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Hohmann und Stang für die „Hessischen“ gerüstet

Erfurt/Melsungen. Eine der ersten Startmöglichkeiten im neuen Jahr bot der Landesverband Thüringen in der Leichtathletik-Halle in Erfurt. Einige Vereine aus Hessen nahmen dieses Angebot gern wahr, auch wenn das mit längeren Anfahrtswegen verbunden war. Die Schülerinnen und Schüler der MT Melsungen reisten mit Trainer und Betreuern wegen der klirrenden Kälte und des zu erwarteten Schneechaos mit der Deutschen Bahn an und waren an diesem Tag mehr als 14 Stunden unterwegs.

Dennoch überzeugten die Melsunger Jungen und Mädchen mit guten Leistungen. Vor allem die beiden Mittelstrecken-Asse Tobias Stang und Robin Hohmann überraschten im Dreisprung, obwohl der Schwerpunkt an diesem Tag nicht auf diesem Wettbewerb lag.  Die beiden vielseitigen Schüler absolvierten deshalb jeweils nur drei Versuche; aber diese hatten es in sich. „Im Sommer sind bei diesen beiden Mehrkämpfern sogar 12-Meter-Sprünge in Sicht“, schwärmte Alwin J. Wagner, der bei seinen Schützlingen noch Anlauf- und Technikprobleme beim zweiten Sprung ausmachte.

Tobias Stang und Robin Hohmann zeigten sich bereits nach ihrem ersten Sprung zufrieden: „Obwohl der Boden viel zu hart war, konnte ich im ersten Durchgang einen persönlichen Rekord springen“, sagten beide fast unisono. Tobias Stang steigerte seine Bestleistung von Melsungen, wo er am 28. November mit 11,53 Meter einen Rekord für den Schwalm-Eder-Kreis aufstellte, auf 11,66 Meter. Damit hätte er im Vorjahr in der deutschen Bestenliste den 27. Platz belegt. Einen noch größeren Sprung nach vorn machte Robin Hohmann, der 39 Zentimeter zulegte und sich auf 11,23 Meter verbesserte. Diese Leistungssteigerungen basieren auf einer verbesserten Sprintfähigkeit, denn sowohl Hohmann als auch Stang stellten im 60m-Zeitvorlauf mit 8,06 Sekunden einen neuen Hausrekord auf. Im Sprintfinale verbesserte sich Robin Hohmann auf 8,07 Sekunden und belegte damit einen unerwartet guten dritten Platz.

Dieses Hallenmeeting in Erfurt sollte für die beiden Athleten als Vorbereitungswettkampf für die Landes-Hallenmeisterschaften der männlichen Jugend B dienen, die am kommenden Wochenende in Frankfurt ausgetragen werden. Die beiden Schüler Robin Hohmann und Tobias Stang dürfen eine Altersklasse höher starten, weil sie die A-Norm des Hessischen Leichtathletik-Verbandes über 800 m erfüllten, die zur Teilnahme an diesen Jugend-Hallenmeisterschaften berechtigt.

Tobias Stang testete abschließend noch seine Schnelligkeitsausdauer, nachdem er an diesem Nachmittag bereits zwei Sprints über 60 Meter, einen Dreisprung und einen Hochsprungwettkampf absolviert hatte. Und auch über 300 Meter präsentierte sich der Vierzehnjährige topfit und verbesserte sich auf 41,25 Sekunden. Nur Carlo Hohnstedter (LAT Borna) war an diesem Tag mit 40,90 Sekunden schneller. „Was will man mehr, drei Bestleistungen an einem Tag“, freute sich auch Vater Helmut.

Einen weiteren Höhepunkt aus Melsunger Sicht brachte erwartungsgemäß der 800m-Lauf der männlichen Jugend B, wo Robin Hohmann seine Tempohärte für die Landes-Hallenmeisterschaften testen wollte. Geplant war eine Zeit von 2:12 Minuten. Robin lief seine vier Runden gleichmäßig wie ein Uhrwerk und legte die Hälfe der Strecke in 66 Sekunden zurück. Der Schüler aus Obermelsungen hing wie ein Klette an dem ein Jahr älteren Jan Eymer vom SSC Bad Sooden-Allendorf, der für das Tempo sorgte und  nach 400 Meter eine Zwischenzeit von 65,89 Sekunden vorgelegt hatte. Die drei anderen B-Jugendlichen, die sich noch in diesem Lauf befanden, hatten gegen die beiden nordhessischen Spitzenläufer keine Chance. Robin Hohmann kämpfte auf der letzten Runde, aber er konnte den Allendorfer Internatsschüler nicht mehr einholen. Jan Eymer setzte sich in 2:11,87 Minuten vor Robin Hohmann (2:12,69 Minuten) knapp durch.  Am kommenden Sonntag treffen beide wieder bei den Landes-Hallenmeisterschaften der B-Jugend aufeinander. „Ich hoffe, ich kann dann eine Zeit um 2:10 Minuten laufen und belege einen Platz unter den TOP-TEN“, sagte Robin Hohmann hoffnungsvoll nach dem Rennen.

Eine viel versprechende Vorstellung bot Karolin Siebert im 300m-Lauf der Schülerinnen der Altersklasse W15. Die 13jährige steigerte bereits vorher im Hochsprung ihre Bestleistung um zehn Zentimeter und steht jetzt mit 1,30 Meter in den Bestenlisten. Auch im 60m-Sprint gab es mit  9,06 Sekunden einen neuen Hausrekord. Da war es nicht schlimm, dass sie über 800 m etwas hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Zeit bis zu den Hessischen Schüler-Hallenmeisterschaften im März, wo sie ihren Titel verteidigen möchte,  ist noch lang und verlangt Dosierung und einen gezielten Aufbau. Im 300m-Lauf belegte sie als jüngste Teilnehmerin hinter Nadin Stricker (LV Thum) mit 46,72 Sekunden überraschend den zweiten Platz.  „Beim nächsten Rennen wird bereits eine Zeit unter 46 Sekunden angestrebt“, sagte sie sehr selbstbewusst.

Bei der weiblichen Jugend B überzeugte Celine Kühnert im 200m-Lauf mit 29,06 Sekunden. Vorher hatte sie bereits den Weitsprungwettbewerb  (4,49 m) und einen Test im Dreisprung unterzogen.  „Mir fehlte ganz einfach die Kraft, sonst hätte ich die 10m-Marke schon heute erreicht“, sagte Celine, die mit 9,85 Meter den zweiten Platz belegen konnte. „Am Wochenende versuche ich in Frankfurt meine Hallenbestleistung von 10,00 Meter zu steigern“. Sollte ihr Vorhaben gelingen, könnte sie einen Finalplatz der besten hessischen Mädchen erreichen.

Henri Alter unterzog sich in Erfurt ebenfalls einen Dreikampftest. Er  lief die 60 Meter in 8,86 Sekunden, scheiterte im Hochsprung nur knapp an 1,50 Meter und hielt im Dreisprung mit 10,88 Meter wieder Kurs auf die Elf-Meter-Marke. (ajw)



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