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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate steigt im Dezember auf 1,5 Prozent

Durchschnittliche Inflationsrate 2010 beträgt 0,8 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im Dezember um 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Im November hatte die Inflationsrate 1,2 und im Oktober 1,0 Prozent betragen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, ist der erneute Anstieg der Inflationsrate vor allem auf weiter steigende Preise für Nahrungsmittel und für Mineralölprodukte zurückzuführen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe betrug die Inflationsrate im Dezember wie schon im November 0,8 Prozent.

Binnen Monatsfrist stieg der Verbraucherpreisindex im Dezember saisonbedingt um 1,1 Prozent. So zahlten Weihnachtsurlauber für Pauschalreisen 20,5 Prozent höhere Preise und für Ferienwohnungen 67,5 Prozent höhere Mieten als im November.

Das Preisniveau für Nahrungsmittel stieg im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent. Insbesondere Gemüse (plus 6,6 Prozent gegenüber November 2010) und Obst (plus 3,7 Prozent) wurden teurer, aber auch die Preise für Fisch (plus 1,0 Prozent), Fleisch sowie Brot und Getreideerzeugnisse (jeweils 0,5 Prozent) zogen an. Insgesamt waren Nahrungsmittel im Dezember 3,7 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die einzelnen Warengruppen zeigen jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen. So stiegen die Preise für Gemüse binnen Jahresfrist um 20,1 Prozent, für Obst um 9,1 Prozent, für Fisch um 3,9 Prozent, für Speisefette und -öle um 1,9 Prozent, für Fleisch und Fleischwaren um 1,0 Prozent sowie für Brot und Getreideerzeugnisse um 0,9 Prozent. Molkereiprodukte und Eier kosteten im Durchschnitt so viel wie vor einem Jahr.

Für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) zahlten die Verbraucher im Dezember 1,8 Prozent höhere Preise als im Vormonat und 8,7 Prozent mehr als im Dezember 2009. Die Preise der einzelnen Energieprodukte entwickelten sich recht unterschiedlich. Heizöl wurde binnen Monatsfrist 5,2 Prozent teurer und kostete 30,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Preise für Gas und für Strom blieben im Dezember gegenüber dem Vormonat zwar unverändert, lagen jedoch aufgrund von früheren Aufschlägen um 6,3 Prozent (Gas) bzw. 1,6 Prozent (Strom) über dem Vorjahresniveau. Der Abstand zwischen dem Preis für Diesel und dem für Superbenzin verringerte sich nur noch unmerklich. Diesel wurde im Dezember gegenüber dem Vormonat 3,5 Prozent und Superbenzin 3,4 Prozent teurer. Binnen Jahresfrist stieg der Preis für Diesel um 17,7 Prozent und für Superbenzin um 12,5 Prozent.

Die Preisentwicklung bei Gebrauchsgütern wirkte im Dezember wieder deutlich dämpfend auf die Inflationsrate. Insgesamt waren Gebrauchsgüter 0,6 Prozent billiger als vor einem Jahr. Einen erheblichen Anteil hieran hatten Produkte der Unterhaltungselektronik mit Preissenkungen von durchschnittlich 4,9 Prozent binnen Jahresfrist. Besonders stark fielen die Preise für Fernsehgeräte (minus 21,6 Prozent gegenüber Dezember 2009), Digitalkameras (minus 13,6 Prozent) und Notebooks (minus 9,2 Prozent). Auch in anderen Bereichen gingen die Preise zurück, jedoch weniger stark. Bekleidung und Schuhe wurden binnen Jahresfrist 1,8 Prozent, Heimtextilien 1,6 Prozent, Möbel und Einrichtungsgegenstände sowie Haushaltsgeräte jeweils 1,3 Prozent billiger.

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich binnen Jahresfrist durchschnittlich um 0,7 Prozent. Teurer wurden insbesondere Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 3,2 Prozent), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 3,0 Prozent), ambulante Gesundheitsdienstleistungen (plus 2,7 Prozent) sowie Verbundfahrkarten (plus 2,1 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im Dezember 0,9 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats.

Im Durchschnitt aller Monate errechnet sich für 2010 eine Inflationsrate von 0,8 Prozent. Im Jahr 2009 hatte die durchschnittliche Inflationsrate mit 0,1 Prozent einen historischen Tiefpunkt für Hessen erreicht. Mit ursächlich hierfür waren damals deutliche Preissenkungen für Heizöl und Kraftstoffe von insgesamt fast 16 Prozent. Im Jahr 2010 verlief die Entwicklung mit einem Preisanstieg von nahezu 14 Prozent für diese Produkte in die entgegen gesetzte Richtung. Wie stark diese Preissprünge die Inflationsraten beeinflusst haben, zeigt eine „alternative Berechnung“. Ohne Heizöl und Kraftstoffe gerechnet lag die durchschnittliche Inflationsrate 2009 bei 0,9 Prozent und 2010 bei 0,3 Prozent. (red)



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