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Fonds hilft Kleinunternehmen aus der Kreditklemme

Minister Posch und Weimar: „Das Land lässt den Mittelstand nicht im Stich“

Hessen. Hessische Kleinunternehmen können ab sofort bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) Kreditmittel aus einem neuen Kreditprogramm für kapitalschwache Betriebe mit bis zu 15 Beschäftigten beantragen. Darauf wiesen heute in Wiesbaden Finanzminister Karlheinz Weimar und Wirtschaftsminister Dieter Posch hin. Die Hessische Landesregierung hatte den Fonds im Januar aufgelegt, um die drohende Kreditklemme zu bekämpfen und Kleinbetriebe schnell und unbürokratisch mit Kapital zu versorgen. Jetzt sind zwischen dem Land und der WIBank alle Details geklärt, und das Programm kann starten. „Gerade in der Folge der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise kommen viele kleinere Betriebe kaum an Kredite. Dem verschaffen wir mit unserem Fonds gezielt und langfristig Abhilfe“, beschrieb der Finanzminister das Ziel des neuen Kreditprogramms.

„Der Fonds ist exakt auf die Bedürfnisse von Kleinbetrieben zugeschnitten“, unterstrich Wirtschaftsminister Posch. „Mit dem neuen Angebot zeigt die Landesregierung, dass sie sich gezielt für die Belange des Mittelstandes und der kleineren Wirtschaftsbetriebe in Hessen einsetzt.“ Ziel ist es laut Posch, finanzschwachen Firmen, die allerdings keine Sanierungsfälle sein dürfen, Mittel für den laufenden Betrieb bereitzustellen. Aus dem zunächst mit 30 Mio. Euro ausgestatteten Förderprogramm könnten kleine Betriebe nach einem verkürzten Prüfverfahren Darlehen erhalten. Dazu gewähre der Fonds Nachrangdarlehen in Höhe von 25.000 bis 75.000 Euro. Der Wirtschaftsminister dazu: „Das hilft effektiv, etwa wenn Aufträge vorfinanziert werden müssen. Etwa 400 bis 500 Betriebe können davon profitieren.“ Weil der Fonds Darlehen gewähre, die als wirtschaftliches Eigenkapital gelten, hätten es die Betriebe zudem künftig leichter, weitere Kredite aufzunehmen. „Eine höhere Eigenkapitalquote verbessert schließlich langfristig das Rating der Unternehmen“, so Posch.

Finanzminister Weimar machte deutlich, dass es sich bei dem zunächst bis zum Ende dieses Jahres befristeten Programm nicht um ein staatliches Kreditersatzprogramm handelt. Das Angebot sehe vielmehr vor, dass die Unternehmen bei ihrer Hausbank ein zusätzliches Darlehen über mindestens die Hälfte der Summe der Landeshilfen aufnehmen. „Damit wird auch die Kreditwirtschaft eng eingebunden, weil sie im Eigenrisiko zusätzliche Mittel bereitstellen muss“, sagte der Minister. Entstanden ist die Idee zu dem Fonds in Zusammenarbeit von Hessischem Handwerkstag und der Initiative Zukunftsforum Finanzplatz Frankfurt. Abgewickelt wird er über die WIBank. Das Land übernimmt die Garantie für die Absicherung der Refinanzierung in Höhe von bis zu 30 Mio. Euro.

Der Fonds ist nach Angaben von Wirtschaftsminister Posch nicht das einzige Angebot der Hessischen Landesregierung zur Stärkung des Eigenkapitals von mittelständischen Unternehmen. „Hinzu kommen noch zinsverbilligte Darlehen für kleine und mittlere Unternehmen aus dem Kreditprogramm für Gründung und Wachstum, das in meinem Haus angesiedelt ist“, so der Wirtschaftsminister. Das Land habe zudem schon im November 2008 den Rahmen für Betriebsmittelbürgschaften deutlich ausgeweitet, um den Unternehmen im ganzen Land in der Krise zur Seite zu stehen.

Interessenten wenden sich an ihre jeweilige Hausbank, damit diese die Gewährung eines Darlehens aus dem Förderprogramm „Kapital für Kleinunternehmen“ bei der WIBank beantragt. Endkreditnehmer können Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und freiberuflich Tätige sein. Die weiteren Einzelheiten und Ansprechpartner sind auf der Internetseite der WIBank veröffentlicht: www.wibank.de (red)



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