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Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung bis 2030

Hessen. Das Hessische Statistische Landesamt hat die Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (KBV) für das Land Hessen aktualisiert und auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte berechnet. Demnach ist für Hessen eine Abnahme der Bevölkerungszahl von 6,065 Millionen (Basis: 31.12.2008) auf 5,797 Millionen oder um 4,3 Prozent im Jahr 2030 zu erwarten. Die Einwohnerzahlen in den Landkreisen und kreisfreien Städten werden sich sehr unterschiedlich entwickeln. Mit leichten Bevölkerungszuwächsen ist in den Städten Frankfurt am Main, Darmstadt und Wiesbaden sowie im Main-Taunus-Kreis zu rechnen. Während für die Stadt Offenbach am Main eine stagnierende Bevölkerungszahl erwartet wird, ist für die Stadt Kassel sowie die übrigen 20 Landkreise mit Abnahmen zu rechnen.

Moderate Einwohnerverluste (bis zu fünf Prozent) zeichnen sich in nahezu allen Landkreisen des Regierungsbezirks Darmstadt sowie im mittelhessischen Landkreis Gießen ab. Starke Bevölkerungsrückgänge werden nach derzeitigen Erkenntnissen in den nordhessischen Landkreisen erwartet, am stärksten mit knapp minus 18 Prozent im Werra-Meißner-Kreis.

Ursachen für die unterschiedlichen Entwicklungen sind deutliche Differenzen der natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten und Sterbefälle) sowie der Wanderungen, die sich aufgrund der örtlichen Altersstruktur und des Geburtenniveaus sowie der Attraktivität der Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte für Zuzüge abzeichnen.

Im Vergleich zur Entwicklung der Einwohnerzahl verläuft die Alterung der Gesellschaft dynamischer. Die Zahl der 65-Jährigen oder Älteren nimmt bis 2030 landesweit um 31 Prozent auf 1,575 Millionen zu. Somit steigt deren Anteil von heute knapp 20 Prozent auf rund 27 Prozent im Jahr 2030. Infolge dieser Entwicklung steigt das Durchschnittsalter um 4,4 Jahre auf 47,4 Jahre.

Der Alterungsprozess setzt sich in allen Landkreisen und kreisfreien Städten fort. Die stärkste Zunahme der 65-Jährigen oder älteren Personen ist im Landkreis Darmstadt-Dieburg (plus 45 Prozent) zu erwarten, die schwächste im Werra-Meißner-Kreis (13 Prozent) und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (15 Prozent), wobei diese Landkreise schon jetzt einen hohen Anteil an älteren Einwohnern haben. Ein weit überdurchschnittlicher Anstieg der älteren Generation zeichnet sich zudem im Wetteraukreis, im Kreis Marburg-Biedenkopf und im Landkreis Gießen mit 41 beziehungsweise 40 Prozent ab. Die Bevölkerung der Stadt Offenbach am Main wird 2030 mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren dann noch immer die jüngste in Hessen sein, die des Werra-Meißner-Kreises mit 50,4 Jahren die älteste.

Den Berechnungen des Hessischen Statistischen Landesamtes liegen die Annahmen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung zugrunde. Weitere Informationen zu den Annahmen und ausgewählte Ergebnisse zu den Modellrechnungen sind ab sofort im Internet unter www.statistik-hessen.de verfügbar. Hier kann auch der Statistische Bericht „Bevölkerung in Hessen 2060“ herunter geladen werden. Er enthält neben den methodischen Erläuterungen Ergebnisse in tabellarischer Form sowie entsprechende Schaubilder. (red)



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