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Henri Alter steigert sich auf 5,63 Meter

Kreis-Hallenmeisterschaften der Leichtathletik

Melsungen. Die Melsunger Stadtsporthalle stand am Wochenende ganz im Zeichen der Leichtathletik, denn der Leichtathletik-Kreis Schwalm-Eder ermittelte von Freitagabend an bei drei Veranstaltungen seine Meister und Jahrgangsbesten. Die einen Top, die anderen Hopp, so könnte man das Leistungsniveau umschreiben, das in den verschiedenen Wettbewerben recht schwankend war. So wurden die Leistungserwartungen vor allem bei den Männern, Frauen und den A-Jugendlichen nicht erfüllt. Und auch bei den B-Jugendlichen und A-Schülern – sieht man einmal von den 7,19 Sekunden von Judith Entzeroth (Spangenberg) im 50m-Sprint sowie den 2:30,17 Minuten im 6-Rundenlauf von Karolin Siebert (MT Melsungen) ab, blieben die überragenden Ergebnisse aus.

Hans-Jörg Engler, der an diesem Wochenende bei allen drei Veranstaltungen die Wettkampfleitung hatte, wies auf das verlängerte Schulwochenende hin. Einige der Athleten hatten sich in den Kurzurlaub abgemeldet, andere befanden sich zurzeit des Wettkampfes noch auf einer Klassenfahrt und wieder andere konnten aus gesundheitlichen Problemen nicht an den Start gehen. Aber dennoch, es gab  bei diesen Meisterschaften zu viele Schwachpunkte. „Die Besetzung in den Wettbewerben ab der Jugend A war teilweise katastrophal. Einige Wettbewerbe mussten gar mangels Meldungen ausfallen“, betonte Engler, der mit Michael Langhorst im Wettkampfbüro, die drei Veranstaltungen zur vollen Zufriedenheit des Kreisvorstandes und der Athleten durchführte.

Bei den Männern gab es fast nur Schatten, lagen doch die Siegerleistungen zum Teil unter den Werten der B-Jugendlichen. Allein Hammerwerfer Christian Halt (Spangenberg) konnte mit seinen 11,67 m im Kugelstoßen gefallen. Bei den Frauen sicherte sich Kerstin Fröhlich aus Gensungen drei Siege, wobei ihre 7,38 Sekunden im 50m-Sprint die wertvollste Leistung darstellen. Bei der männlichen Jugend A dominierte Niklas Dengler (Jahn Treysa) auf der Sprintstrecke über 50 Meter und lief nach einem guten Start mit 6,65 Sekunden die Tagesbestzeit.

Für eine große Überraschung sorgte Henri Alter (MT Melsungen) Im Weitsprung der männlichen Jugend B, denn er schlug der starken Konkurrenz ein Schnippchen. Der Speerwerfer, der im  Vorjahr mit 5,23 Meter auf Rang sechs in der Kreisbestenliste der A-Schüler geführt wurde, verwies Raphael Strube (TSV Spangenberg) überraschend auf Rang zwei. Alter begann mit 5,27 Meter, ließ im zweiten Durchgang 5,47 Meter folgen und steigerte sich mit seinem dritten Versuch auf glänzende 5,63 Meter.  Raphael Strube, ein TOP-TEN-Springer des Leichtathletik-Verbandes, stand im Vorjahr mit 5,98 Meter auf Rang acht in Hessen. Aber an diesem Tag hatte er nur 5,40 Meter entgegenzusetzen. Dafür sicherte sich der Spangenberger Mehrkämpfer die Titel im Sprint (7,01 Sek.) und überraschend auch im Kugelstoßen mit 11,45 Meter. Tobias Stang merkte man seine verletzungsbedingte sechswöchige Trainingspause deutlich an. Mit 5,26  und 5,20 Meter hatte der überragende Schüler des Vorjahres nur zwei gültige Sprünge in seiner Serie. Der hessische B-Jugend-Vizemeister im Hammerwerfen, Marco Laubach (Spangenberg), bot im Hochsprung eine überzeugende Vorstellung bot im Hochsprung, als er als einziger 1,65 Meter übersprang und damit deutlich machte, dass Hammerwerfer neben der Beinkraft auch über ein gutes Sprungvermögen verfügen müssen.

