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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Zahl der Verkehrstoten deutlich zurückgegangen

Nordhessen/Kassel. Nordhessens Polizeipräsident Eckhard Sauer hat am Dienstag, zusammen mit Kriminaldirektor Gerald Hoffmann (Leiter Einsatzstab), dem Ersten Polizeihauptkommissar Achim Scholz (Leiter Verkehrsinspektion) und  Polizeihauptkommissar Peter Hübert (Sachgebiet E13 – Verkehrsangelegenheiten), das Verkehrssicherheitslagebild 2010 für  Nordhessen vorgestellt. Die Daten des Jahres 2010 finden Sie ab sofort auch im Internet unter www.polizei.hessen.de.

So wenig Verkehrstote wie nie in Nordhessen
Die Jahresbilanz 2010 zeigt, dass sich die vielfältigen rechtlichen sowie baulichen Maßnahmen und die hoch engagiert geleistete Verkehrssicherheitsarbeit lohnen. Entsprechend dem Bundes- und Landestrend ist die Zahl der tödlich verunglückten Personen auch in Nordhessen deutlich rückläufig. Auf den Straßen im Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen starben 2010 bei 42 tödlich verlaufenden Verkehrsunfällen 44 Menschen. Das ist die bislang niedrigste Zahl seit Bestehen des Polizeipräsidiums Nordhessen. Im Jahr 2009 hatten zuletzt bei 53 Verkehrsunfällen insgesamt noch 58 Personen ihr Leben verloren. „Jeder Verkehrsunfalltote ist natürlich noch einer zuviel“, sagt Polizeipräsident Eckhard Sauer mit Blick auf das Leid der Hinterbliebenen und auch der möglicherweise unschuldig in ein solches Unfallgeschehen verwickelten Verkehrsteilnehmer. Jedem Unfallgeschehen gehe aber ein individuelles Fehlverhalten voraus. „Zu schnelles Fahren, Alkohol am Steuer und das Überholen in unübersichtlichen Situationen zählen nach wie vor zu den Hauptursachen schwerster Verkehrsunfälle. Verstärkte Kontrollen durch die Polizei sind ein Ansatzpunkt, das Risikobewusstsein muss aber auch die Köpfe der Autofahrer erreichen und zu einem Umdenken  führen“, mahnt der Polizeichef.

Mehr polizeilich registrierte Verkehrsunfälle, aber deutlich weniger Verletzte
2010 wurden in Nordhessen insgesamt 19.488 Verkehrsunfälle und damit 707 oder 3,76 Prozent mehr als im Jahr 2009 polizeilich aufgenommen. Bei diesen Verkehrsunfällen wurden 886 Menschen schwer (2009: 1.000) und 3.004 (2009: 3.273) leicht verletzt. Dies entspricht einem Rückgang von 11,4 Prozent bei den Schwerverletzten und 8,22 Prozent bei den Leichtverletzten. Die Zunahme der Gesamtzahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle ist im Wesentlichen auf eine starke Zunahme der Wildunfälle zurückzuführen. Diese stiegen um 808 von 3.340 im Jahr 2009 auf 4.148 im Jahr 2010 an. „Wir haben einen waldreichen Zuständigkeitsbereich und weitläufige Ackerflächen mit einem reichlichen Nahrungsangebot für alle möglichen Wildtierarten“,  so Präsident Sauer. „Hinweisschilder auf Wildwechsel sind keine Dekoration“, mahnt Sauer zu einer vorsichtigen und jederzeit  bremsbereiten Fahrweise gerade in den gefährdeten Bereichen.

Weniger Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Einfluss von Alkohol und/oder Drogen war 2010 ebenfalls von 656 auf 539 rückläufig. Dies entspricht einem Rückgang um 17,84 Prozent. Unter anderem dürfte auch die Einführung der 0-Promille-Grenze nach § 24c StVG bei den unter 21-Jährigen sowie bei den Inhabern der Fahrerlaubnis auf Probe damit im Zusammenhang zu sehen sein. „Alkoholkonsum und Autofahren passt nicht zusammen“, erklärt Eckhard Sauer. Zu einem verantwortungsvollen Verhalten als Autofahrer gehöre es auch, schon vor einer Feier zu planen, wie man sicher nach Hause komme, appelliert er an das  Pflichtbewusstsein der Verkehrsteilnehmer.

Zahl der Unfallverursacher unter 24 Jahren sinkt
Im Übrigen setzt sich in Nordhessen der erfreuliche Trend fort, dass weniger junge Fahranfänger an Verkehrsunfällen beteiligt sind. 2007 waren es noch 853 Fahrer in der Altersgruppe bis 24 Jahren, 2010 ist die Zahl auf 688 gesunken. Dies entspricht über drei Jahre gesehen einem Rückgang um 19,3 Prozent. „Vieles deutet darauf hin, dass ein Zusammenhang mit dem Modellversuch „Führerschein ab 17 – Begleitetes Fahren“ besteht“, sagt Sauer. Verkehrsunfallfluchten nahmen in Nordhessen nach einem geringfügigen Rückgang in 2009 von 4.541 leicht auf 4.687 Fälle zu. Die Aufklärungsquote bei diesem Delikt betrug 38 Prozent, bei Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden lag sie sogar bei über 55 Prozent.

Intensive Verkehrssicherheitsarbeit
Insbesondere die Reduzierung der Verkehrsunfälle mit schweren Folgen und damit der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit und Alkohol wird auch 2011 ein Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit der nordhessischen Polizei sein. „Wie in den Vorjahren wird auch die bewährte Zusammenarbeit im Verbund mit allen Trägern der Verkehrssicherheitsarbeit fortgeführt“, sagt Polizeichef Sauer.  Hierzu gehöre auch das polizeiliche Engagement in Unfallkommissionen oder die Arbeit der Verkehrserzieher in den Jugendverkehrsschulen. (ots)



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