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Elektrofahrzeug TW4XP steht auf dem Siegertreppchen

Washington D.C./Nordhessen. Am heutigen Donnerstag, 16. September, findet in Washington D.C. die Siegerehrung des mit 10 Millionen US-Dollar prämierten internationalen Wettbewerbes „Progressive Insurance Automotive X Prize“ statt. Mit dabei ist das deutsche Team aus dem hessischen Rosenthal, Team TW4XP. Nach dem „finalen Rennen“ und dem darauf folgenden „Validation Stage“ wird dies der letzte Event des Wettbewerbes sein. Mit Spannung werden die offiziellen Ergebnisse des Wettbewerbes erwartet. Der Progressive Automotive X Prize wollte mit diesem international ausgeschriebenen Wettbewerb eine neue Generation von Fahrzeugen inspirieren. Effizienz und Umweltfreundlichkeit stehen auf dem Programm, zudem müssen alle Teilnehmer die Serientauglichkeit ihrer Fahrzeuge beweisen.

Obwohl der Wettbewerb auch für große Autohersteller offen stand, hat sich kein bekannter deutscher Automobilhersteller um diesen weltweit beachteten Preis beworben. Das Teilnehmerfeld besteht hauptsächlich aus kleinen, jungen Unternehmen, welche mit viel persönlichem Einsatz für ihre Vision einer menschen- und umweltfreundlichen Mobilität eintreten.

Um die Leistungen der Fahrzeuge vergleichbar zu machen, wurde der Wettbewerb in drei Klassen unterteilt: Die Mainstream Klasse mit viersitzigen und vierrädrigen Teilnehmern, und zwei alternative Klassen mit der Anforderung an je zwei Sitze, hinter- oder nebeneinander. In jedem Abschnitt des Wettbewerbes wurden Effizienz und Fahrverhalten mit sich verschärfenden Kriterien erneut geprüft.

Von den über 140 Fahrzeugen, die vor drei Jahren zu Ruhm und 10 Millionen US-Dollar Preisgeld starteten, schafften es diesen Sommer neun, sich für das „Final Stage“ zu qualifizieren, an dessen Ende das „Final Race“ wartete. Nach den verschärften Vortests zum Final Race waren in der Mainstream Klasse und Tandem Klasse jeweils nur noch ein Fahrzeug übrig, dass die strengen Anforderungen erfüllte, somit entfiel in diesen Klassen das Wettrennen. In der Side-by-Side Klasse, in der auch das deutsche Team TW4XP (Three Wheeler for X Prize) antritt, waren noch ganze fünf Fahrzeuge übrig: LIION Motors Wave, Aptera e2, Zap Alias, RaceAbout ERA und Project TW4XP.

„Bemerkenswert ist, das die Mehrzahl der qualifizierten Konzepte dreirädrig sind. Dennoch haben sie die strengen Tests zur Fahrstabilität gut bestanden“, so Barbara Wilms vom Project TW4XP. „Das zeigt, dass die teilweise vorhandenen Vorurteile zur Fahrstabilität von Dreiradkonzepten wirklich Vorurteile sind und nichts mit den grundsätzlichen Möglichkeiten der Fahrzeuge zu tun haben. Außerdem konnte keiner der Teilnehmer mit einem Verbrennungsantrieb so weit bestehen. Das Abschlussrennen war rein elektrisch, was zeigt, wohin die Zukunft geht.“

Die Anforderungen des Rennens, welches am 27. August stattfand, strafte dann auch die üblichen Vorurteile gegenüber Elektrofahrzeugen Lügen. Die Wettbewerber fuhren Runde um Runde bei glühender Hitze und einer erlaubten Geschwindigkeiten von 110 Kilometern/Stunde gingen mit quietschenden Reifen in die Schikane, bremsten, beschleunigten und fuhren ganze 160 Kilometer weit gegeneinander ein Rennen auf Geschwindigkeit. Drei der fünf Wettbewerber schafften es dann auch über die Ziellinie, Aptera blieb mit technischen Problemen liegen, ZAP verkalkulierte sich und musste in Runde 48,5 / 50 mangels Energiereserve aufgeben.

Die drei Teams, die alle Anforderungen erfüllt und das Rennen gemeistert haben, gingen in folgender Reihenfolge durch die Ziellinie: Wave (im Rennen 1,88 Liter/100 Kilometer), RaceAbout (im Rennen 2,35 Liter/100 Kilometer), Project TW4XP (im Rennen 1,7 Liter/100 Kilometer).

Anschließend wurden alle Finalisten im Labor erneut strengen Prüfungen unterzogen, bei denen die Zulassung zum Rennen nachträglich entzogen werden kann. Die Gesamtergebnisse des Wettbewerbes werden nun bei der Siegerehrung offiziell bekannt gegeben.

Viele Teams würden das Preisgeld nutzen, um ihr Fahrzeug weiter zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Auch in Hessen ist die Serienproduktion geplant. Je nach Investor, den es nun zu finden gilt, sind unterschiedlichen Szenarien denkbar, von der Kleinserie bis hin zu 10.000 Exemplaren pro Jahr. (red)



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