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„Pioniere gesucht“: DIHK-Gründerreport 2010

Gründungsinteresse steigt auch im IHK-Bezirk

Kassel. Kräftig steigendes Gründingsinteresse, bedingt vor allem durch drohende Erwerbslosigkeit: So lautet das Fazit des DIHK-Gründerreports 2010 „Pioniere gesucht“. 2009 führten die IHKs bundesweit 14 Prozent mehr Gespräche mit Existenzgründern als im Vorjahr, insgesamt 363.501. Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel fiel der Zuwachs etwas geringer aus. An der Gründungsberatung der IHK Kassel nahmen insgesamt 1057 Interessierte (2008: 1003) teil, davon 322 Frauen (2008: 299). „Die Zahlen sind leicht gestiegen um 5,4 Prozent“, bilanziert Carsten Heustock, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik/Unternehmensförderung bei der IHK Kassel. Ein Grund sei, dass 2009 die Wirtschaftskrise die Motivation zur Existenzgründung bei einigen Interessierten deutlich erhöht habe.

„Im Vergleich zu 2008 kamen 7,6 Prozent mehr Frauen zu persönlichen Beratungsgesprächen“, berichtet Heustock. „Früher waren sie zurückhaltender beim Thema Selbstständigkeit.“ In diesem Stadium klopfen IHK-Existenzgründungsberater in intensiven Gesprächen das Gründungsvorhaben auf Schlüssigkeit ab und gegen Tipps zur Finanzierung und Förderung. Persönliche und telefonische Einstiegsgespräche führte die IHK Kassel im vergangenen Jahr mit zirka 3000 Existenzgründern (2008: zirka 2800), davon ein Drittel Gründerinnen.

Bundesweit erkundigten sich nach Informationen des DIHK-Gründerreports mit 16.848 Frauen 13 Prozent mehr als 2008 über das Thema Selbstständigkeit (insgesamt 141.838  – Männer: plus 14 Prozent auf 221.663). Seit dem Höhepunkt des Ich-AG-Booms im Jahr 2004 hat sich der zahlenmäßige Abstand zu den Männern fast halbiert: von 131.699 auf 79.824.
Für 2010 erwartet Heustock einen weiteren Anstieg der Zahlen für den IHK-Bezirk. Gute Chancen für einen Markterfolg sieht er in den Bereichen Regenerative Energien (Handel und Installation), Gesundheitswirtschaft sowie innovative technologieorientierte Gründungen.

Weit vorn lagen 2009 bei den Gründungsberatungen der IHK Kassel die Branchen sonstige Dienstleistungen (zum Beispiel Pflegedienste, Versicherungsvermittler, Hausmeister) mit 37,3 Prozent, Handel (25,9 Prozent) und Gastgewerbe (11,7 Prozent). Die wenigsten Gründungen entfallen auf den Bereich Industrie/Verarbeitendes Gewerbe mit 2,5 Prozent. Im vergangenen Jahr beabsichtigte etwa ein Prozent der Teilnehmer, sich in technologie- beziehungsweise wissensbasierten Bereichen selbstständig zu machen.

Laut Gründerreport gibt es wenige Gründungen mit hohem Innovationspotenzial. Nur sechs Prozent der Gründungsinteressierten streben bundesweit eine Gründung in der Branche Hightech an. Im IHK-Bezirk waren sie 2009 in der Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Energie- und Umwelttechnologien tätig. Heustock: „Zu den größten Hemmnissen für Hightech-Gründer zählen nicht ausreichende Fremdfinanzierungsmöglichkeiten, kein ausreichender Zugang zu Eigenkapitalgebern wie Business Angels sowie kaufmännische Defizite.“ (red)



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