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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

„Land unter“ für die MT in Kiel

Kiel/Melsungen. Wie schon im Hinspiel hatte die MT Melsungen in der TOYOTA Handball-Bundesliga auch zum Rückrundenauftakt gegen den THW Kiel nichts zu bestellen. In der mit 10.250 Zuschauern traditionell ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena verloren die Nordhessen am Mittwochabend nach einem 6:14-Halbzeitrückstand mit 18:32. Mit nur neun Feldspielern und zwei Torhütern angereist, stand die MT im letzten Spiel des Jahres beim THW Kiel praktisch schon vor dem Anpfiff als Verlierer fest. Die böse Vorahnung sollte sich bereits zur Halbzeit bestätigen. Das gleiche Bild auch im zweiten Durchgang, obwohl die Tordifferenz hier etwas geringer gehalten werden konnte. Am Ende spiegelte die 18:32-Niederlage das Kräfteverhältnis zwischen den beiden Teams wider.

Zehn Minuten lang konnten die Gäste das Spiel gegen den haushohen Favoriten noch offen gestalten. Jens Schöngarth hatte im ersten MT-Angriff sogar die Führung erzielt. Die anschließenden Kieler Treffer von Jicha und Ilic konterte Nenad Vuckovic jeweils per Strafwurf und erzwang so die erneute Führung (2:3, 6. Min.).

In den beiden Folgeminuten drehte Kiel durch zwei Tore von Dominik Klein und Kim Andersson den Spieß zum 5:3 um. Begünstigt wurde die Führung, weil der zuvor noch erfolgreiche Vuckovic in dieser Phase gleich dreimal mit dem Schicksal haderte: Erst verfehlt er das Tor knapp, dann trifft er nur die Latte und schließlich vertändelt er einen Ball. Wie gut aus MT-Sicht, dass dann aber Jens Schöngarth den Anschluss zum 5:4 herstellt. Die nächsten drei Minuten steht Keeper Mario Kelentric im Blickpunkt. Nachdem der Melsunger Kapitän ein Geschoss von Kim Andersson entschärft hat, vereitelt er einen Ilic-Strafwurf, um dann gegen den gleichen Schützen auch noch einen Feldversuch zunichte zu machen. Erst danach gelingt Kim Andersson die 6:4-Führung (12.).

Jetzt setzt auch Kiels Torwart Omeyer vermehrt Akzente. Den in Unterzahl (Felix Danner sitzt eine Zeitstrafe ab) von Schöngarth abgefeuerten Ball hält der Franzose ebenso, wie den von Vuckovic und dann nochmal den von Schöngarth. Zwischenzeitlich besorgen Klein und zweimal Jicha (davon ein Strafwurf) die erste größere Führung für die Hausherren (9:4, 16.). Prompt stoppt die MT das Geschehen per Team Timeout. Der gewünschte Effekt indes bleibt aus. Im Gegenteil: Kiel setzt sich kontinuierlich ab und steuert über die Stationen 10:4 (18.) und 12:6 (25.) auf das 14:6-Halbzeitergebnis zu. Während sich  in dieser Phase auf Kieler Seite die Schützen munter abwechseln (Jicha, Ilic, Anic, Zeitz), steht im MT-Angriff Nenad Vuckovic allein auf weiter Flur.

Entgegen der ersten Spielhälfte gehört die Startphase des zweiten Durchgangs ganz den Kielern. Binnen fünf Minuten bauen Ilic, Jicha und Klein deren Vorsprung auf 17:6 (36.) aus. Zwischenzeitlich vergibt Vuckovic einen Strafwurf. Aber die praktisch auf dem letzten Loch pfeifende MT will das Feld nicht einfach so räumen und entfacht einen fulminanten Zwischenspurt mit Sage und Schreibe vier Treffern in Folge innerhalb von nur 96 Sekunden! Hinten hat Mario Kelentric einerseits das Glück des Tüchtigen (Andersson und Palmarsson verfehlen), andererseits ist er gegen Reichmann und Andersson auf dem Posten. So steht es plötzlich “nur” noch 17:10 (38.).

Dem Zinglersen-Team gelingt es dann aber nur noch etwa vier Minuten lang, diesen Abstand zu halten (19:12, 43.), ehe die Kräfte zusehends schwinden und Kiel vorentscheidend auf 24:12 davon zieht (50.).

Die Schlussphase entwickelt sich dann zur Freude der Zuschauer aber doch noch einmal zu einem fast ausgeglichenen Schlagabtausch. So gehen die letzten zehn Spielminuten nur relativ knapp mit 8:6 an den THW. In diesem Abschnitt kommt die MT vor allem über ihre beiden Kreisläufer zu Torerfolgen – Klitgaard und Danner schließen jeweils zweimal sicher ab. Auf Gastgeberseite dreht Kim Andersson nochmal auf und wird mit vier weiteren Treffern zum neunfachen und damit besten Torschützen des Spiels.

Angesichts der dramatischen Dezimierung der Mannschaft – verletzungsbedingt  fehlten Stojanovic, Karipidis, Sanikis, Junillon, Aagaard und Anusic – Vasilakis spielte mit geschwollenem Knöchel nur minutenweise und “auf eigene Gefahr” – hat sich die MT beim 32:18-Endstand noch recht wacker geschlagen.  “Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft. Es war kein Sieg und auch kein halber Sieg, aber ein halber Sieg für die Mannschaft, die ich heute einsetzen konnte“, zog MT-Trainer Ryan Zinglersen ein unter diesen Umständen positives Resümee. (bk)

Statistik:

THW Kiel – MT Melsungen 32:18 (14:6)

THW Kiel: Omeyer, Palicka – Andersson (9), Jicha (6/3), Klein (4), Reichmann (4), Anic (3), Ilic (3), Zeitz (1), Lundström (1), Lund (1), Sprenger, Peckeler, Palmarsson.

MT Melsungen: Kelentric, Lechte – Brovka, Vuckovic (5/2), Schöngarth (5), Klitgaard (4), Danner (2), Tellander (1), Tzimourtos (1), Vasilakis, Treutler.

Siebenmeter: 3/4 – 2/3 (Ilic scheitert an Kelentric, 9. Min. – Vuckovic scheitert an Palicka, 35. Min.).

Zeitstrafen: 4 Min. – 6 Min. (Zeitz, Filip – Tzimourtos, Danner, Vuckovic)

Schiedsrichter: Robert Schulze (Magdeburg) / Tobias Tönnies (Dodendorf)

Zuschauer: 10.250 (ausverkauft) Sparkassen-Arena Kiel

Spielfilm: 0:1 (3.), 3:3 (6.), 6:4 (12.), 8:4 (15.), 10:4 (18.), 10:5 (21.), 13:6 (27.), 14:6 (HZ), 15:6 (33.), 18:10 (39.), 18:12 (42.), 20:12 (45.), 22:12 (48.), 24:13 (51.), 27:15 (54.), 30:17 (57.), 32:18 (EN)



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