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Reflektieren und unterstützen

Mentorinnen und Mentoren für Hilfe beim Studiengang Soziale Arbeit ausgezeichnet

Kassel. 22 Mentorinnen und Mentoren wurden im Kasseler Haus der Kirche für ihr Engagement bei der Nachwuchsbegleitung im Studiengang Soziale Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt/Hephata (EFHD) geehrt. Oberlandeskirchenrat Dr. Frithard Scholz, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), und Oberkirchenrätin Ines Flemming, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), übergaben in einem Festakt den neun Diakonen und zwölf Gemeindepädagogen die Zertifikate zur Würdigung ihres meist ehrenamtlichen Einsatzes.

Die Frauen und Männer hatten Studierende in den ersten sechs Semestern ihres Studiums der Sozialen Arbeit in Verbindung mit der gemeindepädagogisch-diakonischen Qualifikation begleitet und in regelmäßigen Gesprächen unterstützt, teilte Diakonin Simone Brede von der Diakonischen Gemeinschaft und der Hephata-Akademie mit. „Die Frage nach der eigenen beruflichen Identitätsentwicklung als Professionelle in der Sozialen Arbeit und gleichzeitig als im Diakonat tätige Person wird im Studium als eine der Kernfrage der Studierenden wahrgenommen“, erläuterte die Programmleitung für das Mentoringprogramm. Von Beginn an wird den Studierenden die Praxis unter dieser Perspektive nahe gebracht. Für die Mentoren bedeutet das Begleitinstrument somit auch einen Professionalitätsgewinn. Im Dialog mit den Studierenden reflektieren sie ihre eigene Arbeit immer wieder neu und kommen über aktuelle theoretische Diskurse miteinander ins Gespräch.

Die Präsidentin der EFHD, Prof. Dr. Alexa Köhler-Offierski, stellte die Besonderheit der evangelischen Bildungsvorstellung in den Mittelpunkt ihres Grußwortes: „Im Zentrum von Bildung und Erziehung steht das Individuum in seiner Bezogenheit auf Gott, auf sich selbst, auf die Mitmenschen und auf die Welt und Gesellschaft. Dieser Bildungsbegriff bringt gerade die nicht instrumentalisierbare Zweckfreiheit des lebenslangen Bildungsprozesses zum Ausdruck und trägt so der dem einzelnen Menschen geschenkten Würde Rechnung.“ Ausbildung dürfe deshalb nicht auf die Erwartungen des Arbeitsmarktes reduziert werden. Bildung müsse Professionalität, Verantwortungsfähigkeit in Beruf und Gesellschaft sowie Kompetenz zur individuellen Lebensgestaltung einschließen. Darauf seien alle Studiengänge der EFHD ausgerichtet. In ihnen würden Praxis und Wissenschaft gleichwertig und intensiv aufeinander bezogen.

Hintergrund:

Die EFHD hat 2007 den ersten Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Qualifikation“ an den beiden Studienstandorten in Darmstadt und Hephata in Treysa eröffnet. Er ist einzigartig in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zu ihm gehören Reflektionstage, Berufseinstiegsbegleitung und das Mentoring-Programm. Mentoren und Mentorinnen begleiten die Studierenden über sechs Semester des Studiums mit jeweils drei Gesprächen pro Semester. Darauf werden sie in einer Schulung vorbereitet. Jährlich finden Auswertungstreffen mit allen Beteiligten statt. Der Studiengang ist in der EKKW Voraussetzung für die Einsegnung in das Diakonenamt. In der EKHN ist er Voraussetzung für den Eintritt in den gemeindepädagogischen Dienst. (red)



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