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IHK: Nordhessische Wirtschaft international ausgerichtet

Regionale Exportquote liegt über dem Bundesdurchschnitt

Nordhessen. Die nordhessische Wirtschaft ist international ausgerichtet: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel, die jetzt als Band 10 der Schriftenreihe zur Region veröffentlicht wurde. Mit einer regionalen Exportquote des verarbeitenden Gewerbes von 45 Prozent liegen die Unternehmen der IHK Kassel über den Bundesdurchschnitt von 44,1 Prozent.

„Lagen wir im Jahr 2000 noch deutlich unter 30 Prozent, so hat sich die nordhessische Wirtschaft durch überproportionale Zuwächse jährlich gesteigert und die Bundesmarke 2007 erstmalig übertroffen“, verkündet stolz der Leiter des Geschäftsbereiches Standortpolitik, Unternehmensförderung und International, Ulrich Spengler. Da die Höhe der Exportquote eine Messgröße für die Verflechtung einer Volkswirtschaft mit ausländischen Märkten darstellt, können wir hier von einer starken internationalen Einbindung sprechen, so Spengler weiter.

Wie die Unternehmen des IHK-Bezirks sich weltweit engagieren ist unterschiedlich: Während die Global Player der Region häufig mit eigenen Vertriebsbüros oder sogar Produktionsstätten im Ausland aktiv sind, dominiert bei den kleinen und mittleren Unternehmen der direkte Export, erklärt Norbert Claus, der Teamleiter des Bereichs International. „Mit Direktinvestitionen sind unsere kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) im Ausland bisher nur schwach vertreten. Nur 63 Unternehmen aus Nordhessen sind mit Tochtergesellschaften im Ausland engagiert“, stellt Claus fest. Bei einer Gesamtzahl von 13.359 im Handelsregister eingetragenen IHK-Unternehmen, die in der vorliegenden Studie untersucht wurden, ist das ein verschwindend geringer Anteil.

Auf der anderen Seite ist der IHK-Bezirk selbst Investitionsziel ausländischer Unternehmen. Über 300 Unternehmen sind mehrheitlich im Besitz ausländischer Gesellschafter. Der Löwenanteil befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Kassel. Mehr als zwei Drittel haben ihren Stammsitz in Westeuropa. Gleichzeitig werden 229 nordhessische Unternehmen von ausländischen Managern geführt. „Die Besetzung der höheren Managementebene durch ausländische Mitarbeiter ist ein weiterer Indikator für Internationalität; er ist ein Maßstab für Offenheit und Durchlässigkeit in den Unternehmen“, betont Außenwirtschaftsfachmann Claus. Ca. 80 Prozent der ausländischen Führungskräfte stammen aus Westeuropa. Ihren neuen Lebensmittelpunkt haben sie im Großraum Kassel gefunden. „Dieses Ergebnis mag verwundern“, meint Claus, hat jedoch auch sofort die Antwort dafür: „Die Untersuchung erstreckt sich auf Grund der Datenlage ausschließlich auf Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind.“ Könnte man auch die Gruppe der Kleingewerbetreibenden mit einbeziehen, ergänzt Spengler, würde sich zwar die Aussage zur Herkunft der Unternehmer bzw. Führungskräfte ändern, die Internationalisierung der nordhessischen Wirtschaft würde jedoch nur noch deutlicher werden.

Hinweis an die Redaktionen: Der Teamleiter des Bereichs International, Norbert Claus, steht Ihnen für Fragen am Montag, 27. Dezember, bis 15 Uhr zur Verfügung. Telefon (0561) 7891-279.

Die komplette Studie gibt es im Internet der IHK Kassel unter www.ihk-kassel.de auf der Startseite im Newsticker. (red)



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