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Knappschaft von Bergleuten des Bergwerks Rammelsberg wurde vor 750 Jahren gegründet

Hessischer Landesverband nahm an Jubiläumsfeier teil

Goslar/Schwalm-Eder. Vor 750 Jahren wurde die Knappschaft von Bergleuten des Bergwerks Rammelsberg in Goslar gegründet. Dies belegt eine Urkunde, die vom Bischof Johannes in Hildesheim ausgestellt wurde und die bestätigt, dass die Bruderschaft der Bergleute in Goslar unter dem Schutz des Bischofs steht. Diese Bruderschaft hatte zum Ziel, einerseits kranken und verunfallten Bergleuten in ihrer Not zu helfen und andererseits Bergleuten im Ruhestand eine Unterstützung zu gewähren.

Diese Bruderschaft war die erste Sozialversicherung weltweit und aus ihr ging später die Knappschaft hervor. Der Erzbergbau am Rammelsberg feierte in 1968 sein 1000-jähriges Bestehen, was ebenfalls durch eine Urkunde belegt ist. Nach neuesten Forschungen  ist der Bergbau hier jedoch zirka 3.000 Jahre alt, nur liegen aus dieser Zeit keine schriftlichen Dokumente vor. So ist zu vermuten, dass auch eine Hilfsorganisation der dortigen Bergleute noch älter als 750 Jahre ist,  nur ist sie nicht schriftlich überliefert.

Die aus der Bruderschaft hervorgegangene Knappschaft war Vorbild und Richtschnur für alle weiteren Organisationen der verschiedenen Sozialversicherungen, die im Laufe der folgenden Jahrhunderte, insbesondere parallel zur Industrialisierung und unter dem Reichskanzler Bismarck, entstanden.

Die Knappschaft, deren Hauptverwaltung heute in Bochum liegt, hat das Datum der bischöflichen Urkunde, den 28. Dezember 1260, zum Anlass genommen, zu einer Jubiläumsfeier nach Goslar an genau diesem Tag einzuladen. Zu dieser Feier war auch der Landesverband Hessen im Bund Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine angereist. Teilnehmer der 43 Bergleute umfassenden Gruppe aus Hessen waren Abordnungen der Bergmannsvereine Borken, Frielendorf, Nentershausen, Sontra, Großalmerode und Wintershall. Der Vorstand des Hessischen Landesverbandes war mit fünf Mitgliedern vertreten.

Der winterliche Harz empfing die mit dem Bus angereiste hessische Gruppe mit gewaltigen Schneemengen. Zunächst wurde im Rahmen einer kurzen Feier auf dem Goslarer Marktplatz ein Gedenkstein aus Rammelsberger Erz enthüllt. Es wurde betont, dass Goslar und sein Bergwerk Rammelsberg, heute zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörend, häufig das Ziel kaiserlicher Besuche in der dortigen Kaiserpfalz war. Diese wären aber nicht nach Goslar gekommen, wenn es nicht den Reichtum der Stadt durch den Bergbau und seine Bergleute gegeben hätte.

Anschließend wurde das Jubiläum mit einem großen Gottesdienst in der Frankenberger Kirche, die in dem Goslarer Stadtteil am Fuße des Rammelsberges liegt, gefeiert. Die Bischöfe beider Konfessionen aus Hildesheim und Braunschweig, der Oberbürgermeister sowie der Vorstandsvorsitzende der Knappschaft würdigten den Start der ersten Sozialversicherung und die Vorreiterrolle der Knappschaft sowie deren überragende Bedeutung für unsere moderne Gesellschaft. (red)

Foto:    Nr. 1
BU:    Mitglieder der angereisten Mitgliedsvereine des HLV vor dem Gedenkstein mit Bundesvorsitzenden Kurt Wardenga, dem Hessischen Landevorsitzenden Dieter Guderjahn und Vorstandsmitgliedern des HLV (Hessischer Landesverband).



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