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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Handwerk trauert um Klaus Schott

Schwalm-Eder. Das Handwerk in Nord- und Osthessen trauert um den Frielendorfer Bäckermeister Klaus Schott. Über 35 Jahre prägte er das Handwerk in der Region und machte sich als kritischer und kompetenter Vertreter des Mittelstands einen Namen. In den Funktionen als Bäcker-Obermeister, Kreishandwerksmeister im Schwalm-Eder-Kreis, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nordhessen der Kreishandwerkerschaften und als Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Kassel repräsentierte und prägte er das Handwerk weit über den Schwalm-Eder-Kreis hinaus. Schott starb nach langer schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 28. Dezember, um 14 Uhr in der Klosterkirche in Spieskappel statt.

Der 1943 in Marburg geborene Schott übernahm bereits mit 24 Jahren, nach Abschluss der Bäckerausbildung und anschließender Meisterausbildung, den elterlichen Betrieb. Seit 1970 engagierte er sich ehrenamtlich in der Handwerksorganisation, zunächst in der Bäcker-Innung Ziegenhain, deren Obermeister er 1987 wurde und als Vorstandsmitglied der Bäcker-Innung Schwalm-Eder von 1996 bis 2005. 1990 wurde er in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder und 1993 zum Kreishandwerksmeister gewählt. Handwerkskollegen, Politiker und Partner schätzten den Frielendorfer Bäckermeister für seine offene Art und als kompetenten Gesprächspartner, der es nie an Verbindlichkeit fehlen ließ.

Immer wieder griff er die Themen auf, die den Handwerksbetrieben unter den Nägeln brannten. Beispielsweise bei den Diskussionen um steigenden Lohnnebenkosten, die Subventionspolitik, die zunehmende Auflagen für mittelständische Unternehmen, die Zunahme der Bürokratie u. a. mehr. In Nord- und Osthessen machte sich Schott als Vorstandsmitglied und  später als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nordhessen der Kreishandwerkerschaften von 1999 bis 2005 einen Namen. Auch im Vorstand der Handwerkskammer Kassel, dem er von 1989 bis 2004 angehörte, schaffte sich Schott schnell Respekt. Mit Fleiß, Können und Hartnäckigkeit wurde Schott nicht nur ein erfolgreicher Bäckermeister mit über 20 Beschäftigten, sondern auch ein bedeutender Interessenvertreter des Handwerks in der Region. An vielen wichtigen Entscheidungen war Schott beteiligt.

Die Entwicklung der Partnerschaft mit polnischen Handwerkern oder der Neubau der Kreishandwerkerschaft sind eng mit seinem Namen verbunden. Sein Augenmerk galt immer einer gut organisierten Interessenvertretung mit einem breiten Dienstleistungsangebot für die Innungen und deren Mitglieder. Unter seiner Ägide entwickelte sich die Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder zu einer führenden Arbeitgebervertretung in der Region. Die Wahl zum Ehrenkreishandwerksmeister 2005, die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2006 sowie andere Ehrungen belegen die hohe Akzeptanz seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für das Handwerk und darüber hinaus. (red)



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