Für eine weitere gute Leistung sorgte Swantje Wunderlich aus Spangenberg im Hochsprung der weiblichen Jugend A  mit 1,55 Meter.  Zu einem Höhepunkt sollte der Weitsprungwettbewerb der weiblichen Jugend B werden. Traten doch mit Katharina Wagner,  Landes-Vizemeisterin der weiblichen Jugend B,  Rabea Pöppe (Spangenberg) im Vorjahr 4,86 Meter, Stefanie Klein, Dritte der Hessischen Meisterschaften im Dreisprung sowie Celine Kühnert, nordhessische Vizemeisterin im Dreisprung, vier Teenager an, die alle 4,70 Meter und mehr springen konnten. Katharina Wagner, die vor zwei Wochen trotz einer Erkältung 5,42 Meter erreichte, hatte erneut starke gesundheitliche Probleme und wurde in ihren Vorbereitungen erneut zurück geworfen. Dadurch musste sie ihre Meldungen im Sprint, Hochsprung und Kugelstoßen wieder zurückziehen und trat nur im Weitsprung an, den sie mit bescheidenen 4,84 m vor Celine Kühnert (4,60 m) und Stefanie Klein (4,40 m) gewinnen konnte. Dennoch lag sie mit dieser Leistung noch vor den Siegerinnen der Frauen und der weiblichen Jugend A.

Bei den A-Schülern erzielten Finn Wunderlich (Spangenberg) mit seinen Siegen im Hochsprung (1,58 m) und im Kugelstoßen (11,81 m) sowie der ein Jahr jüngere Vierfach-Sieger David Jung vom Tuspo Guxhagen, der im Kugelstoßen 11,25 Meter erreichte und im Hochsprung die Latte bei 1,55 Meter überquerte, erwartungsgemäß die besten Leistungen.

Judith Entzeroth (TSV Spangenberg), im Vorjahr mit 12,71 Sekunden Hessens zweitschnellste 100m-Läuferin in der W14,  untermauerte auch bei diesen Meisterschaften unter dem Hallendach ihre Vormachtstellung im Sprint. Bereits im 50m-Vorlauf lief sie mit 7,19 Sekunden die  schnellste Zeit aller weiblichen Teilnehmer und setzte sich im Finale mit 7,25 Sekunden souverän vor Franziska Müller (Borken) durch. Aber auch das Mehrkampftalent aus Borken hatte drei Wochen vor den Landeshallenmeisterschaften der Schülerinnen einen vielversprechenden Hallenauftakt.  Mit 1,50 Meter  im Hochsprung setzte sie sich bei Höhengleichheit gegen Judith Entzeroth durch und siegte auch im Kugelstoßen mit 10,13 Meter.  In der Altersklasse der W14 zeigte sich Laura Rasch aus Guxhagen mit drei Siegen in einer guten Verfassung und hatte im 50m-Sprint mit 7,64 Sekunden sowie im Hochsprung mit 1,40 Meter ihre besten Leistungen.

Vor den abschließenden Rundenläufen gehörten zweifelsohne die Staffelwettbewerbe über vier, drei, zwei und eine Runde zu den Höhepunkten dieses Abends. Bei den Männern, Frauen und A-Jugendlichen wurde das Team des TSV Spangenberg mit Björn Schreck, Kevin Krah, Heiko Roßmeisel und Philipp Hillmann seiner Favoritenrolle gerecht und gewann in 3:18,43 Minuten, sieben Sekunden vor dem Tuspo Borken.

Der Staffelwettbewerb der B-Jugendlichen und Schüler endete aber mit einer Überraschung, denn das Team aus Melsungen konnte den Favoriten aus Spangenberg klar bezwingen. Den Grundstein dafür legte Tobias Stang mit seinem Super-Lauf über vier Runden, bei dem er den zwei Jahre jüngeren Patrick Hollstein fast 100 Meter abnahm. Da Rabea Pöppe auf Stefanie Klein nur wenige Meter gutmachen konnte, war die Staffelentscheidung bereits nach dem zweiten Wechsel entschieden. Da konnte auch der gute Lauf von Judith Entzeroth gegen Henri Alter oder die schnelle Schlussrunde von Raphael Strube gegen Celine Kühnert nichts mehr ändern. Mit 3:28,18 zu 3:31,00 Minuten siegte das MT-Quartett  deutlicher als vorher von Optimisten angenommen. Auf Rang drei kamen die Nachwuchsläufer des Tuspo Guxhagen nach 3:41,39 Minuten ins Ziel.

Für einen Leckerbissen und damit auch für die beste Leistung sorgte am Ende der Veranstaltung Karolin Siebert mit ihrem „Sololauf“ über 6 Runden. Nachdem sie sich im Vorjahr überlegen mit 2:41,5 Minuten durchsetzen konnte, testete die 14jährige bei diesen Meisterschaften ihre Tempohärte und kam bereits nach 2:30,17 Minuten ins Ziel. Sie hatte nicht nur fast 30 Sekunden Vorsprung, sondern verbesserte auch den vier Jahre alten Meisterschaftsrekord von Katharina Strack (Gensungen) üm über acht Sekunden. (ajw)



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