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Zurück vom „Ende der Welt“

Comenius-Projekt der Drei-Burgen-Schule

comenius-felsberg1Felsberg. Mit einem reichen Schatz an Erfahrungen und voller Begeisterung kehrten sechs Schüler der Felsberger Drei-Burgen-Schule sowie die Lehrer Frank Schmidt (Projektkoordinator), Dr. Dieter Vaupel (Schulleiter) und Rüdiger Hochler (verantwortlich für die Homepage) von ihrem Besuch in Nordspanien zurück. Die Reise, die sie im Rahmen des Comenius-Projektes durchführten, führte sie bis an die Spitze der Halbinsel Finisterre, die im Mittelalter – als der westlichte Punkt Europas – als das Ende der (damals bekannten) Welt galt. An der Schule von Santa Comba trafen sie sich nicht nur mit ihren Partnern aus Spanien, sondern auch mit ihren Partnerschulen aus Landeck in Österreich, Dagda in Lettland, Volos in Griechenland und Evijärvi in Finnland.

Alle Schüler arbeiten im Comenius-Projekt gemeinsam in englischer Sprache über das Thema „Werte, Mythen, Märchen und Legenden“. Dabei Geschichten aus dem jeweiligen Umland der einzelnen Schulen vorgestellt und untersucht, vor allem in Bezug auf die in ihnen vermittelten Werte. Die sagen- und märchenreiche Gegend Nordhessens bietet da natürlich viele Möglichkeiten. Um sich näher kennen zu lernen standen neben diesen thematischen Schwerpunkten bei dem Treffen in Spanien zunächst Präsentationen über die jeweilige Region und die einzelnen Schulen im Vordergrund. Dazu hatten die Schüler der Drei-Burgen-Schulen im Vorfeld im Rahmen zusätzlicher Arbeit an Nachmittagen und Wochenenden einiges vorbereitet. Alle Präsentationen wurden in englischer Sprache gehalten und es zeigte sich, dass die Felsberger Schüler dabei gut mit den anderen Nationen mithalten konnten.

comenius-felsberg2 Untergebracht waren die Schüler in Familien in Santa Comba, hier mussten sie nicht nur sprachlich klar kommen, sondern sich auch auf den neuen Tagesrhythmus und vor allem unbekannte Traditionen und Essgewohnheiten einstellen. Das gelang ihnen ohne Problem und am Ende – nachdem viele freundschaftliche Kontakte entstanden waren – fiel es schwer sich von den Gastgebern zu trennen. Die am Projekt teilnehmenden Schüler – insgesamt 20 – hatten sich zuvor in einem Auswahlverfahren qualifizieren müssen. Jedoch fuhr nicht die ganze Gruppe nach Spanien, sondern die Mitglieder der Comenius-Gruppe werden auf die fünf Austauschfahrten verteilt. Jedem Teilnehmer ist dabei  ein Austausch garantiert, der komplett finanziert wird. Für die qualifizierten Schüler ist es neben der vorbereitenden Arbeit auch eine Belohnung für engagierte Leistungen in der Schule, sowohl im sozialen als auch im leistungsbezogenen Bereich.

Täglich führt man gemeinsame Unternehmungen mit allen sechs Partnern durch, dabei nahm man das in Nordspanien in dieser Zeit übliche Regenwetter gern in Kauf. Die Schüler lernten den Jakobsweg kennen, der in Finisterre seinen Endpunkt hat, besichtigten die Kathedrale und das historische Zentrum von Santiago de Compostela, fuhren die Küstenstraße entlang zu kleinen Städten und abgelegenen Buchten und lernten die größte Stadt im Nordwesten mit La Coruna kennen, wo man den ältesten Leuchtturm, den Herkules-Turm, der noch aus der Römerzeit stammt, bestieg.

comenius-felsberg3Mit vielen neuen Eindrücken und der Erkenntnis in einem fremden Land mit neuen Menschen in einer neuen Sprache klargekommen zu sein, trat man den Rückflug an und kehrte nach Felsberg zurück. Neue kulturelle Einblicke in eine bisher fremde Region machten die Schüler nun neugierig auf mehr. Ihre Begeisterung können die teilnehmenden Schüler nun an die anderen weitergeben, denn nach dem Besuch in Spanien steht Anfang 2010 als nächstes der Besuch der griechischen Partnerschule in Volos an. Die Drei-Burgen-Schüler freuen sich schon darauf, auch wenn sie bis dahin noch viel Arbeit haben, damit sie vor Ort dann Sagen, Märchen und Mythen aus der Region mithilfe neuer Medien präsentieren können.

Comenius – Was ist das?
Comenius ist der Name für ein internationales Schulaustauschprogramm, das von der Europäischen Union gefördert wird. Der Name leitet sich ab von dem tschechischen Pädagogen Johann Amos Comenius ( geboren 1592, gestorben 1670), der als Pfarrer und Schulleiter eine grundlegende und sehr modern wirkende Veränderung des Schulsystems forderte. Das Comeniusprogramm heute unterstützt vor allem finanziell das Entstehen von Schulpartnerschaften innerhalb Europas. (red)



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Ein Kommentar zu “Zurück vom „Ende der Welt“”

  1. jonas R.

    ich darf au nach griechenland fahren 🙂


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