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Rund 32000 Erziehungsberatungen in Hessen

Hessen. Im Jahr 2008 wurde in Hessen in knapp 32 000 Fällen eine Erziehungsberatung für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern oder Erziehungsberechtigte durchgeführt. Am Jahresende dauerten noch gut 9600 Beratungen an, gut 22 000 Beratungen wurden im Laufe des Jahres beendet. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, nahmen damit die Beratungen um knapp ein Prozent gegenüber 2007 ab.

Den höchsten Beratungsanteil hatten Ende 2008 die Sechs- bis unter Zwölfjährigen mit 44 Prozent. Danach folgten die Zwölf- bis unter 18-Jährigen mit knapp 32 Prozent sowie Kinder unter sechs Jahren mit knapp 18 Prozent. Knapp sieben Prozent der Beratungen erfolgten für volljährige junge Menschen. Erziehungsberatungen wurden häufiger für und mit Jungen durchgeführt (58 Prozent). Eine Beratung nahm im Durchschnitt acht Monate in Anspruch.

Knapp 22 000 Beratungen wurden in 2008 begonnen. Die häufigsten Beratungsgründe zu Beginn der Beratung waren mit 29 Prozent Belastungen der Kinder und Jugendlichen durch familiäre Konflikte. Danach folgte eine eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern/Sorgeberechtigten mit 16 Prozent. Probleme in Schule oder Beruf, Entwicklungsauffälligkeiten und seelische Probleme sowie Auffälligkeiten der Kinder und Jugendlichen in ihrem sozialen Verhalten waren jeweils zwischen 13 und 15 Prozent der Fälle Gründe für die Beratung, wobei bis zu drei Gründe angegeben werden konnten.

In 47 Prozent der Fälle wohnten die Eltern der Kinder bei Beginn der Beratung zusammen. Bei knapp 38 Prozent der zu beratenden jungen Menschen lebten diese mit einem Elternteil ohne neuen Partner und in rund 14 Prozent mit neuem Partner zusammen. Rund 30 Prozent hatten mindestens ein Elternteil mit ausländischer Herkunft. 15 Prozent der Betroffenen lebten von Transferleistungen.

Bei der Hälfte der Beratungen wurden vorrangig die Eltern oder Erziehungsberechtigten beraten. Bei zwei Fünftel wurden die Familie und das Kind und bei einem Zehntel wurde vor allem das Kind bzw. der Jugendliche beraten.

Wegen des geänderten Erhebungskonzeptes ab 2007 sind Vergleiche zu den Ergebnissen früherer Jahre nur bedingt möglich. (red)



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