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Alles zum Wohle des Bürgers

Von Tobias Knopp

Pollenbach. Aufgrund der schrecklichen Ereignisse der letzten Tage und Wochen  hat die Gemeinde Pollenbach in ihrer Sitzung vom 30. Juli 2010 beschlossen, die Planungen für die im Jahr 2011  geplante Veranstaltung „Make-Much-More-Love-Parade“  (MMMLP) bis auf weiteres auszusetzen.

Wie Bürgermeister Gotthilf Frithjof Rasenstock (heute parteilos) auf Anfrage unseres Nachrichtenmagazins mitteilt, habe man sich zwar immense Einnahmen durch die Massenveranstaltung mit bis zu 4,8 Millionen Teilnehmern versprochen, allerdings konnte man sich innerhalb des Gemeindevorstandes noch nicht einigen, wessen Kopf rollt, falls es zu sicherheitsbedingten Personenschäden oder – schlimmer noch – zu drastischen Einnahmeausfällen kommen sollte.

Der Vorschlag des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit, Gewerbesteuerung und Prostitutionsförderung, Herrn Amtsrat in Spe Horst Rabenstein (29), man möge doch einfach als „persönlich, wirtschaftlich und politisch haftend“ irgendeinen Namen von einer Person in das Protokoll eintragen, die man „ums Verrecken“ nicht leiden könne, wurde mit zwei zu acht Stimmen abgelehnt. Bürgermeister Rasenstock führte zur Begründung aus, er halte es für nicht durchführbar, die Namen sämtlicher 478 Einwohner Pollenbachs in die äußerst enge Protokollzeile zu quetschen.

Allerdings habe er im Guinnesbuch der Rekorde gelesen, es sei bereits gelungen, die Gesamtausgabe der lutherischen Bibel in gerechter Sprache auf der Rückseite einer Briefmarke niederzuschreiben, was die berechtigte Hoffnung zulasse, dass es eine realistische Lösung für dieses Problem gebe. Bis dahin allerdings werde die Planung für die MMMLP 2011 auf Eis gelegt.

Mit nur einer Gegenstimme angenommen wurde dagegen der Vorschlag des Vorsitzenden der Fraktion der Freien Blockwarte Pollenbach (FBP), Woldemar Eisenschmitt (63). Demnach soll – gewissermaßen als Kompensation für die zu erwartenden Einnahmeausfälle der verschobenen MMMLP 2011 – nun im Gemeinderathaus ein kostenpflichtiges Fortbildungsprogramm für Niederhessische Bürgermeister aufgelegt werden.

Pollenbach solle dabei die Rolle einer Pilotregion zukommen, die hessenweit verpflichtende Fortbildungskurse erarbeite. Ziel sei es auch, neben einer zusätzlichen Befähigung der im Amt befindlichen Bürgermeister die eigene Gemeindekasse langfristig zu stützen. Konzeptionell schlage er vor, Fortbildungen mit folgenden Themen anzubieten:

–   „Sesselkleben leicht gemacht“ Inhalt: wie rette ich meine Bezüge, meine Pensionsansprüche, mein Image und meinen Hintern, wenn ich mal so richtig Schei**** gebaut habe?
–    „Fahrtenbuch Fälschen für Dummies“ Inhalt: Richtiges Herausreißen und spurloses Beseitigen von Urkunden, Fälschen von Einträgen und zwanglos- kreative Reproduktion von Dienstsiegeln und Unterschriften. Teilnahmevoraussetzung ist allerdings die erfolgreiche Absolvierung der Veranstaltung „Sesselkleben leicht gemacht“
–    „Von Alaska nach Feuerland“ Inhalt: wie man unauffällig zu Lasten der Allgemeinheit Gesinnungsgenossen aus dem Urlaub abholen und zu Bagatellabstimmungen karren lässt
–    „Ringlein, Ringlein, Du musst wandern“ Inhalt: Gold- und Diamantengeschmeide auf Kosten des Gemeindehaushalts günstig durch afrikanische Kinderhände anfertigen lassen, um sie rechtzeitig vor der Haushaltsprüfung einzelnen Verantwortlichen der Aufsichtsbehörde zuzustecken
–    „Hilfe, meine Gemeindeverwaltung quietscht“ Inhalt: Brainstorming, was  Antragsteller von Baugenehmigungen, Empfänger von Bauaufträgen und Führerscheinlose tun könnten, um quietschende Verwaltungsstrukturen zu schmieren
–    „Phantasievolle Überstundenabrechnung“ Inhalt: Wie man Überstundenkonten so manipuliert, das man mit 30 in Pension gehen kann
–    „Vetternwirtschaft leicht gemacht“ Inhalt: Wie man selbst seiner 96-jährigen Ur-Großmutter noch einen unkündbaren Verwaltungsjob mit Traumgehalt, Dienstwagen und unbegrenzten Pensionsansprüchen verschafft
–    „Jagdkurs: Singende Vögel abschießen, präparieren, einfrieren“ Inhalt: Wie man Informanten, mündige Bürger und politische Gegner wegmobbt, einnordet oder kalt stellt
–   „Fahrsicherheitstraining für Personen des öffentlichen Lebens mit Vorbildfunktion“ Inhalt: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ oder „von der Schwierigkeit, im Vollsuff Verkehrshindernissen ausweichen“ (Gastreferentin: Bischöfin a.D. Margit Kußmann)

Die Vertreterin der ARGE Pollenbach, Isetta Redlich (50), ließ im Nachgang der Sitzung ergänzend wissen, man sei in der Lage, entsprechende Fortbildungsräume zur Verfügung zu stellen, sobald es ihre Fallmanager geschafft hätten, die letzten beiden Kunden hinauszuprügeln. Das erweise sich allerdings als schwierig, weil dieses Geschmeiß darauf beharre, karge Versicherungsleistungen für jahrzehntelange üppige Beitragszahlungen in Anspruch zu nehmen.

Die nächste Zusammenkunft des Gemeindevorstandes wird voraussichtlich am 17. September 2010 stattfinden. Wie man hört, soll eine öffentliche Einladung aus bekannten Gründen besser nicht ergehen.

Als Haupttagesordnungspunkt referiert dann Sabine Schnuck (Märkel Pharmazie KG Essen). Sie beabsichtigt, ihre neuste pharmazeutische Entwicklung vorzustellen, namentlich ein Präparat, das gegen chronisches Sesselpupsen wirkt, dafür aber für ein lügendetektorsicheres und lang anhaltendes Vergessen sorgt.

Wir werden zu gegebener Zeit berichten!

Foto: *pixelio.de/**Rainer Sturm



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