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Alltagsmanager sind gefragt

Akademietage an der Hephata-Akademie für soziale Berufe

Schwalmstadt-Treysa. Zum ersten Mal fanden vom 31. Mai bis 2. Juni in der Hephata-Akademie  für soziale Berufe die Akademietage statt. Deren Ziel war es, so Organisator Matthias Epperlein-Trümner, Dozent der Hephata-Akademie, verschiedene Ausbildungsgänge miteinander ins Gespräch zu bringen. Auch, damit im späteren Berufsleben die Arbeit in multiprofessionellen Teams besser gelingt. Heilerziehungs- und Altenpfleger haben bei den Akademietagen erfahren, was Erzieher können. Diakone und Heilpädagogen wissen nun genauer, wie Altenpfleger- und Heilerziehungspfleger denken. Die beiden Berufspraktikantenklassen haben einander ihre Projektarbeiten aus dem Berufspraktikum vorgestellt. Die Oberstufen haben interessante Ausblicke und Anregungen bekommen, was sie im nächsten Jahr im eigenen Berufspraktikum unternehmen könnten.

Die Auszubildenden blieben aber nicht nur unter sich. Zum Auftakt der Akademietage sprach Irene Waller-Kächele, Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland, Stuttgart, über Zukunftsperspektiven und Veränderungstendenzen im Gefüge sozialer Berufe. In Zukunft werde es, so Waller-Kächele, immer stärker um den Erwerb spezifischer Kompetenzen gehen, vielleicht eine Grundausbildung, auf die immer neue Spezialisierungen und die Fähigkeit zur Arbeit in multiprofessionellen Teams aufbauten: „Kein Abschluss ohne Anschluss.“

Anschließend stellten Vertreter aus den Geschäftsbereichen Hephatas dar, welche Anforderungen sie an ihre zukünftigen Mitarbeitenden stellen. Um Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen zu ermöglichen, brauche es die Kompetenz zur Netzwerkarbeit, in der sich alle in ihren jeweiligen Professionen ernst nehmen und ihre Fachlichkeiten austauschen. „Die Arbeit wird bunter“, so Frank Keller, Geschäftsbereich Behindertenhilfe Hephata.

Reinhart Darmstadt, Geschäftsbereich Jugendhilfe Hephata, wies darauf hin, dass auch in anderen Bereichen die Arbeitsfelder zusammenwachsen: Kinder mit und ohne Behinderungen würden in gar nicht ferner Zukunft zusammen in dieselbe Schule gehen, Kindertagesstätten zu Familienzentren ausgebaut. Das alles erfordere die Fähigkeit zu interdisziplinärer Zusammenarbeit, Team- und Konfliktfähigkeit und im ganzen weiteren Berufsleben arbeitsfeldspezifische Fortbildungen. Dies unterstrich auch Anne Bertelt, Leiterin der Integrativen Kindertagesstätte Hephata. Fachkräfte müssten mit unterschiedlichen Menschen empathisch und akzeptierend in Beziehung treten können und jeden Mensch als eigenständiges Wesen wahrnehmen. Dafür seien Fachkenntnisse und Erfahrungswissen natürlich hilfreich, aber es brauche auch politischen Einsatz, um Menschen unterstützen zu können.

Bei alledem, so Diakonin und Dozentin Simone Brede, stelle sich die Frage nach der Berufsidentität in dauerndem Wandel natürlich immer stärker. Für junge Menschen würden Mentoren – Kollegen, die bereits im Beruf stehen – immer wichtiger, die ihnen helfen, sich in komplexe Arbeitsfelder hineinzufinden. Werner Wieland, Diakoniezentrum Frielendorf, unterstrich für die Altenpflege, dass auch dort sozial-pädagogische Kompetenzen wie Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, sowie Empathie immer nötiger würden. Ebenso wie in der Behinderten- und Jugendhilfe seien Heime das Auslaufmodell. Ambulante Wohnformen würden immer wichtiger, die nicht nur Pflegekompetenz, sondern den „Alltagsmanager“ bräuchten, der „in Netzwerken denken und arbeiten kann“.

Zum Schluss ermutigten alle Podiumsteilnehmer die Studierenden und Auszubildenden. Ihre Berufe seien allesamt gefragt. Es sei ein Glück, so Anne Bertelt, wie viele spannende Dinge man in diesen Berufen erleben könne. (Dr. Thomas Zippert)



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