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Janina Rohde nordhessische Hallenmeisterin im Kugelstoßen

Bad Sooden-Allendorf/Melsungen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich bei den nordhessischen Hallen-Meisterschaften  bei der Siegerehrung im Kugelstoßen auf dem obersten Treppchen stehen würde!“ Die Schülerin, die dies sagte, sprach im Vollgefühl ihres Erfolges, den man in dieser Form nicht erwartet hatte. Janina Rohde, die jüngste Teilnehmerin dieses interessanten und spannenden  Wettkampfes in der Altersklasse der W14, hatte gegen die ein Jahr ältere Konkurrenz mit ihrer bisher besten Serie ihre erste Hallenmeisterschaft gewonnen. Fünf der sechs Stöße landeten jenseits der Zehn-Meter-Marke. Die B-Schülerin war sich bereits vor dem Wettkampf sicher, dass sie ihre Bestweite von 10,10 Meter überbieten würde, denn beim Abschluss-Training lief es hervorragend. Aber sie hatte großen Respekt vor Franziska Müller (Tuspo Borken), die bei den Kreis-Hallenmeisterschaften in Melsungen mit 10,60 Meter noch genau einen halben Meter vor ihr blieb.

Die vielseitige Schülerin aus Borken, die augenblicklich mit ihrer Weite von 10,60 Meter auf Rang vier in der Landesbestenliste  der W14 verzeichnet ist, eröffnete den Reigen mit  9,23 Meter. Die ein Jahr jüngere Janina nutzte diesen schwachen Eröffnungsstoß der Hallen-Kreismeisterin und verbesserte sich mit ihrem Auftaktstoß auf glänzende 10,34 Meter. Sie quittierte das Ablesen des Kampfrichters am Stahlbandmaß mit einem Lächeln, denn sie hatte ihre alte Bestleistung um 24 Zentimeter übertroffen und ihr Versprechen eingelöst, eine persönliche Bestweite zu stoßen. 10,34 Meter – das schien das erste Maß der Dinge. Der Schock für ihre Konkurrentinnen war perfekt. Nur mühsam kamen sie in Schwung.Über einen Meter zurück mussten die Kampfrichter bei den nächsten Stößen, um das Bandmaß wieder anzulegen. Auch Franziska Müller schien zunächst völlig durcheinander, denn ihren zweiten Stoß unter der Neun-Meter-Marke machte sie ungültig, indem sie den Kreis nach vorn verließ.

Janina verbesserte sich im zweiten Durchgang auf 10,39 Meter und baute ihren Vorsprung weiter aus.  Im letzten Versuch des Vorkampfes steigerte sich Franziska Müller auf 9,50 Meter und deutete damit an, dass im Finale noch mit ihr zu rechnen ist. Janina kam im dritten Durchgang auf 9,80 Meter. In der Zwischenzeit hatte sich Tatjana Sommer auf 9,24 Meter verbessert und belegte damit den dritten Platz. Auch im vierten Durchgang blieb der erwartete Zehn-Meter-Stoß von Franziska Müller aus, denn die Schülerin aus Borken kam nur auf 9,60 Meter. Mit ihrem vierten Versuch verbesserte sich Janina Rohde auf 10,40 Meter.

Der vorletzte Durchgang sollte dann noch einmal für Spannung sorgen, denn Franziska Müller merkte sofort, dass sie beim Abstoß die Kugel gut getroffen hatte und hob freudestrahlend die Arme. Von den Zuschauerrängen war der Einschlag auf dem Mattenboden nur ungefähr zu taxieren. Er lag aber im Bereich von Janinas weitesten Stoß. Franziskas erhobene Arme deuteten an, was nun schon beinahe nicht mehr möglich schien: Sie hatte die Bestweite von Janina Rohde mit 10,40 Meter auf den Zentimeter erreicht und somit diesen Wettkampf wieder Spannung verliehen. Wie würde Janina auf diesen Stoß reagieren. Länger als sonst konzentrierte sie sich vor ihrem vorletzten Stoß. Obwohl auch bei diesem Abstoß die Explosivität fehlte, steigerte sie sich um weitere sieben Zentimeter. Mit 10,47 Meter hatte sie die alleinige Führung vor dem letzten Durchgang übernommen. Nun warteten alle auf den letzten und entscheidenden Stoß von Franziska Müller. Die schnellkräftige und vielseitige Athletin vom Tuspo Borken hatte nach ihrem unsicheren Beginn noch im letzten Durchgang eine Chance auf den Sieg, doch sie konnte sie mit ihren 9,97 Meter nicht mehr nutzen. Janina, die von Stoß zu Stoß wuchs und damit ihre hervorragenden Qualitäten als Wettkämpferin bewies, hatte somit bereits vor ihrem letzten Versuch gewonnen. Mit 10,01 Meter blieb sie erneut über der begehrten Zehn-Meter-Marke und krönte ihren Sieg, der nur kurz ins Wanken geriet, mit der persönlichen Bestweite von 10,47 Meter.  Von den sechs Zehn-Meter-Weiten, die bei diesem Wettkampf erzielt wurden, gingen fünf allein auf das Konto der Bartenwetzerin. Nun fehlen der jüngsten Nordhessenmeisterin dieser Veranstaltung nur noch 52 Zentimeter, um den 23 Jahre alten Rekord von Katrin Klecka zu verbessern.

Bei den Schülern überzeugte Jan Ullrich im 60 Meter-Sprint in der Wettkampfklasse der M14.  Nachdem er im 60 Meter-Vorlauf seine Bestzeit auf 8,19 Sekunden drücken konnte, lief er im Finale nach 8,23 Sekunden als Vierter über die Ziellinie. Auch Tobias Stang konnte sich über seinen Hausrekord im Weitsprung freuen.  Der Kreis-Hallenmeister begann mit 5,17 Meter und steigerte sich über 5,35 und 5,37 Meter im letzten Durchgang auf 5,44 Meter.  Damit belegte er hinter Marius Rode (LG Alheimer), dem Wanfrieder Karl Westphal (5,49 Meter) und dem Spangenberger Raphael Strube (5,46 Meter) den vierten Platz. Für eine positive Überraschung sorgte auch Sebastian Ludwig im 60 Meter-Hürdenfinale der M15.  Obwohl er sich auf 10,24 Sekunden verbessern konnte, kam der Obermelsunger ebenfalls über einen undankbaren vierten Platz nicht hinaus. (ajw)



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