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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 15. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Misslungener Einstand von Uwe Krah

Frankfurt/Melsungen. Fast 600 Athleten aus 108 hessischen Vereinen ermittelten am Wochenende ihre besten Leichtathleten bei den Landes-Hallenmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach. Im Kugelstoßen der Männer startete auch der Melsunger Neuzugang Uwe Krah (Nentershausen), der am Ende des Jahres 2009 von der LG Alheimer zum Melsunger Traditionsverein wechselte. Der ehemalige deutsche Polizeimeister, der im Training die 15 Pfund schwere Eisenkugel beständig zwischen 14 und 15 Meter stoßen konnte, enttäuschte allerdings bei seinem Einstand im neuen MT-Trikot.

Obwohl er mit 45 Jahren 26 Jahre älter war als der jüngste Kugelstoßer dieses Wettbewerbs, sah es nach dem Einstoßen noch so aus, als könnte Uwe Krah das Finale der besten acht Männer in Hessen erreichen. Dreimal flog die Kugel über die 14-Meter-Marke, doch im Wettkampf kam alles ganz anders. Die späteren Medaillengewinner hielten beim Einstoßen ihre Leistungen noch zurück und steckten ihre ganze Kraft in den ersten Versuch, um die Konkurrenz zu schocken. Die anderen Kugelstoßer aber, die um einen Endkampfplatz kämpften, führten im ersten Durchgang einen Sicherheitsstoß durch, damit sie eine Leistung in der Wettkampfliste stehen hatten.  Auch Uwe Krah sollte mit einem Sicherheitsstoß von 13,50 Meter plus X beginnen, um seinen Gegnern deutlich zu machen, dass er bei mehr Explosivkraft in den anderen Versuchen 14 Meter und mehr stoßen kann. Warum er sich aber bei seinem ersten Versuch, bei dem seine Kugel etwas über die 14 Meter-Marke flog, nicht im Kugelstoßkreis halten konnte, wird sein Geheimnis bleiben.

Im zweiten Durchgang, als sich alle Anwärter auf das Kugelstoßfinale verbessern wollten, zeigten sie ebenfalls Unsicherheiten und konnten sich bei ihren Stößen zum Teil nicht im Kreis halten. Aber sie hatten bereits eine Leistung im ersten Durchgang in der Ergebnisliste stehen.  Uwe Krah hätte sich mit seinem zweiten Versuch mit einem Stoß von 14,30 Meter an die fünfte Stelle setzen können, aber auch in diesem Durchgang musste er sich zwischen einen hundertprozentigen Abstoß oder einem Sicherheitsstoß entscheiden. Es war weder das eine noch das andere. Als die Kugel 20 Zentimeter vor der 14m-Marke den Boden berührte, hob der Kampfrichterobmann erneut die rote Fahne und zeigte damit an, dass auch dieser Stoß als ungültig gewertet wurde.

So musste nach zwei ungültigen Versuchen der dritte und damit letzte Versuch im Vorkampf über das Weiterkommen von Uwe Krah entscheiden, denn, so besagt es die Regel, nur die besten acht Athleten gelangen nach dem Vorkampf in das Finale.

Lange konzentrierte sich der mehrfache nordhessische Kugelstoßmeister, denn er musste auf jeden Fall mehr als 13,64 Meter erreichen.  Eigentlich kein Thema für Uwe Krah, aber an diesem Tag war es eine Herkules-Aufgabe.  Nicht mehr so locker wie beim Einstoßen und fast „gelähmt“ beim Abstoß, ließ er die Eisenkugel nur auf 13,17 Meter fliegen.  Das bedeutete den zehnten und damit letzten Platz.  „Ich bekam nach dem ersten Durchgang starke Schmerzen im rechten Arm, so dass ich fast nicht mehr abstoßen konnte“, versuchte Uwe Krah seine Leistung zu entschuldigen. Aber Alwin J. Wagner sah diese Worte als Ausrede an.  „Hätte Uwe – wie verabredet – seinen ersten Stoß als Sicherheitsstoß ausgeführt, hätte er sicher das Finale erreicht und am Ende Rang sechs belegt.  Aber er wollte mehr und hatte damit alles verloren“.  Er wurde wie schon so oft ein Opfer seiner Nerven.  Am nächsten Wochenende kann der Polizeioberkommissar seinen misslungenen Einstand im MT-Trikot wieder wettmachen, denn dann gilt es bei den Landes-Seniorenmeister-schaften den Titel in der Altersklasse der M45 zu gewinnen. (ajw)



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