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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Deutsch-Französischer Austausch in der WfbM

Schwalmstadt-Treysa. „Das kann ich aber auch, und besser!“ – unter diesem Motto fand kürzlich ein deutsch-französischer Austausch in den Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) statt. Für acht Tage waren sechs Frauen und Männer mit geistigen und körperlichen Behinderungen sowie zwei Betreuer aus Süd-Frankreich zu Gast in der Schwalm. Gemeinsam mit sechs Beschäftigten der WfbM und drei Betreuern stellten sie ein Theater- und Musikprojekt auf die Beine.

Eine arbeitsbegleitende Maßnahme zum Erwerb von Sozialkompetenzen, so könnten Inhalt und Ziel des Projektes nüchtern beschrieben werden. „Jeden Tag etwas anders und viele spannende Erfahrungen“, so beschreibt es Philippe-Guy Crosnier de Bellaistre. Der Dozent der Hephata-Akademie für soziale Berufe und Theater- und Musikbeauftragte der WfbM hatte den Deutsch-Französischen Austausch organisiert und konzipiert. Mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes waren dazu sechs Menschen mit Behinderung zwischen 19 und 38 Jahren nach Treysa gekommen, um eine andere Kultur und Sprache mittels Theater und Musik kennen zu lernen. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein ähnlicher Austausch stattgefunden, der Lust auf mehr gemacht hatte. Die Workshops begannen mit Sprachanimation, Spielen zum Spracherwerb und einfachen Liedern in beiden Sprachen. „Das war einfach super, weil die Teilnehmer keine Hemmungen hatten, eine andere Sprache zu sprechen“, so Crosnier de Bellaistre.

Es schlossen sich Spiele zum Kennenlernen von Ziffern und Farben in der jeweils anderen Sprache an. „Das war wichtig um sich zu klarzuwerden, dass man sich nicht so verständigen kann wie sonst.“ Danach ging es ans Theaterspielen. Pantomime war ein Thema, das Darstellen von Gefühlen wie Liebe und Aggression, aber auch Situationen. Später wagten sich die Teilnehmer ans Improvisationstheater, waren beispielweise Angeklagter in einer Gerichtsverhandlung oder Kicker in einem Fußballländerspiel. Dazu kam ein Freizeitprogramm mit Schwimmen und Kegeln sowie Museums- und Stadtbesichtigungen in der Umgebung. Im Juni kommenden Jahres werden dann Beschäftigte der WfbM nach Frankreich fahren. „Die Teilnehmer haben das Motto wirklich bewiesen: Sie können es!“ (me)



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