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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

JHV der Interessenvertretung Klärwerk

Borken-Nassenerfurth. Auf ein ereignisreiches zurückliegendes Jahr verwies der Vereinsvorsitzende Bernd Zuschlag  am Freitag, 11. März, im Verlauf seines Rechenschafsberichtes auf der im Dorfgemeinschaftshaus des Stadtteils Nassenerfurth stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Interessenvertretung Klärwerk. Allein die unbefriedigten Ergebnisse der ersten Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in Kassel, die daraus resultierende aktuelle Lage sowie die kommende kommunale Belastung in Form von gesplitteten Abwassergebühren und deren möglichen Folgen für die ortsansässigen und auswärtigen Grundstückseigentümer umfassten einen Großteil seines Redebeitrages.

Dabei dankte er allen Aktiven des Vorstandes sowie den zahlreichen Helfern für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle des Vereins und seiner Mitglieder und würdigte auch jene Personen, die aus persönlichen, beruflichen oder gesundheitlichen Gründen ihre bisherigen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können.

Keine nennenswerten Veränderungen brachten die Ergebnisse der diesjährigen Vorstandswahlen. Wiedergewählt als Vereinsoberhaupt wurde unter Federführung von Wahlleiter Manfred Feller erwartungsgemäß der bisherige Amtsinhaber Bernd Zuschlag, ebenso seine Stellvertreter Friedrich Döring, Bernd Faßhauer und Matthias Fennel. Das Trio wird erweitert durch Elisabeth Plock aus Kleinenglis, die Horst D. Keßler ablöst. Der bisherige Vorsitzende der Abteilung Gombeth wechselt wunschgemäß in die Reihen der ortsansässigen Vertrauenspersonen seines Heimatortes. Die Vereinskassen bleiben beim  neuen Hauptkassierer Heinz Kimpel aus Borken weiterhin in bewährten und zuverlässigen Händen, unterstützt von seinen ebenso erfahrenen Stellvertretern Käti Kimpel und Reiner Kramer, der für den beruflich verhinderten Vorgänger Holger Gräf einsprang.  Kay J. Rudolph übt auch in Zukunft die Funktion des Schriftführers aus, seine bisherige Stellvertreterin Marlene Schneider musste ihren Einsatz infolge weiterer ehrenamtlicher Verpflichtungen aufgeben. Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit und EDV untersteht Horst Paulduro, der ab sofort durch den „Mann aus der hintersten Linie (Filmkamera)“ , Heinrich Klimek aus Kleinenglis, tatkräftige Verstärkung erhält.

Zufriedenheit und Zuversicht auch unter den anwesenden Aktivisten vor Ort, den zahlreichen Vertrauenspersonen in den jeweiligen Stadtteilen. Sie erfuhren Wertschätzung  und Anerkennung sowie ihre Bestätigung durch Wiederwahl: Gerhold Becker und Marcel Pritsch-Rehm (Arnsbach), Manfred Feller, Werner Schneider und  Manfred Riemenschneider (Borken), Carlo Knigge (Dillich), Wolfgang Matthias (Freudenthal), Walter Bräutigam (Gombeth), Helmut Albert (Großenenglis), Otmar Hoffmann (Haarhausen), Walter Helmuth (Kerstenhausen), Jürgen Ernst, Horst D. Keßler, Hynek Kunert, Wilhelm Plock und Bernd Weferling (Kleinenglis), Wolfgang Matthias (Lendorf),  Holger Gräf, Reinhard Hellwig und Rudi Maiwald (Nassenerfurth),  Wolfgang Matthias (Pfaffenhausen), Carlo Knigge (Stolzenbach),  Wolfgang Matthias (Singlis) sowie Matthias Baun und Uwe Merten (Trockenerfurth).

Lediglich Marlen Störmer-Ucke,  bisher zuständig für Kerstenhausen, hat aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet. Kassenprüfer bleiben Walter Bräutigam (Gombeth) und Walter Nöll (Großenenglis), denen als Stellvertreter Manfred Feller aus Borken zur Seite steht.

Der im Rahmen der angekündigten Neustrukturierung des Vorstandes eingerichtete geschäftsführende Bereich, eine „schnelle Eingreiftruppe“, besteht aus Bernd Zuschlag, seinen Stellvertretern, Hauptkassierer Heinz Kimpel sowie Kay J. Rudolph als Schriftführer.

Die Berichte der Kassierer ließen keinen Zweifel an der derzeitigen Finanzkraft des annähernd 550 Mitglieder starken Vereins zur Sicherung weiterer Vorhaben aufkommen. Und dass man den vorgetragenen Zahlen glauben darf, unterstrichen die für die beiden Vereinskassen zuständigen Revisoren, die den jeweiligen Kassenwarten eine einwandfreie und fehlerlose Abrechnung bescheinigten.

