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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Nachtfahrverbot – Große Probleme für Unternehmen

Blitzumfrage der IHK Kassel bezüglich der Bundesstraßensperrung

Schwalm-Eder. In der regionalen Wirtschaft der Landkreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Marburgs sind sehr viele Unternehmen negativ von dem auf den Bundesstraßen B 252 und B 3 drohenden Nachtfahrverbot betroffen, das der hessische Verkehrsminister Dieter Posch überraschend zum 15. März angeordnet hat. Dies hat eine Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Kassel ergeben, die über 200 Unternehmen aus dem betroffenen Raum befragt hat. „Die Auswirkungen auf die Betriebe sind schon gewaltig“, so Dieter Lehmann, Teamchef des Bereichs Verkehr, „da nicht wenige Betriebe durch eine Einschränkung der Transportlogistik eine Gefährdung ihrer Produktionsabläufe befürchten. Erschreckend ist, dass dabei auch große, namhafte Unternehmen mit tausenden von Arbeitsplätzen massiv betroffen sind und wegen Schichtbetriebes über eine komplette Neuausrichtung Ihrer Unternehmenslogistik nachdenken müssen.“

Von den sich äußernden Unternehmen sind über 60 Prozent negativ betroffen und befürchten durch die eingeschränkte Nutzung der Infrastruktur erheblich Nachteile gegenüber Wettbewerbern in anderen Regionen, die das Verkehrsnetz rund um die Uhr nutzen können. 40 Prozent der antwortenden Unternehmen sehen sich zur Änderung von Produktions- und Transportabläufen gezwungen, Schichten umzustellen und Arbeitsplätze zu reduzieren. Knapp 20 Prozent der betroffenen Unternehmen befürchten sogar, ihr Unternehmen beziehungsweise Unternehmensteile verlagern zu müssen. Deutlich wurde, dass nicht wenige Unternehmen die eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit des regionalen Straßennetzes bei anstehenden Investitionsvorhaben zum Nachteil der Region berücksichtigen könnten, um Nachteile gegenüber Wettbewerbern zu kompensieren.

„Dabei ist die infrastrukturelle Ausstattung des Landkreises Waldeck-Frankenberg ohnehin nicht gerade rosig“ so Lehmann. „Hätte man den notwendigen Lärmschutz der Anwohner durch Umgehungsstraßen und im Raum Schwalm-Eder beziehungsweise Marburg endlich die Fertigstellung der A 49 realisiert, so hätte man dieses Problem jetzt wohl nicht. Zudem ist zu befürchten, dass weitere Kommunen beim hessischen Minister vorstellig werden, um eine Ausgrenzung des Transportverkehrs zu erreichen, unbeschadet aller Nachteile für die Wirtschaft. Um eine Trennung des Wirtschaftsverkehrs von Wohngebieten zu erreichen, wird man um den Bau von Umgehungsstraßen nicht herum kommen. Hier hat die Politik eindeutig versagt. Um diese schwierige Situation für die heimische Wirtschaft zu entschärfen, ist bis zu einem Ausbau der Verkehrswege zumindest eine generelle Ausnahmegenehmigung für den regionalen Ziel- und Quellverkehr erforderlich“. (red)



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