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Janina Rohde war in Borken die Königin der Ringe

Henri Alter verbessert den neun Jahre alten Kreisrekord im Speerwerfen

Borken/Melsungen. Von einem Feuerwerk guter Leistungen bei den nordhessischen Meisterschaften in den Wurf- und Stoßwettbewerben zu sprechen, wäre sicher übertrieben, aber mehr als „Hausmannskost“ boten die besten nordhessischen Werferinnen und Werfer allemal, denn die Meisterschaften standen in vielen Wettbewerben auf einem guten Niveau.  Zu den Höhepunkten gehörten sicherlich die beiden hessischen Jahresbestleistungen von Janina Rohde (MT 1861 Melsungen) für den Bereich der B-Schülerinnen im Kugelstoßen und Diskuswerfen sowie der neue Kreisrekord im Speerwerfen der A-Schüler durch Henri Alter.

Nach ihren drei Siegen bei den Vorjahresmeisterschaften, wo sich Janina Rohde sowohl  mit dem Diskus (27,02 m), dem Speer (20,49 m) und auch mit der  Kugel (7,99 m)  klar in ihrer Altersklasse durchsetzen konnte,  sicherte  sich die Dreizehnjährige bei den diesjährigen Meisterschaften die Nordhessentitel vier und fünf. Vor allem war ihr nach dem Sieg im Diskuswerfen Erleichterung anzumerken, denn nach ihrem enttäuschenden Saisonauftakt vor einer Woche in Twiste (24,50 m), schleuderte sie die Wurfscheibe mit 30,64 Meter zum ersten Mal über die 30m-Marke und verbesserte ihre Jahresbestleistung um mehr als sechs Meter.

Jubelnd riss sie nach ihrem fünften Versuch die Arme nach oben, denn sie hatte mit ihren 30,64 Meter  die seit dem zweiten Durchgang führende Juliane Schulze  (LAV Kassel) um 0,42 Meter übertroffen und damit ihre Bestweite aus dem Vorjahr um  3,37 Meter gesteigert.  Nachdem  sich J. Schulze im sechsten und damit letzten Versuch nicht mehr verbessern konnte, gab es für Janinas Sieg keinen Zweifel mehr. Die Drittplazierte –  Marina Hager (Kassel) hatte bis dahin  21,94 Meter erreicht und war nicht in der Lage, Janina als „Königin des Wurfringes“ noch vom Thron zu stoßen. Ihre Skepsis vor diesen Meisterschaften war neben den berechtigten Vorbehalten sicher auch etwas „Understatement“, denn dass sie nervenstark und zum richtigen Zeitpunkt immer in Form ist, hatte sie schon mehrmals bewiesen. Aber ihr entspanntes und zufriedenes Gesicht bei der Siegerehrung sprach Bände.

Auch im Kugelstoßen erwies sich das Melsunger Wurftalent als souveräne Siegerin. Bei ihrer Titelverteidigung verbesserte sie sich auf 10,72 m und legte seit ihrer Vorjahresmeisterschaft fast drei Meter zu. In Borken hatte sie am Ende über zwei Meter Vorsprung vor Clara Friedrich (Kassel) und hätte sogar den Titel bei den A-Schülerinnen gewonnen, denn im Wettbewerb der Altersklasse der W14 erreichte die Siegerin 9,34 Meter.

Für einen weiteren Paukenschlag sorgte der Melsunger Henri Alter. Nachdem er am vergangenen Wochenende in Warendorf deutscher Vizemeister im Steinstoßen werden konnte, überzeugte er bei den Nordhessischen Meisterschaften mit einem neuen Kreisrekord im Speerwerfen. Bereits beim Einwerfen untermauerte Henri Alter seine guten Trainingswürfe, als er mit nur drei Schritten Anlauf über die 40m-Marke warf.  Sein erster Wettkampfwurf segelte bereits zwei Meter über die bisherige Rekordmarke von Oleg Anikin (LG Remsfeld), der an gleicher Stätte vor neun Jahren 43,93 Meter erreicht hatte.  Aber der Kampfrichter hob die rote Fahne und zeigte damit an, dass der Wurf ungültig war. Henri Alter hatte nämlich die weiße Abwurflinie kurz berührt und verstieß damit gegen die Wettkampfregel. In seinem zweiten Versuch verbesserte er mit 42,95 Meter seinen Hausrekord aus dem Vorjahr um 1,84 Meter, doch seine Lockerheit war irgendwie verschwunden, und so schlichen sich auch technische Fehler beim Abwurf ein.

Nach 39,08 und 38,58 Meter ließ er im fünften Durchgang 41,21 Meter folgen. Moritz Lange aus Geismar hatte sich zwar mit seinem letzten Wurf auf 39,78 Meter verbessert, konnte aber Henri Alter nicht mehr einholen. So blieb Henri Alter bei seinem letzten Wurf locker wie im Training und katapultierte den 600 Gramm schweren Speer auf die neue Rekordweite von 44,53 m. „Nachdem es im Training so gut lief, hatte ich mit einer Rekordverbesserung gerechnet“, sagte Alwin J. Wagner und hofft, dass sein Schützling in dieser Saison dicht an die 50m-Marke herankommen wird.

Das positive Bild dieser aus Melsunger Sicht gelungenen Meisterschaften rundeten Janina Rohde und der gleichaltrige Tobias Ludwig als Zweite (28,80 m) bzw. Dritter (28,77 m ) im Speerwerfen  ab. (ajw)



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