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Unnötige Niederlage durch eklatante Abschlussschwäche

HSG Zwehren/Kassel – TSV Ost-Mosheim 28:23 (10:11)

Ostheim. Gegen den Tabellenzweiten hatte Ost-Mosheim alle Chancen, seine Tabellenposition zu verbessern, doch man scheiterte am gegnerischen Tormann und der eigenen Abschlussschwäche. Von Beginn an war klar, dass man zwar erneut auf den für drei Spiele gesperrten Matthias Proll und auf Björn König (Fußverletzung) verzichten musste, doch mit dem genesenen Söhnke Elbeshausen wenigstens im Rückraum gleichwertigen Ersatz hatte.

Bereits in den ersten fünften Minuten deutete sich die Abschlussschwäche von Ost-Mosheim an. Vielleicht lag es an der ungewöhnlichen Spielzeit am Samstag um 16 Uhr, oder aber auch an der Präsenz von Trainer Böttcher auf der generischen Bank, der jede Schiedsrichterentscheidung lautstark kommentierte und auch selbst bei harmlosen Situationen Strafen für die Ost-Mosheim forderte. Doch als die Zwehrener mit 5:2 in Führung gingen fing sich Ost-Mosheim und konnte von da an in der ersten Hälfte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken.

Innerhalb von fünf Minuten hatte man den Ausgleich zum 5:5 Geschafft und beherrschte den Gegner in Abwehr und Angriff. Bis zur 20. Minute beim Spielstand von 6:9 spielte Ost-Mosheim sehr souverän auf. Doch nun begann das Debakel. Mit einer Ausnutzung der sich bietenden Chancen hätte es bis zur Pause gut 16:8 stehen können. Ein Angriff nach dem anderen wurde frei vor dem Zwehrener Torhüter vergeben, besonders die Außen, bei Gegenstößen und bei einem Siebenmeter versagte Ost-Mosheim.

Die beim Spielstand von 6:9 eigentlich resignierten Zwehrener witterten durch die Chancenvergabe von Ost-Mosheim wieder Morgenluft. Bis zur Pause war die Heimmannschaft beim Spielstand von 10:11 wieder im Spiel. Trainer Mario Lubadel warnte einige Spieler, dass man das Spiel verlieren würde, wenn man sich nicht besser beim Abschluss konzentrierte.

Was er befürchtete, zeigte sich dann auf dem Spielfeld. Zwehren gehört zwar zu den Spitzenmannschaften, doch mit einer durchschnittlichen Leistung und weiterhin vielen Fehlwürfen konnte Ost-Mosheim das Spiel offen halten, lag zwar meist mit einem Tor in Rückstand. Hatte zahlreiche Chancen entscheiden in Führung zu gehen, doch weitere zwei Siebenmeter und 15 freie Chancen in der zweiten Hälfte konnten nicht in Tore umgemünzt werden. Durch unpräzise Würfe machte man den gegnerischen Torhüter immer stärker. In der 55. Minute beim Spielstand von 23:22 fiel dann die Vorentscheidung für die Heimmannschaft.

Von Linksaußen scheiterte Ost-Mosheim total frei, der Gegenstoß von Zwehren führte dann zum 24:22. Als dann Ost-Mosheim den dritten Siebenmeter vergab, nahm das Unheil seinen Lauf. Erneut durch Gegenstoß führte Zwehren vierten Minuten vor Schluss mit 24:22. Ost-Mosheim verkrampfte nun endgültig, drei Angriffe wurden wieder bei besten Einwurfchancen vergeben. Als Antwort darauf zeigte Zwehren die Stärke beim Gegenstoß. Innerhalb von drei Minuten wurde durch die eklatanten Fehler von Ost-Mosheim, eine mangelhafte Orientierung beim Rückzug und die Treffersicherheit des Rechtsaußen beim Gegenstoß eine 27:22 Führung für Zwehren. Also aussichtlos, Söhnke Elbeshausen erzielte zwar kurz vor Schluss das 23. Tor für Ost-Mosheim, doch die Antwort von Zwehren folgte in den letzten Sekunden mit dem 28. Tor.

Zwar entspricht der Spielstand nicht dem Spielverlauf. Doch eine Mannschaft die in 60 Minuten bei 55 Angriffen, 22 Angriffe vergibt, darunter drei Siebenmeter und dann in den letzten Minuten die taktischen Vorgaben des Trainers nicht mehr umsetzt, kann auswärts bei einem der Meisterschaftsanwärter nicht gewinnen. Eine derartige miese Quote wird noch schlechter, wenn man bedenkt, dass von den 22 vergebenen Angriffen bestimmt 15 freie Einwurfchancen nicht genutzt wurden.

Sicherlich ließen sich die Schiedsrichter in diesem Spiel von der Zwehrener Bank beeinflussen. Besonders merkwürdig war, dass gerade der Spieler mit der Nr. 5, Kauffmann, der bereits in der ersten Hälfte zwei Zeitstrafen hatte, in der zweiten Hälfte durch mehrere harte Fouls an Philip Bachmann und Söhnke Elbeshausen auffiel, aber die Schiedsrichter sich nicht zur dritten Zeitstrafe durchringen konnten. Spätestens als er in der Mitte der zweiten Hälfte Philip Bachmann von hinten beim Wurfversuch in den Arm griff, wäre die rote Karte endgültig fällig gewesen.

Aber trotz dieser auffälligen Zurückhaltung der Schiedsrichter hatte dies keinen Anteil an der Niederlage von Ost-Mosheim. Die Wurfschwäche und das ständige Aufreiben in Einzelaktionen führten schließlich zu der unnötigen Niederlage. Auch die in der zweiten Hälfte besser eingestellte Abwehr von Zwehren mit dem überragenden Torhüter und die konsequente Chancenausnutzung führten letztendlich zum verdienten Sieg von Zwehren. Wenn die Abschlussschwäche von den Außenpositionen und bei Gegenstößen weiter anhält, werden auch Spiele gegen schwächere Gegner verloren.

In den nächsten Spielen muss man die Scharte auswetzen, damit man nicht endgültig in das Mittelfeld zurück fällt.

Tore: Söhne Elbeshausen 7/2, Philip Bachmann 7/1, Helge Kersten 3, Björn Bartels 2, Sebastian Wicke 2,  Daniel Kinnback 1, Amine Remus 1
Vorschau

Am Samstag, den 27. November steht in der Hochlandhalle Ostheim um 19.30 Uhr das Heimspiel gegen Rotenburg auf dem Plan. Hier wird es dann zu einem Wiedersehen mitdem langjährigen Spieler und Trainer Mirza Fitozovic kommen. Der allerdings in dieser Saison, seine zweite in Rotenburg, nicht vom Glück verfolgt wird. Rotenburg hatte zwar einen negativen Lauf, doch durch den knappen Sieg im Heimspiel gegen Wehlheiden, steht man jetz mit 6:12 im Mittelfeld.

Die Spiele gegen Rotenburg waren nie leicht, doch wenn die Abschlusschwäche anhält, wird man auch gegen diesen Gegner wieder Schwierigkeiten bekommen. Matthias Proll wird noch zwei weitere Spiele fehlen, Björn König wird nur bedingt einsatzfähig sein. Angeführt von Philip Bachmann muss die Mannschaft gegen Rotenburg wieder zu Ihrer Stärke im Angriff und bei Gegenstößen zurück finden. Besonders die Patzer bei fünf Gegenstößen und die vergebenen drei Siebenmeter gegen Zwehren, waren Spiel entscheidend. Auch gegen Rotenburg wird sich das Auslassen von Chancen rächen. (red)



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