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Buchlesung mit Dr. Andreas Kossert

Trutzhain. Der Historiker und Schriftsteller Dr. Andreas Kossert kommt zu einer Buchlesung am Mittwoch, 30. Juni, nach Trutzhain. Im Rahmen der Festwoche zur 60. Quinauer Wallfahrt, die unter dem Motto „Glaube verbindet über Grenzen hinweg“ steht, wird Andreas Kossert um 19 Uhr in der Wallfahrtskirche Maria Hilf aus seinem Buch „Kalte Heimat – Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945“ lesen. In dem Bestseller wird das Schicksal der Flüchtlinge und Vertriebenen in der jungen Bundesrepublik thematisiert. Auch die Quinauer Wallfahrt in Trutzhain ist darin beschrieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen mehr als 14 Millionen Menschen aus den deutschen Ostgebieten, der überwiegende Teil in die westlichen Besatzungszonen. Diejenigen, die Flucht und Vertreibung überlebt hatten, fühlten sich von ihren deutschen Landsleuten aber nicht aufgenommen, sondern ausgegrenzt. „Endlich ist diese verworrene und traurige Geschichte der Menschen dokumentiert, die nach 1945 von ihren eigenen Landsleuten ausgegrenzt wurden“, äußerte sich Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass über Kosserts Buch.

Der Eintritt für die Buchlesung ist frei. Um Spenden für den Erhalt der Wallfahrtskirche im tschechischen Kvetnov (Quinau) wird gebeten. Seit 2008 ist die stark beschädigte Wallfahrtskirche wieder im Besitz der Kirche und wird renoviert. Im Anschluss an die Buchlesung besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum Gespräch mit dem Autor im Pfarrgarten. Zudem können Bücher des Autoren erworben werden.

Zur Person
Andreas Kossert wurde 1970 geboren. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Slawistik. Im Jahr 2000 schloss er seine Studien mit einer Dissertation zum Thema “Preußen, Deutsche oder Polen? Die Masuren im Spannungsfeld des ethnischen Nationalismus 1870-1956″ an der Freien Universität Berlin ab. Von 2001 bis 2009 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Warschau. Im Sommersemester 2007 war er als Gastprofessor für Polnische Landes- und Kulturstudien an der Technischen Universität Dresden tätig. Seit Januar 2010 ist er wissenschaftlicher Referent bei der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung am Deutschen Historischen Museum in Berlin.

Wallfahrt
Die Quinauer Wallfahrt wurde nach der Vertreibung der Deutschen aus Böhmen erstmals 1949/1950 wieder in der Barackensiedlung Trutzhain, dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager STALAG IX A Ziegenhain, gefeiert. Der Ort Trutzhain, so wie viele katholische Kirchengemeinden in Nordhessen, sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch Flüchtlinge und Vertriebene gegründet worden. Die Quinauer Wallfahrt wird seither im tschechischen Kvetnov (Quinau) und in Trutzhain gefeiert und verbindet beide Wallfahrtsorte miteinander.

Das Festprogramm zur Jubiläumswallfahrt beginnt am 26. Juni und findet seinen Höhepunkt in der Festmesse am Wallfahrtssonntag, 4. Juli.  Die Heilige Messe wird um 10 Uhr der Fuldaer Bischof Heinz-Josef Algermissen mit den Gläubigen feiern. Weitere Informationen: www.maria-hilf-trutzhain.de.



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