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MT bestätigt Hans-Jörg Engler als Leichtathletik-Chef

Computergesteuerte Zeitmessanlageim Wert von 20.000 Euro soll angeschafft werden

Melsungen. Auf ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr konnte der Melsunger Leichtathletik-Chef Hans-Jörg Engler beim traditionellen Jahrestreffen der Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter und Helfer zurückschauen. 14 Siege bei den Landesmeisterschaften, 19 erste Plätze bei den nordhessischen Titelkämpfen und nicht zuletzt die stolze Zahl von zwölf Platzierungen in der Deutschen Bestenliste sprechen für eine positive Entwicklung in der Melsunger Leichtathletik. Außerdem erhielten Celine Kühnert, Robin Kästner und Henri Alter eine Berufung in die hessische Auswahlmannschaft und waren wertvolle Punktesammler beim Verbändekampf zwischen Hessen, Bayern und Württemberg.

Beim Kreissparkassen-Cup setzten sich die Melsunger Mädchen zum dritten Mal souverän durch. Aber im Vorjahr konnten auch die Melsunger Schüler diesen Sparkassen-Pokal gewinnen. Wer diese spannenden Wettbewerbe in Gudensberg miterlebt hat, wird sie nicht vergessen. Teamgeist made in Melsungen – das könnte ein Qualitätssiegel in der Schülerleichtathletik werden.

Freude bereitete dem MT-Chef auch, dass mit Hella Böker, Harry Geier und Uwe Krah wieder drei erfahrene und vor allem erfolgreiche Senioren zur Melsunger Turngemeinde zurückkehrten.  Damit wurde das Senioren-Team um Norbert Weinreich erheblich verstärkt.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Engler auf die Leichtathletik-Veranstaltungen in Melsungen ein, die alle gut besucht waren und ohne Beanstandungen zur vollen Zufriedenheit der Wettkämpfer abgewickelt wurden. Engler appellierte an die Versammlungsteilnehmer sich noch mehr zu engagieren. Vor allem sei das Kampfrichterproblem nach wie vor prekär. Sportfeste können eben nur mit ausgebildeten Kampfrichtern durchgeführt werden.

Zum Abschluss seiner Rede sprach der MT-Chef den Dank an seine Mitarbeiter im Vorstand und in der Abteilung aus, aber auch allen, die im Vorjahr geholfen hatten, das Leichtathletik-Schiff in den letzten beiden Jahren auf flotter Fahrt zu halten. Er dankte dabei besonders Astrid Schaper, Uwe Tomaselli, Ulf Ludwig und Alwin J. Wagner, die als engagierte Trainer die über 60 Kinder Woche für Woche motivieren und begeistern konnten.

Ein wenig lebhaft wurde es  beim Thema „Sponsoring“ und „Stadtsporthalle“, wo  Alwin J. Wagner,  auf die in Melsungen und Nordhessen fehlenden Sponsoren für die Leichtathletik hinwies. Durch Sponsoring einzelner Personen oder durch Firmen wird bereits ein wichtiger Beitrag für die Leichtathletik geleistet, denn viele Projekte und Veranstaltungen sind ohne diese Art von Unterstützung nicht realisierbar. Aber dennoch fehlten den Leichtathleten Sponsoren, die es ermöglichten, die guten talentierten Schüler und Jugendlichen unter optimalen Voraussetzungen trainieren und weiter betreuen zu können. „Andere Vereine fahren mit ihren besten Nachwuchsathleten in ein Trainingslager, um sich auf die Meisterschaften vorzubereiten. Wir konnten in diesem Jahr bereits zum dritten Mal nicht in der Stadtsporthalle trainieren, weil diese nicht aufgeschlossen wurde“, sagte Wagner und hofft, dass die guten Leistungen der Melsunger Schülerinnen und Schüler von den Melsunger Sponsoren noch besser anerkannt werden und die Gelder nicht nur in eine bestimmte Richtung fließen.

Wagner beklagte auch die nicht so guten Trainingsbedingungen, die bedingt durch den langen Winter mit Schnee und Kälte im Melsunger Waldstadion hervorgerufen wurden. In ganz Nordhessen gäbe es keine Leichtathletikhalle mit eine 200m-Rundbahn und überhöhten Kurven.  Die Spitzenathleten hätten zum Training nach Stadtallendorf oder gar bis nach Paderborn fahren müssen, was nicht nur viel Geld, sondern vor allem auch viel Zeit gekostet hätte. Beim Bau einer großen Funktionshalle in Kassel sollte man deshalb nicht nur an Eishockey und Handball denken, sondern auch die Leichtathleten in Nordhessen berücksichtigen. Da man in der Stadtsporthalle nur einmal in der Woche die gesamte Halle plus Anbau benutzen konnte,  hatte man gegen die Vereine in Mittel- und vor allem in Südhessen erhebliche Nachteile bereits beim Training und somit auch bei den Hallenwettkämpfen.

Einmütigkeit bestand über die vorbildliche Arbeit des Schatzmeisters Michael Langhorst, der seinen Bericht nicht nur mit schwarzen Zahlen abschloss, sondern eine für jedermann gut detaillierte Übersicht vorlegte. Vor der Entlastung des Vorstandes dankte Engler der ausscheidenden Christina Kühnert für deren vorbildliche Arbeit als stellvertretende Vorsitzende. Auch die Versammlung dankte Hans-Jörg Engler und seiner Mannschaft für die geleistete Aufgaben.  Die Neuwahlen, die immer einstimmig erfolgten, bestätigten die gute Arbeit der Abteilungsführung. Hans-Jörg Enlger wurde für weitere zwei Jahre einstimmig als Abteilungsleiter der MT-Leichtathleten gewählt.  Als Vertreter fungiert für Christina Kühnert Dr. Berthold Alter.

Zum Abschluss der Versammlung trafen die Anwesenden eine wichtige Entscheidung: Da die elektronische Zeitmessung in der Leichtathletik die Zeitnahme per Handstoppung weitgehend abgelöst hat, entschieden sie die Versammlungsteilnehmer mit zwei Enthaltungen zum Kauf einer computergesteuerten Zeitmessanlage zum Gesamtpreis von fast 20 000 Euro. Der Wettkampfausschuss des Deutsches Leichtathletik-Verbandes entschied bereits vor zwei Jahren, dass die Laufleistungen ab den 14-jährigen Jungen und Mädchen  nur noch in den Bestenlisten aufgenommen werden, wenn sie elektronisch erfasst worden sind. Denn im Gegensatz zur Handstoppung durch die Kampfrichter entfällt bei der elektronischen Zeitmessung die Problematik der Ungenauigkeit, die bei der Handstoppung durch die menschliche Reaktionszeit der Kampfrichter besteht. Die Verantwortlichen der Melsunger Leichtathletik-Abteilung mussten sich entscheiden: entweder in Zukunft nur noch Sportfeste in den Wurf- und Sprungdisziplinen auszutragen oder durch eine elektronische Zeitmessanlage die Veranstaltungen in Melsungen aufzuwerten, da jetzt auch national und internationale Läuferinnen und Läufer in Melsungen starten und gewertet werden können. (ajw)



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