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Melsungen ohne Chance in Magdeburg

SchoengarthMagdeburg/Melsungen. Aus dem von der MT Melsungen angestrebten Kräftemessen “auf Augenhöhe” mit dem SC Magdeburg wurde es nichts. Die Nordhessen wurden am 13. Spieltag in der Toyota Handball-Bundesliga vor 3.752 Zuschauern in der Magdeburger Bördeland-Halle mit 29:37 (13:16) abgefertigt. Dabei hatte die Partie für die dezimierten Gäste verheißungsvoll begonnen. Nach dem Auftakttreffer durch Jens Schöngarth, der den nur bedingt einsatzfähigen Alexandros Vasilakis auf Halbrechts vertrat, entspann sich ein abwechslungsreiches Spiel. Immer wenn sich eine der beiden Mannschaften einen kleinen Vorteil verschafft hatte, gelang es der anderen, binnen weniger Minuten, den Spieß wieder umzudrehen. So konnten die Magdeburger Gladiators z.B. die Zwei-Tore-Führung der MT (3:5, 11. Min.) in ein 8:7 umwandeln (15.).

Knapp 20 Minuten waren gespielt und beim Stand von 10:10 war alles noch offen. Dann aber gelangen den Hausherren zwei schnelle Treffer durch Rojewski und Grafenhorst und MT-Trainer Zinglersen versuchte, die aufkommenden Magdeburger per Team Timeout zu bremsen. Doch erneut Grafenhorst und Jurecki sorgten erstmalig für einen scheinbar komfortablen Vier-Tore-Abstand (14:10, 23.). Melsungen geriet in dieser Phase zwar in ein kleines Leistungstief, aber das war keinesfalls Besorgnis erregend. Denn bis zur Halbzeitpause hatten Vuckovic, der gerade eingewechselte Sanikis und Schöngarth ihre Mannschaft auf Tuchfühlung mit dem SCM gehalten. Beim 13:16 wurden die Seiten gewechselt.

Statt sich aber nach dem Wiederanpfiff an die diszipliniert und kollektiv bestrittenen ersten 20 Spielminuten zu erinnern, schien die MT alle guten Vorsätze über Bord geworfen zu haben. Immer stärker zerfiel der Angriff in Einzelaktionen, die noch dazu oft genug unvorbereitet abgeschlossen wurden. So machten es die Nordhessen den Gastgebern recht einfach, ihren Vorsprung über die Stationen 17:13 (32.), 18:14, (36.) auf 23:16 (41.) vorentscheiden auszubauen. In dieser Phase hatte das Biegler-Team in Theuerkauf, Grafenhorst und van Olphen seine treffsichersten Akteure.

Melsungen gelang es lediglich noch zwei Mal, sich jeweils bis auf fünf Tore heran zu kämpfen (26:21, 46.). Zu mehr reichte es an diesem Abend allerdings nicht, auch wenn sich Grigorios Sanikis, der wie fast immer in den letzten Wochen, auch in Magdeburg wieder auf hohem Niveau spielte, mit sehenswerten Treffern gegen die Niederlage stemmte. So deutlich, wie es das Ergebnis mit 37:29 vorzugeben scheint, war der Leistungsunterschied zwischen beiden Mannschaften zwar nicht, aber selbst bei einem knapperen Ausgang hätte man nicht von einem Spiel “auf Augenhöhe” sprechen dürfen. Dafür war Magdeburg einfach beweglicher, gefährlicher – vor allem beim Bestrafen der Melsunger Fehler durch Gegenstöße – und mit dem größeren Siegeswillen ausgestattet.

MT-Trainer Ryan Zinglersen zum Spiel:
Wir waren dichter an Magdeburg dran, als es das Endergebnis vermittelt. Nach gutem Beginn und diszipliniertem Spiel sind wir aber zu früh in alte Fehler verfallen und haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Ich will nicht immer darauf herum reiten, aber wenn einer Mannschaft vier ihrer stärksten Akteure fehlen, spielt man anders, als wenn man komplett ist. So einen guten Tag, wie vor einer Woche gegen Göppingen, erwischt man in dezimierter Besetzung nicht oft. Heute, gegen Magdeburg, haben wir besonders in der zweiten Halbzeit zu sehr den Erfolg mit Einzelaktionen gesucht. Das ist natürlich misslungen, der Gegner hat das mit seinen schnellen Außenspielern immer wieder bestraft. Wir machen jetzt drei Tage Trainingspause, um mal richtig den Kopf frei zu bekommen und bereiten uns dann sehr intensiv auf unser Pokalspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen vor. Ich hoffe auch, dass Nenad Vuckovic und Alexandros Vasilakis in der Wettkampfpause weitere Genesungsfortschritte machen. – Trotz der Niederlage bleibt die MT auf Platz 13. (red)

Statistik:
SC Magdeburg:
Eijlers, Müller – Grafenhorst 8, van Olphen 8, Jurecki 3, Theuerkauf 3, Wiegert 1, Weber 5, Rojewski 3, Kabengele, Tönnesen 3, Coßbau 3.

MT Melsungen: Kelentric, Lechte – Brovka 3/1, Schöngarth 4, Junillon 3, Klitgaard 1, Anusic, Tellander, Tzimourtos 5, Vasilakis, Danner 1, Sanikis 7, Vuckovic 5/1.

Zuschauer: 3.752, Bördeland-Halle Magdeburg

Spielfilm: 1:1 (3.), 3:3 (9.), 4:5 (12.), 7:7 (15.), 12:10 (21.), 14:11 (24.), 16:13 (HZ), 17:13 (33.), 20:14 (39.), 24:18 (42.), 26:21 (45.), 28:21 (48.), 31:24 (54.), 33:28 (57.), 37:29 (EN).



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