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Kugelstoßen: Adrian Erbe toppt Kreis-Hallenrekord

ajw-091221aStadtallendorf/Melsungen. Die Stadtallendorfer Herrenwaldhalle war am zweiten Tag des 26. nationalen Vorweihnachtskriteriums mit mehr als 430 Nachwuchsathleten voll ausgebucht.  Die riesigen Teilnehmerfelder brachten Zeitplanverzögerungen von über einer Stunde. Aber die „Leichtathletikfamilie“ mit Aktiven nicht nur aus Hessen sorgte bei den vielen Positionskämpfen lautstark für Stimmung, denn die jüngsten Sportler brachten neben ihren Trainern und Betreuern auch noch Eltern und Großeltern mit in die Halle.

Im Melsunger Lager freute man sich, dass  die Nachwuchssportler in den Altersklassen  der 13- bis 8-jährigen Schülerinnen und Schüler an die Erfolge der A-Schülerinnen und Schüler vom Vortag anknüpfen konnten. Allen voran Adrian Erbe, der sich im Kugelstoßen als Sieger der B-Schüler auf 9,68 Meter steigern konnte. Der Sohn des früheren 10,4 Sprinters Ralf Erbe begann mit 9,22 Meter und verbesserte sich mit seinem zweiten Wettkampfstoß auf 9,68 Meter. Damit hatte Adrian nicht nur 1,55 Meter Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Jean-Mathis Kalb aus Hünfeld, sondern überbot auch den zehn Jahre alten Kreisrekord der M12 um 39 Zentimeter, den bis dahin Alwin Wagner Junior mit  9,29 m gehalten hatte.

Beim Saison-Abschlusswettkampf am 23. September im Melsunger Waldstadion hatte der Zwölfjährige Adrian 8,88 Meter erreicht. Mit dieser Leistung belegte er in der Landesbestenliste Rang drei.  „Ich hoffe, dass ich im Januar bei den Kreis-Hallenmeisterschaften zum ersten Mal die Zehn-Meter-Barriere knacken kann“, zeigte sich Adrian optimistisch. In Stadtallendorf  imponierte er außerdem mit einem zweiten Platz im 60m-Sprint, wo er nach 8,70 Sekunden hinter dem überragenden Daniel Huber (LG Alheimer) in das Finale einzog.

ajw-091221bÜberzeugend war auch die Vorstellung des ein Jahr älteren Jan Ullrich im Kugelstoßen der M13.  Nachdem Jan nach seinen 8,47 Sekunden als Dritter seines 60m-Vorlaufes wegen erneuter Kniebeschwerden nicht mehr zum Zwischenlauf antreten konnte, meldete ihn seine Mutter zur Überraschung der MT-Delegation eine Stunde später für das Kugelstoßen der B-Schüler nach, da er keine Knieschmerzen mehr verspürte.  Bereits mit seinem Auftaktstoß von 10,06 Meter gab es einen neuen Hausrekord für Jan, der beim Hallen-Dreikampf in Melsungen mit 5,02 Meter einen Kreisrekord im Weitsprung aufgestellt hatte. Damals belegte er in diesem Dreikampf den zweiten Platz, weil er im Kugelstoßen keine neun Meter erreicht hatte. Als Grund für die schwache Kugelstoßleistung gab er starke Schmerzen im Kniegelenk an. Dennoch überraschte er einen Tag später beim Hallenmeeting in Paderborn mit glänzenden 8,27 Sekunden im 60m-Sprint und verbesserte sich im Kugelstoßen auf 9,17 Meter.

Erneut musste Jan einen Wettkampf damals abbrechen, denn nach 4,60 m im Weitsprung, verspürte er wieder Schmerzen im Knie. „Wenn es bei Jan im Wettkampf gut läuft, sind die Schmerzen wie weggeblasen. Wehe aber, wenn aus irgendwelchen Gründen die Leistungen nicht erreicht werden, die er sich vorgenommen hat, dann  treten bei ihm immer starke Beschwerden im Knie auf“, sagte Alwin J. Wagner und glaubt an ein Kopfproblem bei seinem Schützling. Im zweiten Durchgang wuchtete Jan die 3kg-Kugel sogar auf 10,46 Meter und kam damit bis auf einen Meter an seine Trainingsbestleistung heran.  Mit diesen 10,46 m, mit denen er den zweiten Platz belegte, hätte Jan Ullrich in der Freiluftsaison 2009 Rang neun in Hessen belegt.  „Jan macht erst einmal vier bis sechs Wochen Wettkampf- und Trainingspause, um seine ständigen Beschwerden im Knie richtig auszukurieren“, sagte Mutter Ina nach dem Super-Stoß von Stadtallendorf. Aber zwei Tage später wurde er von ihr persönlich zum letzten Hallensportfest in Dortmund für den Sprint und Weitsprung  angemeldet!

Für eine weitere gute Leistung sorgte Dzenet Djerlek, die sich im 50m-Vorlauf der W09 auf 8,42 Sekunden verbesserte und mit dieser Zeit den dritten Platz belegen konnte.  Sie qualifizierte sich damit für den Zwischenlauf, wo sie mit 8,45 Sekunden ihre Vorlaufzeit bestätigte, das Sprintfinale aber knapp verpasste.

Im 50m-Vorlauf der M10 machte wenige Tage vor seinem 10. Geburtstag Fabian Mandry auf sich aufmerksam, als er mit 8,18 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit aufstellte. Vorher war der groß gewachsene Schüler bereits über 1,22 Meter gesprungen und hatte überraschend seinen Trainingspartner Jannik Schneider (1,19 m) hinter sich gelassen.

Mit Philipp Ullrich und Christopher Stranz (beide vom Jahrgang 2002) sowie Robin Marie Mandry (2001) demonstrierten die jüngsten Leichtathleten der MT Melsungen sehr eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit.

Der siebenjährige Phill überzeugte im 50m-Vorlauf der M08 als jüngster Teilnehmer mit 9,05 Sekunden und qualifizierte sich ebenso für den Zwischenlauf wie die ein Jahr ältere Robin Marie Mandry, die mit 8,69 Sekunden zu gefallen wusste.  Auch im Weitsprung hatte die vielseitige Schülerin mit 3,25 Meter einen guten Sprung vorzuweisen. Phil Ullrich belegte im 50m-Zwischenlauf mit 9,02 Sekunden den dritten Platz und wird als nächster Sprinter der MT Melsungen die 50 Meter unter neun Sekunden laufen.

Beim abschließenden 1000m-Lauf der jüngsten Leichtathleten kam noch einmal eine hervorragende Stimmung in der Herrenwaldhalle auf.  Mit dazu beigetragen hat sicherlich auch der siebenjährige Christopher Stranz aus Elfershausen, der in seinem ersten 1000m-Lauf einige ältere Schüler hinter sich lassen konnte und bei der Siegerehrung für seine großartigen 4:15,08 Minuten mit Urkunde und Süßigkeiten ausgezeichnet wurde. (ajw)



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