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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Solidarisch mit den Milchbauern

Landwirt marschierte in Holzschuhen für faire Milchpreise

Borken. Ein ungewohntes Bild bot sich am Mittwochnachmittag des 25. August den Besuchern des Rathauses. Eine schwarz-rot-gold bemalte Kuh stand vor dem Verwaltungsgebäude. Daneben Landwirt Otto Schöneweis aus Braunau. Mit dem Rucksack auf dem Rücken, in dem eine große Fahne steckte und an dem eine leere Tüte Milch baumelte. Dazu Holzpantinen in Nationalfarben an den Füßen. Und alle Utensilien, von der Dekoration bis zu den Holzschuhen trugen die Aufschrift: „Die faire Milch.“

115.000 Schritte
Rund 115.000 Schritte hatte Otto Schöneweis auf seiner Zwei-Tages-Wanderung von Braunau über Fritzlar und Gudensberg nach Kassel und von dort über Guxhagen, Felsberg und Wabern bis nach Borken zurückgelegt. Es war ein Marsch für faire Milchpreise, gegen Preisdumping und Spekulation. Die ungewöhnliche Wanderung erfolgte in Kooperation mit dem Bund deutscher Milchviehhalter und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Die Aktion „Die faire Milch“ sichert den Milchbauern einen Preis von 40 Cent statt 25 Cent pro Liter. Vertrieben wird die Milch über die Handelsketten Tegut und Rewe.

Unterstützung zugesagt
Bürgermeister Bernd Heßler hieß Otto Schöneweis in Borken herzlich willkommen und begrüßte die Aktion. „Wir sitzen in einem Boot. Durch die Schließung der Borkener Molkerei habe man erfahren, was es heißt, vom Großkonzern abhängig zu sein. Versprechen wurden nicht eingehalten und gelitten haben darunter die Landwirte“, stellte er klar. Bürgermeister Bernd Heßler sagte den Milchbauern Unterstützung zu. So bot er einen kostenlosen Stand beim 4. Brat- und Wurstmarkt am 26. September in Borken an und die Verwaltung werde Schritte in die Wege leiten, die kommunalen Kindertagesstätten und Kindergärten künftig mit der „Fairen Milch“ zu beliefern.

An allen Etappenorten der Protestwanderung, so Milchbauer Otto Schöneweis, sei er freundlich empfangen worden. Doch das jemand seine wirtschaftlichen Sorgen und Gedanken zum Thema einbringt und gleich Vorschläge für das Modell „Faire Milch“ macht, sei einmalig. Und schon deshalb sagte er seine Beteiligung beim Brat- und Wurstmarkt zu. (sb)



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