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Dreisprung: Bronze für Stefanie Klein und Henri Alter

Hessische B-Jugend-Hallenmeisterschaften in Frankfurt

Frankfurt/Melsungen. Nachdem am ersten Tag der hessischen Jugend-Hallenmeisterschaften in Frankfurt Katharina Wagner  mit ihrem Silberrang aus Sicht der Leichtathletik der MT Melsungen für einen Paukenschlag gesorgt hatte, konnten die hoffnungsvollen Nachwuchsathleten aus Melsungen auch am zweiten Tag mit sehr guten Platzierungen glänzen. So gingen Stefanie Klein, Henri Alter, Sebastian Ludwig und Celine Kühnert im Dreisprung an den Start. Die Ausbeute dieser Vier kann sich sehen lassen: Zweimal der dritte, einmal der vierte sowie ein sechster Platz sprangen dabei heraus. Abgerundet wurde die erfolgreiche Veranstaltung aus Melsunger Sicht durch den siebten Platz von Karolin Siebert im 800 MeterRennen, die ja schließlich noch in der Schülerklasse startberechtigt ist und sich somit mit der teilweise zwei Jahre älteren Konkurrenz messen musste.

Der Wettkampftag begann für die Athleten mit dem Dreisprung der männlichen B-Jugend. Die beiden Starter Henri Alter und Sebastian Ludwig mussten sogleich zusehen, wie der haushohe Titelfavorit Tobias Allnach von der LG Fulda den Wettkampf mit einen fulminanten Sprung auf die Siegesweite von 12,89 Meter eröffnete. Dies steckte Sebastian noch am besten weg, der seinen Wettkampf mit 11,53 Meter und damit dem zweiten Platz begann, wobei er seine persönliche Hallenbestleistung von den Nordhessischen Meisterschaften im Dezember bereits um neun Zentimeter überbot.

Henri kam nach 11,22 Meter im ersten Anlauf erst im zweiten Versuch auf Touren, wo er 11,59 Meter erzielte. Sogleich reagierte Sebastian auf die Steigerung seines Vereinskameraden und ließ im zweiten Versuch 11,66 Meter folgen. Sollte da eventuell ein spannender Zweikampf um die Podiumsplätze zwei und drei entbrennen? Leider nein, schließlich machte da Mitkonkurrent Konrad Philip von der TG Camberg einen Strich durch die Rechnung, als er nach einem ungültigen ersten Versuch am Ende des zweiten Durchgangs 11,93 Meter hinlegte und Sebastian und Henri jeweils um einen Platz verdrängte. Nachdem der dritte Durchgang keine Veränderung brachte, musste nunmehr die Entscheidung in den drei Versuchen des Endkampfes fallen. Und da legte Henri im vierten Versuch richtig los und kam auf 11,83 Meter, was eine Steigerung seiner persönlichen Bestleistung – aufgesellt bei den Nordhessischen Hallenmeisterschaften im letzten Dezember – um fünf Zentimeter bedeutete. Gleichzeitig verdrängte er mit diesem Versuch Sebastian von Platz drei. Sebastian merkte man nun den ferien- und urlaubsbedingten Trainingsrückstand an. Seine Kraftreserven waren aufgebraucht und er konnte nicht mehr die Leistungssteigerung von Henri kontern und belegte in der Endabrechnung mit Platz vier seine bislang beste Einzelplatzierung bei Hessischen Meisterschaften.

Nun hatte Henri Alter Mut gefasst und wollte auch den zweiten Platz von Konrad Philip, der sich zwischenzeitlich noch auf 11,97 Meter gesteigert hatte, angreifen. Und beinahe wäre ihm dieser Coup auch noch gelungen, wäre er nicht im vorletzten Versuch, der ihn sicherlich ganz nahe oder über die begehrte 12-Meter-Marke getragen hätte, hauchdünn übergetreten. Auch der letzte Versuch blieb ungültig, so dass sich Henri letztendlich aber über den im Vorfeld nicht erwarteten Bronzemedaillenrang sehr freute.

