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Zurück in die Erfolgsspur: Gensungen empfängt Leipzig

Samstag, 13. November, 19.30 Uhr, Kreissporthalle

Felsberg-Gensungen. Nach der bitteren Pleite im Derby gegen Eintracht Baunatal will die Negovan-Sieben gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Leipzig zurück in die Erfolgsspur. Doch so einfach dürfte das nicht werden. Die Leipziger gelten als Topfavorit für die Meisterschaft in der Regionalliga Ost. Mit dem SC DHfK Leipzig stellt sich ein alter Traditionsclub in der Kreissporthalle vor. Der größte Erfolg des mehrmaligen DDR-Meisters war 1966 der Gewinn des Europapokals der Landesmeister. 1975 wurde die Handballabteilung des SC DHfK Leipzig in die des SC Leipzig eingegliedert, um so ein neues Leistungszentrum zu schaffen, was auch gelang. Die Mannschaft stellte mit Doering, Gruner, P. Rost und Voigt vier Akteure, die 1980 mit der DDR-Nationalmannschaft im legendären Finale gegen die Sowjetunion olympisches Gold gewannen.

Nach glorreicher Vergangenheit will der frühere DDR-Oberligist wieder zurück in die höchste deutsche Spielklasse. Dort spielte man nach der Wiedervereinigung 1991/92 schon einmal, stieg jedoch bereits im ersten Spieljahr in die zweite Liga ab und verschwand wenig später in der Bedeutungslosigkeit.

Profitiert hat Leipzig im Vorfeld der Saison natürlich vom Lizenzentzug des Zweitligisten Concordia Delitzsch. Mit Jacob, Seitle, Boese, Baumgärtel, Streitenberger und Oehlrich schlossen sich gleich sechs Spieler aus Delitzsch dem ambitionierten Drittligist an. Mediale Aufmerksamkeit erlangten die Leipziger auch mit einer anderen spektakulären Neuverpflichtung abseits des Parketts. Seit Dezember 2009 ist der 218-fache ehemalige deutsche Nationalspieler Stefan Kretzschmer Mitglied im Aufsichtsrat von SC DHfK Leipzig. Auch auf der Trainerbank der Leipziger warten Besonderheiten. Mit seinen 23 Jahren ist Sven Strübin der jüngste Trainer der Regionalliga Ost. Der ehemalige Zweitligaspieler von Concordia Delitzsch musste seine Karriere 2008 aufgrund einer Verletzung beenden. Seitdem begann der Student eine Trainerlaufbahn, zuerst als Jugendtrainer bei Concordia Delitzsch, dann als Co-Trainer beim DHfK Leipzig, wo er nun seit 2009 den Cheftrainerposten innehat. Sein aktueller Co-Trainer ist auch kein Unbekannter. Der ehemalige Magdeburger Torhüter Wieland Schmidt, der im Olympia-Finale gegen die Sowjetunion den letzten Tempogegenstoß des Russen Karschakewitsch hielt und damit der DDR-Auswahl beim 23:22  olympisches Gold bescherte, gilt vielen als Legende und weltbester Torwart. Auch auf ihn dürfen sich die Zuschauer in der Gensunger Kreissporthalle am Samstag freuen.

Auf die Mannschaft von Dragos Negovan wartet also ein harter Brocken. Für die Edertaler heißt es, nicht allzu lange dem verlorenen Derby gegen Baunatal nachzutrauern. Mit einem Sieg gegen den Topfavorit aus Leipzig werden die Zuschauer diese Niederlage Ober, Julius und Co. sicherlich verzeihen. Dazu muss die Mannschaft jedoch wieder an die Form der vergangen Spiele anknüpfe.  Außerdem könnten die Edertaler mit einem Sieg wieder den Kontakt zum Spitzentrio herstellen. Das sollte für die Mannschaft Motivation genug sein. (Marcel Glaser)



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