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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Qualitätsinitiative für den Fulda-Radweg

Hessen. Der Fulda-Radweg soll zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich eine Arbeitsgruppe der Anrainerregionen unter der Leitung der NordHessen Touristik im Regionalmanagement Nordhessen gegründet. Zur Arbeitsgruppe gehören Vertreter der Rhön, des Vogelsbergs, der GrimmHeimat NordHessen, Hann.-Münden, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie der Hessen Agentur. Gemeinsam möchte man vom derzeitigen Wachstum des Fahrradtourismus profitieren. 6,5 Milliarden Euro beträgt die erwirtschaftete Nettowertschöpfung der Radtouristen in Deutschland und besitzt damit einen Anteil von 10,92 Prozent an der Wertschöpfung des gesamten Tourismus.

Eine erste Analyse durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hat ein hohes touristisches Potential des Radwegs bescheinigt. Doch einige Abschnitte des 250 Kilometer langen Fulda-Radwegs weisen derzeit Mängel auf. Im Raum Bad Hersfeld sowie nördlich von Kassel sind Wegeführung und Oberflächenbeschaffenheit verbesserungswürdig. Diese Mängel sollen nun behoben werden, um eine Zertifizierung des Weges nach den Kriterien des ADFC zu erlangen.  „Vier von maximal fünf Sternen kann der Fulda-Radweg erlangen und spielt dann in der Spitzenliga des deutschen Radtourismus, daran arbeiten wir derzeit mit Hochdruck“,  sagt Ute Schulte, Leiterin der NordHessen Touristik.

In Kooperation mit den regionalen Entwicklungsgruppen der Landkreise wird derzeit ein Marketing- und Kommunikationskonzept für den Radweg entwickelt, das die notwendigen Maßnahmen für die Verbesserung des Weges und die anschließende Vermarktung definiert. Nach ersten Schätzungen werden zunächst Investitionen in Höhe von zirka 2,5 Millionen Euro notwendig sein, um die Qualitätsmängel am Weg zu beheben. Die Maßnahmen werden über Landes- Bundesmittel gefördert. In einem zweiten Schritt sollen die touristische Beschilderung, Rastplätze für Radler, radlerfreundliche Gastronomie und Hotellerie sowie das touristische Marketing vorangetrieben werden. „Der Fulda-Radweg ist ein Leuchtturmprojekt für die touristische Entwicklung der GrimmHeimat NordHessen“, so Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements Nordhessen. „Wir sind zuversichtlich, dank der engen Kooperation aller Anrainerregionen schon bald einen der besten Radwege Deutschlands in unserer Region zu haben.“ (red)



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