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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Ausschalten – jetzt! Mahnwache in Homberg

Homberg. Am Samstag protestierte eine große Anzahl von Menschen auf dem Marktplatz gegen Atomkraft und für ein besseres Verständnis für Natur und Umwelt. Manch ein Teilnehmer erinnerte sich an Tschernobyl vor 25 Jahren und die ersten Ostermärsche hier im Landkreis in den achtziger Jahren. Homberg spielt in dieser Erinnerung eine große Rolle, durch die Partnerschaft mit der belarussischen Stadt Stolin, die in der Falloutzone Tschernobyls liegt. Diese Stadt sei ein Mahnmal dessen, was sich in Japan beginnt zu wiederholen, da eine solche Katastrophe das Leben der Menschen, wenn nicht eines ganzen Staates, grundlegend verändern wird und nichts mehr so sein wird, wie es war.

Homberg sei bewusst diese Partnerschaft mit Stolin eingegangen und den Aktivisten sei es wichtig, in diesen Tagen erneut gegen Atomkraft und die Atompolitik zu protestieren, heißt es von Seiten der Aktivisten. Man wolle ein deutliches Zeichen setzen, dass diese todbringende Energie endgültig abgeschafft werde und nicht durch ein Moratorium verzögert, das die Katastrophe in Japan nach und nach in die Vergessenheit drängt.

„Wir haben die Energie auch bei uns in der Region. Sonne, Wasser, Wind – wir müssen die regenerativen Energien nutzen!“, lag als Leitspruch vielen der Anwesenden am Herzen. Die Initiative für diese Protestveranstaltung, so betonte man, sei nicht parteigebunden, sondern ginge von vielen Menschen aus, die an die Menschen in Japan denken möchten und an die Freunde in Stolin.

Das zwischen den „Atomkraft Nein Danke!“-Fahnen dann doch einmal ein Infostand der FWG, der SPD, der B90/DIE GRÜNEN,  oder bekannte Gesichter wie das von Mark Weinmeister (Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) der hessischen Landtagsabgeordneten Regine Müller (SPD) oder des Fraktionsvorsitzenden Klaus Bölling (B90/DIE GRÜNEN) auftauchten, sollte in den Vortagen der Kommunalwahlen nicht verwundern. Regine Müller trug an ihrem Arm eine weiße Schleife, da in Japan die Farbe Weiß als Trauerfarbe gilt im Gegensatz zum europäischen Schwarz.

Redner gab es bei dieser Veranstaltung keine – denn diese Aktion wollte bewusst als Mahnwache verstanden werden – und manchmal, ja manchmal hilft eine Minute schweigen mehr als eine Stunde reden. (adg)



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