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Weniger leiten, mehr unterrichten

Dr. Thomas Zippert verlässt Ende des Jahres Hephata

Schwalmstadt-Treysa. Pfarrer Dr. Thomas Zippert, Geschäftsbereichsleiter der Akademie für soziale Berufe, verlässt Hephata Ende Dezember. Der 49-Jährige tritt zum Januar 2011 eine Professur für Diakonik  an der Fachhochschule der Diakonie (FHdD) in Bielefeld an. Dort wird er im neuen Bachelor-Studiengang „Diakonie im Gemeinwesen“ unterrichten. Zippert war seit Oktober 2002 an der Akademie. „Klar, ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ Das lachende zuerst. „Ich habe wieder Lust, das zu machen, was ich ursprünglich gelernt habe, das theologische Arbeiten. Weniger leiten, mehr unterrichten.“ In Hephata sei er in den vergangenen Jahren eine Art Bildungsmanager gewesen, jetzt freue er sich auf das Lehren – und das Forschen.

„Mich interessiert dabei nicht nur, was Diakonie ist. Sondern auch, wie eine Gesellschaft, die sich immer mehr auseinander entwickelt, mit den Leuten umgeht, die am Rande stehen.“ Seine Professur im Studiengang „Diakonie im Gemeinwesen. Soziale Arbeit und Diakonik“ an der FHdD hat zudem den Charme des Neuen.

Der Studiengang existiert erst seit Oktober und qualifiziert in vier Jahren zum Sozialarbeiter und Diakon. Die private Fachhochschule wird von einer gemeinnützigen GmbH getragen, die von 16 diakonischen Unternehmen aus ganz Deutschland gegründet wurde. Darunter das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Deutschland, die Stiftung Nazareth (von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel), das Evangelische Johanneswerk und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Ziel der Fachhochschule ist es, primär den eigenen Mitarbeitenden berufsbegleitend Studium und Weiterbildung zu ermöglichen.

Neben seiner Lehrtätigkeit wird Zippert an der Zionskirche in Bethel, auf dessen Gelände sich die FHdD befindet, Gottesdienste halten. „Ohne die gute Arbeit in Hephata wäre der Schritt nicht möglich gewesen“, so Zippert. Denn erst in Hephata lernte er die Diakonen-Ausbildung und die Diakonische Gemeinschaft, deren Mitglied er zwischenzeitlich wurde, kennen. „Als ich nach Hephata gekommen bin, habe ich auch erstmal gefragt: Diakon, was ist das denn?“

Profil erarbeitet

Mittlerweile ist er seit fünf Jahren Bundesvorsitzender der Konferenz der Ausbildungsleiter der Diakonenausbildung, 2004 erarbeitete er das Profil der diakonischen Ausbildung als Rahmenordnung für künftige Studiengänge. „Jetzt habe ich die Arbeit hier zu einem guten vorläufigen Ende gebracht“ – neben der Diakonenausbildung auf Fachhochschulebene hat Zippert auch die Ausbildungen der Heilerziehungspflege und der Altenpflegehilfe sowie den Studiengang „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ in Hephata mit gestaltet. „Ich gehe jetzt, wo die Leute angemessen traurig sind und nicht ,endlich’ sagen.“

Das weinende Auge

Da ist das weinende Auge: Die Leute, sprich das Kollegium, „mit dem die anstrengenden Veränderungen nicht nur erst möglich wurden, sondern auch Spaß gemacht haben“. Die Leute in der Freiwilligen Feuerwehr, denen Zippert als aktives Mitglied und Notfallseelsorger verbunden ist. Und dann natürlich die Familie. „Ich ziehe um und werde pendeln, die Familie wird also an zwei Standorten sein, das ist nicht so schön. Aber ich bin eher ein unruhiger Mensch. Ich war noch nie so lange an einem Ort wie hier.“ Allein durch seine Mitgliedschaft in der Diakonischen Gemeinschaft werde er mit Hephata in Kontakt bleiben. „Darauf freue ich mich.“

Pfarrer Dr. Thomas Zippert wird am Sonntag, 19. Dezember, in einem Gottesdienst in der Hephata-Kirche offiziell von der Hephata-Gemeinde verabschiedet. (me)



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