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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate steigt im September auf 1,1 Prozent

Hessen. Obwohl der Verbraucherpreisindex im September binnen Monatsfrist um 0,1 Prozent sank, stieg die (Jahres-)Inflationsrate auf 1,1 Prozent (nach 0,7 Prozent im August) und erreichte damit den höchsten Wert seit fast zwei Jahren. Das Hessische Statistische Landesamt erklärt diese zunächst scheinbar widersprüchliche Entwicklung mit einem Basiseffekt: Vor einem Jahr waren die Preise im September binnen Monatsfrist deutlich stärker gesunken (minus 0,5 Prozent) als gegenwärtig, was die aktuelle (Jahres-)Inflationsrate entsprechend anhebt.

Das Preisniveau für Nahrungsmittel sank im September binnen Monatsfrist um 0,5 Prozent. Insbesondere Obst (minus 3,1 Prozent gegenüber August 2010) wurde saisonbedingt billiger, aber auch die Preise für Speisefette und -öle (minus 1,3 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (minus 1,0 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (minus 0,2 Prozent) gingen zurück. Aufgrund der Preissteigerungen in der ersten Jahreshälfte waren Nahrungsmittel im September jedoch durchschnittlich 2,6 Prozent teurer als vor einem Jahr. Allerdings zeigen die einzelnen Warengruppen sehr unterschiedliche Entwicklungen. Speisefette und -öle verteuerten sich binnen Jahresfrist um 16,0 Prozent, Gemüse um 11,8 Prozent, Obst um 9,7 Prozent sowie Fisch um 3,4 Prozent. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren lagen auf dem Vorjahresniveau, Brot und Getreideerzeugnisse, für die aufgrund weltweit erwarteter schlechter Ernten steigende Preise befürchtet werden, waren im September 1,2 Prozent billiger als vor einem Jahr.

Für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) zahlten die Verbraucher im September 0,4 Prozent höhere Preise als im Vormonat und 4,2 Prozent mehr als im September 2009. Die Preise der einzelnen Energieprodukte zeigen aufgrund der unterschiedlichen Preisbildungsverfahren deutlich voneinander abweichende Entwicklungen.

Heizöl verteuerte sich binnen Monatsfrist um 3,5 Prozent und kostete 23,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Gaspreis blieb im September unverändert, lag jedoch aufgrund vorangegangener Preissenkungen 2,2 Prozent unter dem Niveau vom September 2009. Für Strom zahlten die Verbraucher im September den gleichen Preis wie im Vormonat, aber 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Abstand zwischen dem Preis für Diesel und dem für Superbenzin wurde wieder kleiner. Während Diesel im September gegenüber dem Vormonat 1,0 Prozent teurer wurde, blieb der Preis für Superbenzin unverändert. Binnen Jahresfrist verteuerte sich Diesel um 13,1 Prozent und Superbenzin um 8,1 Prozent.

Die Preisentwicklung bei Gebrauchsgütern insgesamt wirkte weiterhin stabilisierend auf die Inflationsrate, aber nicht mehr so stark wie zuvor. Im September waren Gebrauchsgüter durchschnittlich 0,6 Prozent billiger als vor einem Jahr, im August waren es noch 1,0 Prozent. Zwar fallen im Bereich der Unterhaltungselektronik die Preissenkungen niedriger aus als in der Vergangenheit oder zuvor kräftig gesunkene Preise werden bei Einführung von Nachfolgemodellen wieder angehoben, jedoch waren trotz dieser Entwicklung beispielsweise Fernsehgeräte (minus 20,4 Prozent), Digitalkameras (minus 11,8 Prozent) oder DVD-Recorder (minus 9,7 Prozent) weiterhin deutlich billiger als vor einem Jahr. Aber auch in anderen Bereichen gingen die Preise zurück, wenn auch weniger stark. Teppiche und andere Bodenbeläge wurden binnen Jahresfrist 3,8 Prozent, Heimtextilien 2,2 Prozent, Möbel und Einrichtungsgegenstände 0,9 Prozent sowie Haushaltsgeräte 0,1 Prozent billiger.

Bei Bekleidung und Schuhen liefen im September die Rabattaktionen für Sommerware aus und es wurden überwiegend die neuen Herbst- und Winterkollektionen angeboten. Dadurch verteuerten sich Bekleidung und Schuhe zwar gegenüber dem Vormonat um 4,2 Prozent, allerdings blieben die Preise noch 2,0 Prozent unter dem Niveau vom September 2009.

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich binnen Jahresfrist durchschnittlich um 0,9 Prozent. Teurer wurden insbesondere die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 3,1 Prozent), ambulante Gesundheitsdienstleistungen (plus 2,7 Prozent), Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 2,6 Prozent) sowie Essen und Getränke in Gaststätten (plus 1,9 Prozent). Pauschalreisen waren 1,5 Prozent billiger als vor einem Jahr. Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im September 1,0 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



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Ein Kommentar zu “Inflationsrate steigt im September auf 1,1 Prozent”

  1. Tanja

    Um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zur Inflationserwartung (1-3 Jahre) der Bevölkerung zu erzielen, bitte ich um Unterstütung beim Voting: http://www.optimal-banking.de/info/inflation.php (oben rechts)

    Vielen Dank!


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