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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Gemeinsames Feuerwehrhaus in Betrieb genommen

Borken-Singlis. Die Sonne lachte vom Himmel und verbreitete lang ersehnte Frühlingsgefühle, als im Borkener Stadtteil Singlis Menschen und Fahrzeuge nicht nur die Ehrenmalstraße füllten. Natürlich hatte das seinen Grund. Nach rund 17 Monaten Bauzeit wurde das neue, gemeinsame Feuerwehrhaus für die Freiwilligen Feuerwehren aus Singlis und Lendorf offiziell in Betrieb genommen. Eine sinnvolle und auch wirtschaftliche Maßnahme, die darüberhinaus auch der demografischen Entwicklung Rechnung trägt.

Bereits seit mittlerweile 16 Jahren gestalten die beiden Wehren auch den Ausbildungs- und Übungsbetrieb in Kooperation und bilden mit der Wehr aus Gombeth den Brandschutzabschnitt II der Großgemeinde. Zahlreiche Gäste und Besucher aus den beiden Stadtteilen, dazu Abordnungen aus benachbarten und befreundeten Wehren sowie zahlreiche Vertreter kommunaler Gremien verdeutlichten eine gute Resonanz durch die Öffentlichkeit.

Gute Arbeit
Ein erstes Lob sprach Bürgermeister Bernd Heßler allen am Bauwerk beteiligten Firmen, ehrenamtlichen Helfern, dem städtischen Bauhof und den Planern für die hervorragende Arbeit in der baulichen Umsetzung aus. Alter und erhebliche Baumängel am ehemaligen Feuerwehrhaus in Singlis und umfangreiche Auflagen des technischen Prüfdienstes in Lendorf, führten zum sinnvollen Beschluss, einen Neubau zwischen dem Gemeinschaftshaus und dem Kindergarten zu errichten. Das Sonderinvestitionsprogramm für kommunale Infrastruktur in Hessen und das Konjunkturpaket II des Bundes, stellten mit 270.000 Euro einen wesentlichen Teil der Finanzierung sicher. Den Differenzbetrag in Höhe von 55.000 Euro zur Kostenschätzung über 325.000 Euro deckten Arbeiten in Eigenleistung und durch Facharbeiter des städtischen Bauhofs  ab. So entstanden im Neubau zwei Kfz-Stellplätze, eine Werkstatt, Umkleideräume für Männer, Frauen und Jugend sowie die notwendigen sanitären Räume. Das Gemeinschaftshaus beherbergt Versammlungsraum, Küche und Wehrführerbüro.

Auf vielen Schultern
Mit der Konzentration auf ein Feuerwehrhaus konnten auch personelle Engpässe gelöst werden. „Der Neubau wurde von vielen Schultern getragen und wird nun zur Heimat von zwei Freiwilligen Feuerwehren aus den Stadtteilen Singlis und Lendorf“, stellte Bürgermeister Bernd Heßler fest. Zum Abschluss seiner Worte betonte er, dass dank erheblicher Eigenleistungen der Kostenrahmen eingehalten wurde. Dies war Dank vieler ehrenamtlicher Hände möglich. Stellvertretend für alle Helfer sprach er dem Singliser Bürger Hans Susmann seinen Dank aus.

Nach den Grußworten des Ortsvorstehers Martin Volze (Singlis) und dem stellvertretenden Ortsvorsteher Norbert Kaiser aus Lendorf, berichteten die Wehrführer Hendrik Nitsch und Stefan Matthias von den vielen, auch kontroversen Diskussionen im Vorfeld, die zu der getroffenen Entscheidung für ein Feuerwehrhaus führten und im Endeffekt von allen Mitgliedern der Wehren getragen wurde.

4.945 Arbeitsstunden
In den Um- und Ausbau investierten beide Wehren 4.945 Arbeitsstunden neben dem normalen Ausbildungs- und Einsatzdienst. Zusätzlich flossen 8.000 Euro aus Vereinsmitteln in das Projekt. „Die Freiwilligen Feuerwehren sind für mich gerade auf dem flachen Land auch ein Zeichen von Lebensqualität, denn mit Kameradschaft und innovativem Engagement lösen sie Probleme und bewältigen anstehende Arbeiten und Aufgaben“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker. In den Borkener Stadtteilen Singlis und Lendorf habe man die Zeichen der Zeit erkannt, um die Zusammenarbeit über Kirchturmdenken hinaus auszubauen. Das Ergebnis sei eine schlagkräftige Feuerwehr an einem gemeinsamen Standort. „Jeder Einsatz birgt Gefahr für Leib und Seele. Für diese nicht alltägliche Bereitschaft spreche ich meine Hochachtung aus. Dabei habe ich und Kreisbrandinspektor Werner Bähr die Gewissheit, dass die Ausbildung der Einsatzkräfte gut und den vielfältigen Aufgaben angepasst ist.“

Schlüsselübergabe und Standarteneinzug
Bevor zur offiziellen Schlüsselübergabe aufgefordert wurde, ergriffen Stadtbrandinspektor Bernhard Stirn und Vereinsvertreter Holger Bottenhorn das Wort. Sie gratulierten der Bevölkerung von Singlis und Lendorf für ein Stück mehr an Sicherheit im Ort.

Unter musikalischer Begleitung durch den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wildungen mit Ehrenzug und den Standarten der Kernstadt-Wehr und aus Kleinenglis, wurde die Standarte der Freiwilligen Feuerwehr Singlis ins neue Feuerwehrhaus begleitet und eskortiert. Ein symbolischer Akt, den viele Augen verfolgten und ein würdiger Abschluss der Veranstaltung war.

Konsequente Investitionen
Die bauliche Erweiterung, Sanierung oder der erforderliche Neubau von Feuerwehrhäusern wird seit Bildung der Großgemeinde konsequent von den Verantwortlichen der Stadt Borken umgesetzt. Nach den bisherigen Fertigstellungen von Feuerwehrhäusern in Trockenerfurth, Dillich, Gombeth und dem Weiterbau in Großenenglis und Arnsbach war jetzt das Feuerwehrhaus in Singlis an der Reihe. Investitionen unterschiedlichster Art flossen auch in die Feuerwehrhäuser der Kernstadt, in Kerstenhausen, Kleinenglis und Pfaffenhausen. Zur Verbesserung des Brandschutzes in der Großgemeinde wurden unter anderem im vergangenen Jahr zwei technisch ausgereifte Einsatzfahrzeuge für die Kernstadt-Wehr angeschafft. So wurden seit 2005 rund 970.000 Euro in den Brand- und Katastrophenschutz der Großgemeinde investiert. (sb)



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