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Kann die MT auch in Hannover punkten?

Hannover/Kassel. Die TOYOTA Handball-Bundesliga bittet zum Schlussakkord: Auf dem Programm steht der letzte Spieltag des Jahres 2010. Für die MT Melsungen bedeutet das Auswärtseinsatz beim TSV Hannover-Burgdorf. Anwurf in der AWD-Hall (ehemals Stadionsporthalle Hannover) ist am Mittwoch um 20.15 Uhr.

„Natürlich wollen wir unsere schöne Serie fortsetzen und auch aus Hannover etwas Zählbares mit nach Hause bringen“, macht Michael Roth aus dem Ziel seiner Mannschaft kein Geheimnis. Seit nunmehr sechs Spielen sind die Bartenwetzer ungeschlagen und deshalb reisen sie auch zur letzten Partie vor der WM-bedingten Ligapause mit einiger Zuversicht. Gefragt, ob er nicht den Tag fürchtet, an dem die Erfolgsserie abreisst, beantwortet der MT-Trainer so: „Das wird sicher irgendwann mal passieren, aber warum sollte man sich darüber Gedanken machen? Wenn man einen guten Lauf hat, geht man zunächst an jede anstehende Aufgabe mit einer positiven Einstellung heran. Das ist übrigens nicht nur meine persönliche Haltung, sondern auch die meiner Spieler“, verrät Michael Roth.

Dass die MT optimistisch dem Spiel beim Tabellennachbarn Hannover-Burgdorf entgegenblickt – die Niedersachsen liegen mit einem Punkt Abstand direkt hinter den Nordhessen – resultiert nicht zuletzt aus dem letzten Spiel gegen den SC Magdeburg. Vuckovic & Co dominierten hier rund 50 Minuten, gerieten dann aber plötzlich ins Hintertreffen, und wandelten in der Schlussphase mit einem fulminanten Kraftakt die drohende Niederlage noch in ein Remis um. „Hier haben wir in der entscheidenden Phase die Köpfe oben behalten und gezeigt, dass wir auch ein Spiel noch drehen können. Das hat mir an meiner Mannschaft sehr imponiert“, zeigte sich Roth angetan. Zumal diese Leistung nicht unbedingt zu erwarten war, als knapp zehn Minuten vor Schluss mit Grigorios Sanikis ein wichtiger Eckpfeiler im Rückraum ausfiel. Der Halblinke musste nach einer Gegnerattacke vom Feld und war fortan nicht mehr einsetzbar. Dass solche Unvorhersehbarkeiten die Mannschaft aber nicht mehr so leicht aus den Angeln heben kann, wurde anschließend deutlich: Sowohl der von der Bank gekommene Michael Schweikardt wie auch der erst ganz am Schluss gebrachte Jens Schöngarth nahmen ihre Aufgaben sofort an und leisteten wertvolle Beiträge zum Punktgewinn.

Das erwartet Michael Roth am Mittwoch in Hannover übrigens auch von Milan Torbica. Der muss auf Rechtsaußen den zuletzt in Topform spielenden Savas Karipidis ersetzen. Der Grieche wurde nach einem Foul in der Schlussminute des Spiels gegen Magdeburg gemäß des seit dieser Saison geltenden Reglements für ein Spiel gesperrt. Er hatte den schnellen Mittelanwurf der Gäste verhindert und ein solches Vergehen in dieser Phase wird als Unsportlichkeit mit entsprechender Bestrafung gewertet. Ansonsten kann der MT-Trainer auf seine komplette Besetzung zurückgreifen.

Die MT wird sich – obwohl der Weg nach Hannover als nicht besonders zeitraubend eingestuft wird – schon am Mittwochmorgen auf die Reise in die niedersächsische Landeshauptstadt begeben. Nicht zuletzt auch, um sich nicht von winterlichen Kapriolen überraschen zu lassen. Kurz vor dem Ziel wird ein Tageshotel bezogen, in dem der Coach seine Schützlinge ein letztes Mal auf das abendliche Spiel gegen den Tabellenfünfzehnten einstimmen will. Ziel ist es natürlich, Revanche für die schmerzhafte 24:27-Heimspielniederlage zu nehmen.

Zum Saisonauftakt Anfang September musste sich die völlig indisponierte MT – damals noch unter Trainer Matjaz Tominez – den schwungvoll und selbstbewusst auftretenden Burgdorfern beugen. Die stellten seinerzeit mit Torge Johannsen (9 Treffer) übrigens auch den besten Schützen des Spiels. Dass diese Leistung des gebürtigen Husumers keine Eintagsfliege war, beweist der Blick auf die aktuelle Statistik. Dort wird der Linkshänder der sowohl auf Rechtsaußen, wie auch im Rückraum spielen kann, als erfolgreichster  Feldtorschütze des TSV geführt (64 Treffer). Ein anderer Akteur, der der MT damals Schwierigkeiten bereitete, ist am Mittwoch allerdings nicht dabei: Aivis Jurdzs, der lettische Halblinke, brach sich bei der 28:36-Niederlage seines TSV zuletzt in Berlin den Mittelfuß. „Da Jurdzs ausfällt, fehlt uns nicht nur Qualität in Abwehr und Angriff, sondern auch eine weitere Möglichkeit zu wechseln“, erklärte Trainer Aron Kristjánsson dazu auf der vereinseigenen Homepage.

Da es in diesem letzten Spiel des Jahres für beide Kontrahenten nach wie vor um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geht, ist in der Hannoveraner Stadionsporthalle, die inzwischen AWD-Hall heißt, ein echter Fight zu erwarten. Leichte Vorteile dürften dabei die Hausherren haben, die sich der traditionell guten Unterstützung ihres Publikums sicher sein können. Aber auch die MT wird von zahlreichen Fans begleitet. Denn die wollen schließlich ihren Beitrag dazu leisten, dass die gute Serie ihrer Lieblinge weiter anhält.

Schiedsrichter in Hannover:
Lars Schaller (Leipzig) und Sebastian Wutzler (Frankenberg/Sachsen).

Bisherige Bundesligavergleiche:
05.09.2010, MT Melsungen – TSV Hannover-Burgdorf   24:27
06.03.2010, MT Melsungen – TSV Hannover-Burgdorf   35:33
07.10.2009, TSV Hannover-Burgdorf – MT Melsungen   26:30



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