Einstimmig beschlossen die anwesenden Mitglieder den Antrag des Vorstandes, sich dem Deutschen Konsumentenbund, einer Arbeitsgemeinschaft von Verbraucherverbänden mit Sitz in Kassel anzuschließen, anzunehmen und umzusetzen. Damit, so war man sich schnell einig, entsteht ein eindrucksvolles und anerkanntes Gegengewicht gegenüber bestehenden kommunalen und wirtschaftlichen Institutionen. Darüber hinaus sind reger Erfahrungsaustausch und eine möglichst über die Kreisgrenzen hinaus bestehende enge Zusammenarbeit mit weiteren (zumindest hessischen) Bürgerinitiativen im Gespräch.

Neben bereits bestehenden Verbindungen konnten in den letzten Wochen weitere Kontakte mit ähnlich aktiven Vereinen und Verbänden in Aßlar, Kreis Gießen, Haunetal, Kreis Hersfeld-Rotenburg,  Hessisch Lichtenau (Stadtteile Reichenbach und Wickersrode),  Niedernhausen (Südhessen), Reiskirchen, Kreis Gießen, und Ulrichstein (Vogelsberg) geknüpft beziehungsweise intensiviert werden.

Dass derartige Bemühungen alles andere als reine Zukunftsutopien sind, blieb den Zuhörern der Veranstaltung auch dieses Mal nicht verborgen. Nach Rüdiger Freese von der IG Rabenau, Kreis Gießen, waren der Einladung des Vorstandes die Sprecher und Vertreter der Interessengemeinschaft Abwasserwillkür, einer Bürgerbewegung aus der osthessischen Marktgemeinde Haunetal, Kreis Hersfeld-Rotenburg, Frau Almuth von Campenhausen und Gerhard Maul in Begleitung von Renate Frauenfelder, FWG Haunetal, gefolgt. Ihre Anwesenheit erwies sich als Bereicherung des Abends. Sie verstanden es von Anfang an, ihren Gastauftritt kompetent sachkundig und verständlich in charmanter unterhaltsamer Manier zu gestalten und unter den Anwesenden Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken.

So waren wohl auch die Gäste sichtlich beeindruckt von den Aktivitäten in Borken und kündigten an, weiter in Kontakt zu bleiben.

Borkens Bürgermeister hatte während seiner diesjährigen Neujahrsansprache „Lehren aus Stuttgart 21“  angemahnt und dabei verkündet, dass sich Bürgerinnen und Bürger heutzutage „vieles nicht mehr bieten lassen“. „Versäumt wurde in diesem Zusammenhang, so Vertreter der IV Klärwerk, allerdings die Tatsache, dass derartiger Unmut sich nicht allein auf die baden-württembergische Hauptstadt reduzieren lässt, sondern auch zu Hause, auf heimischer Scholle, unmittelbar vor der eigenen Haustür, vorhanden ist und der verständlichen Verärgerung großer Teile der ortsansässigen Bevölkerung ebenfalls Rechnung zu tragen sei. Ein Vergleich mit Stuttgart hinkt ohnehin, da es in Borken noch an den nötigen Voraussetzungen zum Dialog fehlt und dafür erheblicher Nachbesserungsbedarf im Rathaus nötig ist, um sich nicht am heißen Eisen Stuttgart die Finger zu verbrennen. „Wer Lehren anmahnt, sollte auch bereit sein, Lehren anzunehmen!“

Und die desolate finanzielle Lage der einst blühenden ehemaligen nordhessischen Bergbaumetopole zum großen Teil den Kosten der beiden Kläranlagen, den „vergrabenen Millionen“, anzulasten, wie unlängst in einem Zeitungsartikel der Fritzlar-Homberger Allgemeine (HNA) verkündet wurde , lässt sich allenfalls als ungeschickt getarntes Ablenkungsmanöver von den tatsächlichen Verursachern oder notfalls noch als vorgezogener Aprilscherz werten.

Zum Abschluss des Abends machte Zuschlags Stellvertreter Bernd Faßhauer auf Anfrage noch einmal auf die vorhandene Komplexität der richterlichen Entscheidung vor dem Verwaltungsgericht Kassel und seine möglichen Auswirkungen aufmerksam und bat mit Rücksicht auf alle davon betroffenen Personen um Geduld und Zuversicht.

Die Veranstaltung hatte traditionell mit einer Schweigeminute für die Verstorbenen begonnen, in die auch die Opfer von Auseinandersetzungen in aller Welt und die der aktuellen Erdbeben- und Flutkatastrophe in Japan mit einbezogen wurden. (red)

Weitere Informationen im Internet unter www.klaerwerk.npage.de und www.iv-klaerwerk.blogspot.com.



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