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Heiligenröder Laufserie: Siebert siegt zum 5. Mal in Folge

Heiligenrode/Melsungen. Das gab es bisher noch nicht bei der Heiligenröder Laufserie, die dieses Jahr zum 25. Mal ausgetragen wurde. Zum ersten Mal konnte eine Schülerin in ihrer Altersklasse fünf Jahre in Folge die Pokalwertung für sich entscheiden, und diese Schülerin kam aus Melsungen.  Karolin Siebert, die mehrfache hessische Schülermeisterin, hatte zum ersten Mal im Jahr 2006 als Zehnjährige teilgenommen und konnte auf Anhieb den Pokal in Empfang nehmen. Voraussetzung war, dass eine Läuferin von drei angebotenen Mittelstrecken bei zwei Läufen die höchste Punktzahl erreicht. Auch in den Jahren 2007, 2008 und 2009 setzte sie ihren Siegeszug in Heiligenrode fort.

In diesem Jahr legte sie am ersten Tag der Laufserie mit 2:27,50 Minuten ein Superergebnis hin, so dass sie auf den Lauf über fünf Stadionrunden verzichten konnte.  Vor einer Woche siegte in ihrer Altersklasse Daniela Stracke (TSV Eschwege) über 2000 Meter in 7:52 Minuten und hatte auf dem Papier noch eine Chance in der Pokalwertung ganz vorne zu landen. Für diesen Fall hätte die Schülerin aus Eschwege aber dem Melsunger Mittelstrecken-Ass etwa 6 Sekunden über 800 Meter abnehmen müssen.  Karolin Siebert, die in den letzten Wochen sich ein wenig auf den Mehrkampf konzentriert hatte, wusste um die Punktewertung. Sie reagierte beim Startschuss wie gewohnt sehr schnell und ersparte sich dadurch das übliche Gedränge in der Kurve. Obwohl sie dieses Mal sehr verhalten anlief und auf eine Attacke von Daniela Stracke wartete, zog sich das Teilnehmerfeld sehr schnell auseinander. Die erste Runde legte Karolin Siebert in knapp 74 Sekunden zurück und hatte bereits gute zwei Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz aus Eschwege.  Auch auf der zweiten Runde diktierte Karolin Siebert das Tempo und konnte stilistisch sehr locker laufend als Siegerin das Rennen nach 2:28,89 Minuten beenden. Daniela Stracke erreichte als Zweite nach 2:39,86 Minuten das Ziel.

Zehn Minuten vorher unterzog sich Kim Schulze (MT Melsungen) für den bevorstehenden Sparkassen-Cup in Felsberg einen Test über 800 Meter. Da die Dreizehnjährige im Training einen guten Eindruck hinterlassen hatte und beim letzten Sportfest im Melsunger Waldstadion die zwei Runden in 3:00,03 Minuten zurücklegen konnte, war Trainer Alwin J. Wagner optimistisch und prophezeite für Kim Schulze zum ersten Mal eine Zeit unter drei Minuten.  Die Schülerin aus Röhrenfurth, der für solche Rennen noch die Erfahrung fehlt, lief recht flott an und passierte die erste Runde nach 84 Sekunden. Annika Frantz aus Hessisch Lichtenau und Johanna Dülfer aus Landwehrhagen machten sich auf den letzten 200 Metern auf die Verfolgung, aber, obwohl es zunächst so aussah, als würde Kim Schulze an Boden verlieren, kämpfte die B-Schülerin beherzt die Zielgerade hinunter.  Auf den letzten 100 m kapitulierten ihre Verfolgerinnen, so dass der Raum zwischen ihnen und der Führenden sich sogar noch weitete. Nach 2:54,65 Minuten erreichte Kim Schulze die Ziellinie und hatte 13 Sekunden Vorsprung vor Annika Frantz vom TV Hessisch Lichtenau.

Auch für Michael Hiob sollte dieser letzte Test vor dem 5. internationalen Städtevergleichskampf positiv ausfallen. „Ich weiß, dass ich wieder gut drauf bin“, sagte der Melsunger Gesamtschüler, der nach seinem letzten Start in Heiligenrode für die zweieinhalb Runden 3:01,80 Minuten benötigt hatte. Damals belegte er hinter seinem Trainingspartner Tobias Stang, der sich zurzeit auf Klassenfahrt in London befindet, den zweiten Platz.  Nico Hillebrandt vom SC Chattengau, der sich letzte Woche in Heiligenrode im 2000m-Lauf auf 6:54 Minuten gesteigert hatte, wäre ebenfalls ein Kandidat für die Pokalwertung geworden, aber er verzichtete auf einen 1000m-Start.  So war der Weg frei für einen Pokalsieg von Michael Hiob. Julius Lemke, ein großes Mittelstreckentalent aus Göttingen, hatte sich nach dem Startschuss sofort an die Spitze gesetzt, aber der gut aufgelegte Melsunger Mehrkämpfer führte die Verfolgergruppe an.  Die erste Runde legte er in 74 Sekunden zurück, passierte die  800 Meter nach 2:29 Minuten und hob sich seine Kraft für die letzten 200 Meter auf.  Diese sprintete er in 29 Sekunden herunter, so dass die elektronische Uhr für ihn bei 2:58,76 Minuten stehen blieb.  Damit konnte er Julius Lemke zwar nicht gefährden, aber immerhin besiegte er mit seiner drittschnellsten Zeit Thibaut Haake (LG Göttingen), der nach 3:01,47 Minuten ins Ziel kam.

Ende gut, alles gut, denn zum Schluss konnte Michael Hiob nach Karolin Siebert den zweiten Pokal mit nach Melsungen nehmen. (ajw)



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