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Die MT Melsungen fordert den TBV Lemgo heraus

Kassel/Melsungen. War das für die MT der erhoffte Anfang? Bedeutet der knappe Sieg in Friesenheim die „Wende zum Guten“? Das wird die Mannschaft schon am Mittwoch gegen den TBV Lemgo beweisen müssen. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 20.15 Uhr. Karten gibt es noch in allen Kategorien an der ab 18.45 Uhr geöffneten Tageskasse.

Der nach über zehn sieglosen Wochen aufgestaute Druck war nach dem Schlusspfiff in Friesenheim wie weg geblasen. Die Spieler lagen sich in kollektivem Freudentaumel in den Armen und drückten dabei beinahe ihren Torwart platt. Mario Kelentric war mit seinen Strafwurf vernichtenden Paraden in der letzten Minute zum Helden von Ludwigshafen geworden. Das glückliche 29:28 über den Aufsteiger bedeutete den Schützlingen von Trainer Michael Roth weit mehr als bloß zwei Punkte.

Der MT-Coach lenkte schon kurz nach Spielende den Blick auf den kommenden Gegner: „Diese Leistung müssen wir idealerweise gegen Lemgo bestätigen. Das würde diesen Sieg im Nachhinein noch wertvoller machen.“ Wie man den Ostwestfalen beikommen kann, hat Roth mit seiner vorherigen Mannschaft ja schon angedeutet. Die HSG Wetzlar knöpfte Anfang Oktober dem Favoriten ein 24:24-Remis ab. Jetzt will er es  mit der MT Melsungen natürlich noch besser machen.

„Uns unterlaufen noch immer sogenannte einfache Fehler. Das lässt sich in einer solch schwierigen Phase, in der wir uns befinden, auch nicht so schnell abstellen. Aber ich habe hier in der MT sehr gute Einzelspieler beisammen, von denen jeder eine hohe Torgefahr ausstrahlt. Das Spiel gegen Friesenheim haben wir aufgrund unserer individuellen Stärken gewonnen. Das macht uns auch gegen Lemgo zuversichtlich, obwohl dieser Gegner natürlich von einem anderen Kaliber ist“, skizziert Michael Roth die Aussichten am Mittwoch. Gefallen hat ihm bislang auch, dass sich seine Schützlinge selbst in Phasen des Rückstands nicht haben entmutigen lassen: „Wir behalten die Köpfe oben, auch wenn wir zurück liegen. So war gegen Friesenheim gut zu erkennen, dass wir in jeder Minute des Spiels an uns geglaubt und uns immer wieder zurück gekämpft haben“.

Michael Roth weiß, dass es solche Situationen ganz sicher auch im Spiel gegen den TBV Lemgo geben wird. Die Ostwestfalen haben schließlich nichts zu verschenken. Bei 12:12 Punkten und Platz 9 müssen sie damit rechnen, sich  mit weiteren Niederlagen für längere Zeit im Mittelfeld zu verfangen. Trotz der großen Schar deutscher Nationalspieler wie Holger Glandorf, Sebastian Preiss, Martin Strobel, Rolf Herrmann, Christoph Theuerkauf oder Carsten Lichtlein ist die Mannschaft von Trainer Volker Mudrow in dieser Saison noch nicht richtig in Tritt gekommen. Sie musste Punktverluste u.a. gegen Wetzlar, Lübbecke, Magdeburg oder zuletzt gegen Berlin hinnehmen. Das Saisonziel, sich wieder für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren, ist für den TBV zunächst jedenfalls in weite Ferne gerückt.

Der letzte Melsunger Sieg gegen Lemgo liegt gut drei Jahre zurück. Damals, im September 2007, entführten die Nordhessen beide Punkte aus der Lipperland-Halle. Nachdem die MT aber in den beiden letzten Heimauftritten gegen Göppingen und Gummersbach schon an einer Überraschung schnuppern durfte, soll es am Mittwoch endlich klappen. „Allein schon die Fans, die uns bisher so toll unterstützt haben, hätten einen Sieg verdient“, so Roth. Er kann voraussichtlich aus dem vollen Kader schöpfen, alle 18 Akteure sind einsatzbereit. Dennoch wird der Coach in der Besetzungsliste nicht unbedingt Veränderungen gegenüber den letzten Spielen vornehmen – wohlwissend, dass er nicht jede Partie mit den gleichen acht, neun Akteuren bestreiten kann. „Das wäre kräftemäßig nicht über die gesamte Saison durchzuhalten. Und so denke ich, dass wir von unserem breiten Kader noch profitieren können. Dabei ist erfreulich, dass es immer wieder auch Spieler, die bislang weniger Anteile hatten, schaffen, sich zu empfehlen. Das zeigen Beispiele wie Schöngarth, Mansson oder Schweikardt“, freut sich der Trainer. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter: Robert Schulze/Tobias Tönnies (Magdeburg/Dodendorf); DHB-Aufsicht: Peter Rauchfuß



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