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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Die Braune Falle – Eine rechtsextreme Karriere

Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz vom 6. bis 15. April

Gudensberg. Die Stadt Gudensberg engagiert sich im Rahmen der Präventionsarbeit schon lange gegen rechte Gewalt und Rechtsextremismus. In Kooperation mit dem kreisweiten Projekt „Gewalt geht nicht“ präsentiert die Stadt in der Zeit vom 6. bis 15. April die Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz „Die BRAUNE FALLE – Eine rechtsextremistische Karriere“ im Bürgerhaus (Kasseler Straße 2). Ziel dieser Ausstellung ist nicht, über Rechtsextremismus mit erhobenem Zeigefinger zu informieren. Stattdessen sollen insbesondere Jugendliche einen Schritt näher an die Thematik herantreten und hinter die Fassaden blicken.

Der fiktive Aussteiger Mario S. erzählt seine persönliche Geschichte, die als roter Faden durch die Ausstellung führt. Der Besucher erhält so einen unmittelbaren Einblick in die Strategien und Strukturen des Rechtsextremismus. Dadurch kann er sich ein eigenes Urteil darüber bilden, wie schnell aus der anfänglichen Faszination oftmals blutiger Ernst werden kann. Die Ausstellung, die erstmalig in Nordhessen gezeigt wird, bietet drei unterschiedliche Informationsebenen an. Je nach Interesse kann sich der Besucher einen schnellen Überblick verschaffen oder auch tiefer in das Thema einsteigen.

Die Ausstellung wird von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes betreut. Für Schulklassen und Gruppen werden Führungen angeboten. Bei Bedarf kann die herkömmliche Führung (zirka 60 Minuten) vor Ort unter pädagogischer Begleitung nachbereitet werden. Hierfür stehen Mitarbeiter der Jugendpflege Gudensberg zur Verfügung.Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist montags bis mittwochs von 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 17.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet.

Das Bürgerbüro der Stadt Gudensberg nimmt Terminwünsche für Führungen unter (05603) 933110 entgegen. Für weitere Informationen steht die Stadtjugendpflege Gudensberg zur Verfügung, Telefon (05603) 910357.

Im Rahmen der Ausstellung finden nachfolgende Begleitveranstaltungen statt:

Donnerstag, 7. April, 19.30 Uhr:
Vortrag und Gespräch für Bürger aus Gudensberg

„Erlebniswelt Rechtsextremismus“ – Faszination und Schrecken (90 Minuten)

Der Vortrag befasst sich mit Symbolen und Codes des modernen Rechtsextremismus und der derzeitigen Situation im Schwalm-Eder-Kreis. Neben den aktuellen Ereignissen, die den Schwalm-Eder-Kreis seit 2008 beschäftigen, wird ein Ausblick auf Möglichkeiten der Intervention geworfen und auf die Chance, im pädagogischen Bereich präventiv anzusetzen. Konkret werden die Projekte „Gewalt geht nicht“ und das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ vorgestellt. Beide Konzepte bieten Möglichkeiten der direkten Unterstützung im Kampf gegen den Rechtsextremismus.

Montag, 11. April, 15 Uhr:
Vortrag und Workshop für Päd. Mitarbeiter aus dem Schwalm – Eder – Kreis

„Erlebniswelt Rechtsextremismus“ (180 Minuten) – Faszination und Schrecken

Vortrag und anschließender Workshop für Betreuer von Jugendlichen in der Vereins- und Verbandsarbeit sowie für pädagogische Mitarbeiter des Schwalm-Eder-Kreises, die mit Jugendlichen arbeiten.

In dem Vortrag wird auf die aktuelle Situation im Schwalm-Eder-Kreis eingegangen und es werden Möglichkeiten der Intervention und auch der Prävention aufgezeigt. Mit den Förder- und Unterstützerprogrammen „Gewalt geht nicht“ und dem Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ werden konkrete Hilfsangebote vorgestellt.

Mittwoch, 14. April, 19.30 Uhr:
Filmabend mit anschließendem Gespräch

„KOMBAT SECHZEHN“ (120 Minuten)
FSK ab 16 Jahre – Ein Film für Jugendliche ab 16 Jahren, Eltern, Lehrer, Jugendarbeiter und ehrenamtliche Betreuer in der Vereins- und Verbandsarbeit – Anschließende Diskussion. Der sechzehnjährige Georg aus Frankfurt-Main hat sich gerade für den hessischen Landesmeistertitel in Taekwondo qualifiziert, als er plötzlich mit seinem allein erziehenden Vater nach Frankfurt-Oder ziehen muss und alles verliert: seine Freunde, seine Kampfsportkarriere, sein inneres Gleichgewicht. Trotzig stellt er sich seiner neuen Umgebung entgegen. Das beeindruckt schnell den Rechtsextremen „Underdog“ aus seiner neuen Klasse. Zwei unvereinbare Welten prallen aufeinander. Wut trifft auf Wut. Stolz auf Stolz. Zwei starke Gegner, doch vielleicht auch zwei starke Freunde …

In Vorbereitung
„Gespräch mit einem Aussteiger“ (90 Minuten)

Was kann ein Aussteiger aus der rechtsextremen Szene berichten? Wie funktioniert der Einstieg? Was macht die Faszination der Kameradschaft aus? Wie schwer ist es wieder auszusteigen? Solche und weitere Fragen sollen durch einen Aussteiger direkt und persönlich beantwortet werden. Für diese Veranstaltung ist eine persönliche und schriftliche Voranmeldung notwendig. Dieser Termin kann aus organisatorischen Gründen erst kurzfristig bestätigt werden.

Prinzipiell gilt für allen angekündigten Veranstaltungen:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalsozialistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Bei allen Veranstaltungen im Rahmen des Begleitprogramms besteht die Gelegenheit, zuvor die Ausstellung anzuschauen. Wer dies tun möchte, findet sich bitte zirka 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn im Bürgersaal der Stadt Gudensberg ein. (red)



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