erste Liga TuS Schutterwald, TUSEM Essen), Matthias Aschenbroich (Erste Liga SG Solingen, SG Willstätt/Schutterwald), Nico Greiner (Erste Liga HSG D/M Wetzlar, TuS N-Lübbecke), Alexander Koke (Erste  Liga Aufsteiger mit MSG Melsungen, Bayer Dormagen), Roel Adams (Erste Liga Norwegen, holländischer Nationalspieler), Johann Gunnar Einarsson (Nationalspieler Island), Daniel Berg Gretarsson (Junioren-Nationalspieler Island), Gudjon Finnur Drengsson (Erste  Liga Island, mit Fram Reykjavik EHF-Pokal Sieger). Und was stellt die HSG Gensungen/Felsberg dagegen? Richtig: Steffen Ober, den insgesamt achtfachen Jugend- und Junioren-Nationalspieler.

Ungleicher kann ein Ligavergleich kaum sein; solche Unterschiede gibt es sonst meist nur im Pokal. Und dennoch macht ein namhaftes Team noch lange keine Mannschaft aus! Man frage nur Ex-HSG-Kapitän Arnd Kauffeld. Der hat nämlich mit seinem GSV Eintracht Baunatal eben diesem haushohen Meisterschaftsfavoriten sofort am ersten Spieltag beim 24:24 einen Punkt abgeknöpft. „Da ist einfach alles schief gelaufen“, meinte Roel Adams nach seinem durchwachsenen Debüt im SVH-Trikot. Immerhin folgten danach drei Siege, was aus dem Favoriten zugleich auch den aktuellen Tabellenführer macht. Übrigens noch vor den Groß-Umstädtern, die zwar noch ohne Verlustpunkt, dafür aber mit einem Spiel im Hintertreffen sind.

Im Lager der Gensunger sind die Wunden längst geleckt, ist das Spiel gegen den TVGU mittlerweile abgehakt. Was bleibt auch übrig als aus den Fehlern zu lernen und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Denn die sind ja zweifellos vorhanden, wenn man den Kampfgeist und die Moral der zweiten Hälfte vom letzten Wochenende betrachtet. Auch die Abwehrleistung insgesamt war beeindruckend. Darauf gilt es jetzt aufzubauen für Trainer Dragos Negovan. Der hat unter der Woche sicher das eine oder andere deutliche Wort mit seinen Spielern gewechselt, damit individuelle Aussetzer wie in der Schlussphase gegen die Weininsulaner künftig Mangelware bleiben. Ausschließen kann man sie aber garantiert nicht, und das ist – seien wie mal ehrlich – auch gut so. Sie geben dem Handball die Würze und sorgen nicht immer nur für Niederlagen. Denn auch die HSG hat in der Vergangenheit schon profitiert von Fehlern der Gegner. Letztendlich ist es auch egal, wer was und warum gemacht hat. Denn wer heute der Depp ist, kann morgen schon das entscheidende Tor zum Sieg werfen. Man gewinnt zusammen, man verliert aber auch zusammen. Mannschaftssport eben.

Ein Aspekt, der übrigens auch für das Zusammenwirken von Mannschaft und Publikum gilt. Und die Fans werden dringend benötigt, um gegen den SVH bestehen zu können. Dass das geht haben die Jungs der HSG in der letzten Saison bewiesen. In einer furiosen ersten Halbzeit wurden die Harleshäuser, nicht zuletzt wegen des „achten Mannes“ im Rücken, regelrecht auseinander genommen. Da hieß es nach 30 Minuten sensationell 19:9. Solche Sternstunden sind aber nur selten wiederholbar. Und so wären im Edertal sicher alle schon zufrieden, wenn das Ergebnis gegen Groß-Umstadt einfach nur gedreht werden könnte. Ein knapper Sieg gegen den übermächtig scheinenden Favoriten aus Harleshausen – das wär’s! (red)



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