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Krankenhaus Homberg – Schließung der stationären Abteilungen

DGB: Das ist Gesundheitsversorgung nach Kassenlage

Homberg. Der nordhessische DGB-Vorsitzende, Michael Rudolph, zeigte sich empört über die Schließung der stationären Abteilungen im Homberger Krankenhaus. Asklepios habe bei der Übernahme der Krankenhäuser versprochen, den Standort zu erhalten. „Das war eine bewusste Blendung, um den Privatisierungswillen in der Politik zu stärken“, sagte Michael Rudolph, „ich hoffe, dass den Befürwortern des Verkaufes im Kreistag nun endlich die Augen aufgehen“.

Marktkriterien bedeuten das Aus für kleine Standorte
DGB und ver.di hatten bereits vor der Privatisierung darauf hingewiesen, dass die Marktlogik immer eine Gesundheitsversorgung nach Kassenlage bedeute und nicht den Anforderungen eines ortsnahen Angebotes folge. Somit seien vor allem kleine Krankenhäuser bedroht, da dort keine hohen Gewinne erwirtschaftet werden. „Das hat sich nun früher bewahrheitet als befürchtet und die Leidtragenden der reinen Gewinnorientierung sind die Patienten und die Beschäftigten“, so Michael Rudolph.

Jetzt müsse darüber diskutiert werden, ob einem privaten Konzern weiterhin getraut werden kann oder die Häuser wieder in öffentliche Hand geholt werden. Schließlich läge die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung immer noch beim Landkreis.

ver.di kritisiert Glaubwürdigkeit von Asklepios
Scharfe Kritik an der Schließung kommt auch von der Gewerkschaft ver.di. Die Beschäftigten wurden bereits mehrfach zu Kasse gebeten. 130 Mitarbeiterinnen haben ihre Arbeit verloren und die verbleibenden Beschäftigten auf Teile ihres Einkommens verzichtet. „Jetzt werden weitere Arbeitsplätze vernichtet, das ist ein Schlag mitten ins Gesicht“, kritisiert Klaus Bölling von der ver.di Betriebsgruppe. Kolleginnen und Kollegen, die seit Jahren mit befristeten Verträgen beschäftigt sind verlieren nun ihren Arbeitsplatz.

Den Versprechen von Asklepios, die Arbeitsplätze an anderen Standorten aufzustocken, schenkt auch Gewerkschaftssekretärin Heike Grau wenig Vertrauen. „Asklepios ist nicht gerade bekannt dafür, sich an seine Zusagen zu halten. Das hat das Unternehmen gestern erst wieder gezeigt“, sagte sie und kündigt an, Gewerkschaft und Betriebsrat würden sich nun für den Erhalt der Arbeitsplätze an anderer Stelle und eine Entschädigung der von der Verlagerung betroffenen Beschäftigten einsetzen. Dann werde man sehen, welchen Wert die Aussage von Regionalgeschäftsführer Fellermann habe, die Schließung führe nicht zu betriebsbedingten Kündigungen. (red)



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