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Verein kombiniert Nachbarschaftshilfe und Seniorenarbeit

Ottrau. „Alternative Wohn- und Lebensformen werden in Zukunft mehr gebraucht denn je, gerade im ländlichen Raum“, prognostizierten die Landtagsabgeordnete Regine Müller und der Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Ottrau, Hans-Ulrich Merle, bei einem Treffen mit dem Verein Miteinander-Füreinander Ottrau. „Die Mitglieder des Vereins agieren als Initiatoren für innovative Ideen im Bereich Seniorenarbeit, Dorfentwicklung und generationenübergreifende Zusammenarbeit“, sagte Regine Müller nach dem gemeinsamen Informationsgespräch. Der Vereinsvorstand, gerade der Vorsitzende Heinrich Ploch, war mit der Idee gestartet, im leer stehenden Gemeinde-und Pfarrhaus wieder Jugendarbeit anzubieten. „Doch mit Blick auf die Auswirkungen des demografischen Wandels in den nächsten Jahren gerade bei uns im ländlichen Raum, entschieden wir uns dafür, Seniorenarbeit anzubieten“, beschrieb Ploch die Situation.

Im Gespräch stellte der Vorstand seine Arbeit vor. Besonders interessant fanden Müller und Merle das Angebot des Vereins, Nachbarschaftshilfe zu koordinieren. „Eine breit vernetze Gemeinschaft kann nicht nur die Lebensqualität gerade von alleine lebenden alten Menschen auf dem Land erhalten. Im Idealfall kann es in naher Zukunft Seniorinnen und Senioren sogar ermöglicht werden, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben und nicht in ein Heim zu müssen. Dieses Ziel ist sozial und ökonomisch wünschenswert. Kleine Hilfestellung bei Einkäufen oder im Haushalt ermöglicht ihnen ihren Alltag zu bewältigen“, arbeitete Regine Müller die Vorteile heraus. Merle ergänzte: „Synergie-Effekte muss man nutzen. Ganz pragmatisch gesehen: Wer wöchentlich von Berfa nach Alsfeld zum Einkaufen fährt, kann auch eine alte Dame mitnehmen, die selbst nicht mehr Auto fahren kann. Der Verein ermögliche, dass der eine vom anderen weiß.“

Bis jetzt ruht das Vereinsprojekt noch ausschließlich auf ehrenamtlichen Schultern, was Merle zwiespältig sieht. „Ohne Ehrenamt geht es nicht, aber ein sanftes Ruhekissen für den Staat darf ein solches Projekt nicht werden“, sagte er mit Blick auf den Sparkurs der Bundes- und Landesregierung. Der Staat müsse hier mit in die Verantwortung genommen werden. Regine Müller und Hans-Ulrich Merle würdigten das große Engagement der Vereinsgründer und die Dynamik und Strahlkraft, die von ihnen ausgehe. (red)



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