Anschließend folgte der Dreisprung der weiblichen Jugend B. Hier gingen mit Stefanie Klein und Celine Kühnert zwei Melsunger Athletinnen an den Start, die sich aufgrund ihrer Vorleistungen von jeweils 10,13 Meter Außenseiterchancen auf den Bronzerang ausgerechnet hatten. Auch hier ließen die Titelfavoritinnen im jeweiligen ersten Versuch nichts anbrennen. Die Gewinnerin Natalie Dittmar von der LG Frankfurte und Sarah Gwosdek von der LG Fulda legten mit ihren jeweiligen Tagesbestweiten von 11,03 Meter beziehungsweise 10,94 Meter gleich im ersten Versuch los, so dass sich die Melsunger Schützlinge auf den Kampf um Platz drei konzentrieren konnten. Dabei erwischte Celine den besseren Start. Nach dem ersten Versuch auf 9,67 Meter kam sie im zweiten Durchgang mit 9,94 Meter. Damit kam sie der begehrten 10-Meter-Marke sehr nahe und belegte im laufenden Wettkampf Platz drei. Dieser Marke näherte sich nun auch Stefanie nach 9,57 Meter und 9,87 Meter im zweiten Versuch. Kurz vor dem Ende des zweiten Durchgangs lieferten sich nun sieben Athletinnen, die alle zwischen 9,70  und 9,94 Meter vorzuweisen hatten, ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um Platz drei. Jetzt kam Charlotte Bomert von der SSC Vellmar an die Reihe und schraubte die Messlatte für Platz drei auf 10,19 Meter. Hiervon unbeeindruckt konterte Stefanie die Leistung von Charlotte mit einem technisch äußerst starken dritten Versuch, dem nur ein wenig Absprunghöhe beim dritten Sprung in die Grube fehlte, mit einer neuen persönlichen Bestweite von 10,20 Meter. Somit kamen die Melsunger Athleten mit den Platzierungen drei und sechs in den Endkampf. Celine, die bereits in der Vergangenheit kaum einen Wettkampf unter der 10-Meter-Marke absolviert hatte, zeigte sich äußerst ehrgeizig. So gelangen ihr in den Durchgängen fünf und sechs mit 10,04 Meter und 10,02 Meter noch die begehrten 10-Meter-Sprünge, was sie aber aufgrund der starken Konkurrenz bei der Platzierung in der Endabrechnung nicht weiter nach vorne brachte. Obwohl Stefanie von der neuen persönlichen Bestleistung den Wettkampf hätte beflügelt und ohne Druck fortführen können, wollte sie nun zuviel. In den letzten drei Versuchen geriet der Absprung immer zu hoch, so dass aufgrund der hohen Belastung der zweite Jump deutlich zu kurz geriet. So wurde es um Platz drei noch einmal richtig spannend, als Charlotte Bomert einen sehr guten letzten Versuch hinlegte. Jetzt schaute Stefanie gespannt zur Anzeigetafel und als dort 10,12 Meter erschienen  war klar, Stefanie hatte die Bronzemedaille sicher. Da war die Freude von Stefanie und den mitgereisten Melsunger Fans, zu denen auch die Mutter von Stefanie gehörte, groß.

Abschließend kam nun die jüngste Starterin aus den Reihen der Melsunger Athleten über 800 Meter an die Reihe. Karolin Siebert war dem zweiten und damit schnelleren Zeitlauf zugeteilt. Dass sie gegen die teilweise zwei Jahre ältere Konkurrenz nicht um den Titel mitlaufen konnte, war klar. Nachdem der erste und damit langsamere Lauf mit einer Siegerzeit von 2:26,00 Minuten absolviert wurde, war für Karolin klar, dass sie für eine Zeit unter den ersten Acht und damit einem Urkundenplatz mindestens eine Zeit unter 2:28 Minuten laufen musste. Die geplanten Zwischenzeiten wurden auf eine Zeit von 2:24 Minuten ausgerichtet. Nach dem Startschuss gingen die Titelfavoritinnen Janina Vogel und Insa Schütze (beide vom Wiesbadener LV) in Führung und legten ein hohes Tempo vor. Dabei hätten die vom Führungsduo über die ersten 200 beziehungseise 400 Meter erreichten Zwischenzeiten zu einer Zeit von unter 2:16 Minuten gereicht. Dieses Tempo gingen fünf Läuferinnen mit. Selbst Karolin war bei den ersten Zwischenzeiten zwei beziehungsweise drei Sekunden unter ihrer Zeitvorgabe. Und so kam es wie es kommen musste: Das Tempo war sowohl für die Spitzengruppe, die letztendlich mit 2:19 Minuten ins Ziel kam, als auch für Karolin zu hoch. Karolin kam alssechste des zweiten Zeitlaufs mit 2:26,40 Minuten ins Ziel. Damit belegte sie von insgesamt 17 gemeldeten Starterinnen einen erfreulichen siebten Platz.

Am Rande der Veranstaltung ergab sich sogar für den Melsunger Nachwuchs die Gelegenheit, einer der populärsten und erfolgreichsten Deutschen Leichtathletin des letzten Jahres, Ariane Friedrich, gute und rasche Genesung für ihre schwerwiegende Verletzung an der Achillesferse zu wünschen. (red)



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