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Arbeitszeit in Hessen 2010 gestiegen

Hessen. In Hessen wurden im Jahr 2010 von den rund 3,13 Millionen Erwerbstätigen über 4,5 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Wie das Hessische Statistische Landesamt auf Basis neu berechneter Zahlen feststellt, waren dies 110 Millionen Arbeitsstunden oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deutschlandweit betrug der Anstieg 2010 gegenüber dem Vorjahr 2,6 Prozent. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden erhöhte sich in Hessen im Berichtsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker als die Zahl der Erwerbstätigen, die mit plus 0,3 Prozent nur moderat zunahm.

Ausschlaggebend für den Anstieg der geleisteten Arbeitszeit waren die Reduzierung der Kurzarbeit, die Erhöhung der betrieblichen Wochenarbeitszeiten sowie der Aufbau von Überstunden und Guthaben auf Arbeitszeitkonten.

Die durchschnittlich geleistete Jahresarbeitszeit je Erwerbstätigen betrug im Jahr 2010 rund 1.438 Stunden. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 30 Stunden oder 2,2 Prozent. Eine besonders starke Zunahme der durchschnittlich geleisteten Arbeitszeit je Erwerbstätigen gab es im Produzierenden Gewerbe ohne Bau (plus 5,7 Prozent). Im Teilbereich Verarbeitendes Gewerbe war der Anstieg mit 5,8 Prozent leicht stärker, allerdings noch 1,0 Prozent unter dem Vorkrisenniveau 2008. Im Baugewerbe nahm die Stundenzahl gegenüber 2009 je Erwerbstätigen um 1,3 Prozent zu.

Nahezu unverändert blieb das geleistete Arbeitsvolumen je Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (plus 0,1 Prozent). In den Dienstleistungsbereichen insgesamt stieg es dagegen um plus 1,5 Prozent, wobei die Entwicklung in den Teilbereichen unterschiedlich stark war. Am stärksten war der Anstieg im Bereich „Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister“ mit plus 1,8 Prozent, während die Bereiche „Handel, Gastgewerbe und Verkehr“ und die „Öffentlichen und privaten Dienstleister“ einen Zuwachs von 1,5 beziehungsweise 1,4 Prozent verzeichneten.

Bei den hier vorgelegten Zahlen, die auf dem Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 17. Februar 2011 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (AK ETR)“, dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Die Erwerbstätigenzahl und die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden wurden gegenüber den Veröffentlichungen im Januar 2011 neu berechnet und die bisher veröffentlichten Ergebnisse für 2010 überarbeitet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Die aktualisierten Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit und zum Arbeitsvolumen können auf der Homepage des AK ETR unter www.ak-etr.de abgerufen werden.

Das Arbeitsvolumen in Hessen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständiger beziehungsweise als mithelfender Familienangehöriger innerhalb Hessens eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die geleisteten Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Hingegen gehören die bezahlten, aber nicht geleisteten Arbeitsstunden, beispielsweise wegen Jahresurlaub, Erziehungsurlaub, Feiertagen, Kurzarbeit oder krankheitsbedingter Abwesenheit nicht zum Arbeitsvolumen. Das Arbeitsvolumen entspricht somit der Anzahl der Stunden, die während des Bezugszeitraums,  das heißt im Jahr, tatsächlich am Arbeitsplatz erbracht wurden. (red)



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