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Handball in Athen: Zwei Spieler und Co-Trainerin des Nationalteams kommen aus Hephata

Schwalmstadt-Treysa. René Krüger (29) und Reinhard Wemhöner (47) haben es geschafft: Die beiden Spieler des Handballteams der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) stehen im Nationalkader der Special Olympics Weltspiele im Juni und Juli in Athen. Trainerin und Sportkoordinatorin der WfbM, Patricia Odriozola, wurde zur Co-Trainerin des Nationalteams berufen.

Beim letzten Sichtungswochenende im November wurde es ernst. Vor den insgesamt fünf Trainingslagern im vergangenen Jahr waren noch 35 Spieler im erweiterten Kader gewesen, zum letzten Sichtungswochenende dann nur noch 20. Daraus sollten letztlich zehn nominiert werden. „Wir saßen da, haben lange gewartet. Ich habe gedacht, ich bin eh nicht dabei“, erinnert sich Reinhard Wemhöner. Zudem seine Position des Torwartes mit vier Interessenten überdurchschnittlich gut besetzt werden konnte. Dann wurde einer nach dem Anderen aufgerufen.

„Herr Wemhöner, Sie sind nominiert – da habe ich erstmal geflennt. Ich war richtig glücklich.“ Das harte Training, die vielen Trainingsspiele, der Einsatz des 47-Jährigen hatte sich gelohnt. „Jetzt muss ich aber erst recht klotzen. Früher habe ich nie Lauftraining gemacht, seit fünf Wochen mache ich das.“ Zudem trainiert Wemhöner derzeit mit einer eigenen Torwarttrainerin. Eine Praktikantin der WfbM, die selbst Handball spielt, trainiert mit ihm.

Eigentlich war das bislang allein Patricia Odriozolas Job. Die Sportkoordinatorin der WfbM trainiert unter anderem auch die Handballmannschaft der WfbM, und wurde nun neben Nationaltrainer Carsten Schenk zur Co-Trainerin des Kaders berufen. „Das ist eine sehr ehrenvolle Aufgabe“, sagt Odriozola. „Die Mannschaft hat sehr gute Spieler, es war eine enge Entscheidung, wer ins Team kommt und wer nicht. Leider hat es für die beiden anderen Spieler Hephatas, die in der engeren Auswahl standen, nicht gereicht.“ Zudem wurde der Kader von ursprünglich geplanten zwölf Spielern auf zehn verkleinert. Umso mehr freuen sich nun die beiden Spieler aus Hephata mit ihrer Trainerin. Und üben intensiv. Bis Februar steht dreimal in der Woche Training an: zweimal Laufen, einmal Handball. Nach Februar soll noch Krafttraining hinzukommen. „Wir wollen uns aber nicht nur körperlich, sondern auch geistig auf Athen vorbereiten“, sagt Patricia Odriozola. Dazu zählen Lerneinheiten zu Allgemeinbildung, Geschichte und Kultur Griechenlands.

„Mein Vater hat gesagt, man muss immer kämpfen, wenn man ein Ziel erreichen will. Das habe ich beim Handball durchgehalten“, sagt René Krüger. Der Kapitän der Hephata-Mannschaft wird im Nationalkader voraussichtlich außen rechts im Rückraum spielen. Sein Vater will ihm dabei zusehen und mit nach Griechenland fliegen.

„Bis dahin müssen aber noch meine Speckrollen weg, damit ich schneller werde.“ René Krüger läuft dafür zusätzlich zweimal in der Woche auf dem Damm zwischen Treysa und Ziegenhain und geht zweimal in der Woche ins Fitness-Studio: „Ich bin stolz auf mich, habe viel trainiert, jetzt ziehe ich noch mal an.“ (me)



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