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MT verliert gegen Rhein-Neckar Löwen

Kassel/Melsungen. Sehr viel vorgenommen hatte sich die MT Melsungen im Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So ließe sich die klare 28:37 (8:17)-Niederlage des Tabellenvierzehnten gegen den Dritten vor 3.410 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle wohl am ehesten zusammenfasssen. Dabei verliefen die ersten zehn Minuten aus Sicht der Hausherren, die ohne Klimovets (Halswirbelstauchung), dafür aber wieder mit Dacevic antreten konnten, noch in „geordneten“ Bahnen. Auch deshalb, weil die MT mit den zwei offensiv agierenden Abwehrspielern Brovko (gegen den Halbrechten Stefansson) und Allendorf (gegen Spielmacher Sesum) das Angriffsspiel der Gäste nicht ins Rollen kommen ließ.

Nach dem 1:0 durch Danner, dem 2:1 durch Vasilakis und den anschließenden Treffern der Löwen-Flügelzange Groetzki und zweimal Gensheimer, hätte Allendorf nach gut zehn Minuten per Siebenmeter zum 3:4-Anschluss einwerfen können. Doch der ansonsten auch von der Strafwurflinie sehr sichere Linksaußen scheiterte diesmal an dem gut aufgelegten Löwen-Keeper Szmal. So stellte erneut Gensheimer im folgenden Angriff auf 2:5 (11.).

Das sehenswert von Sanikis vorbereitete Tor von Vuckovic (14. Minute), der auf verdecktes Rückhand-Zuspiel vom Kreis zum 4:6 traf, sollte aber das für lange Zeit letzte Highlight des Melsunger Angriffsspiels bleiben. Denn drei Löwen-Treffer in Folge machten die zarten Hoffnungen auf ein halbwegs ausgeglichenes Spiel binnen sieben Minuten zunichte (4:9, 18.). Den Grundstein dazu legten die Gäste nicht zuletzt mit ihrer gut funktionierenden 6-0-Abwehr. Und das obwohl mit Lund und Myrhol verletzungsbedingt der etatmäßige Innenblock ausgefallen war.

MT-Trainer Michael Roth versuchte per Timeout den Abwärtstrend seines Teams zu stoppen. Ohne Erfolg. Denn nach dem Wiederanpfiff benötigten die Gäste nur 47 Sekunden, um mit zwei Toren in Folge (4:11, 19.) die Weichen schon frühzeitig auf Sieg zu stellen. Vuckovic & Co. rieben sich zusehends an der Balustrade des Löwengeheges auf. Es herrschte zwar viel Bewegung im Rückraum der Bartenwetzer, aber die reichte nicht aus, um die Hintermannschaft des Gegners vor ernsthafte Probleme zu stellen. Vor allem, weil zu oft der Weg zum Tor über die Mitte statt über die Flügel gesucht wurde. So sollten mehr als sieben Minuten vergehen, bis Vasilakis den nächsten MT-Treffer erzielte (5:11, 21.).

Ungleich verlief auch das Fernduell der Torhüter. Während Löwen-Keeper Szmal mit zunehmender Spieldauer immer stärker wurde und unter anderem die aussichtsreich vor ihm auftauchenden Vasilakis, Vuckovic und Karipidis entzauberte, baute Melsungens Kelentric in gleichem Maße ab. Nach drei sehr guten Paraden in der Anfangsphase brachte der MT-Kapitän in der Folge kaum noch eine Hand an den Ball. Erklärend muss dabei aber angemerkt werden, dass er von seine Vorderleuten nicht gerade effektiv unterstützt wurde.

Unterdessen wirbelten die Gäste munter weiter. Auf Halbrechts kam Tkaczyk immer stärker auf und baute mit zwei Toren in Folge – nachdem zuvor schon das Duo Gensheimer/Groetzki jeweils per Konter getroffen hatte – die Führung der Badener erstmalig auf zehn Tore aus (5:15, 26.).

Die verbleibenden vier Minuten bis zur Pause erwiesen sich als äußerst ereignisreich. Melsungens Linksaußen Allendorf musste aufgrund einer Hüftprellung vom Feld, seinen Part nahm fortan Brovko ein. Und am Kreis sowie im Abwehrzentrum erhielt der unermüdlich rackernde Danner eine Verschnaufpause. Für ihn kam Dacevic, der erstmalig nach mehrwöchiger Verletzungspause (Nasenbeinbruch, Menuskusanriss) wieder am Wettkampfgeschehen teilnahm. Das Torewerfen für die Hausherren übernahm indes Karipidis, der gegen den frisch eingewechselten Fritz sowohl zwei Mal von Rechtsaußen, als auch von der Siebenmeterlinie traf. Und weil auf der anderen Seite nur noch Tkaczyk und Sesum erfolgreich waren, gingen diese letzten vier Minuten der ersten Halbzeit sogar mit 3:2 an die MT. Ein zugegebenermaßen schwacher Trost in Anbetracht des 8:17-Rückstandes.

Das Hoch aus der Schlussphase des ersten Durchgangs hätte die MT natürlich gern in Halbzeit zwei hinüber gerettet. Der erste Angriff deutete darauf hin, dass dies auch gelingt. Roggisch saß noch den Rest seiner Zweiminutenstrafe ab, als Karipidis einwurfbereit auf Rechtsaußen auftauchte. Doch der Grieche scheiterte am inzwischen wieder im Tor stehenden Szmal. Die Löwen machten es besser und trafen sogar noch in Unterzahl. Tkaczyk überwand den für Kelentric zwischen die Pfosten gekommenen Feshchanka zum 8:18 (31.).

Etwas Entlastung verschaffte sich die MT dann durch drei Treffer in Folge durch Vasilakis (2) und Vuckovic. Der Zwischenspurt zum 11:18 (35.) machte den gut 3.000 nordhessischen Fans sogar wieder leichte Hoffnung auf ein etwas ausgeglicheneres Spiel ihrer Mannschaft gegen den haushohen Favoriten. Doch auf der anderen Seite hatten sich die Gäste relativ schnell auf die bereits schon gegen Ende der ersten Halbzeit vorgenommene Änderung von der 4:2- auf die 5-1-Deckungsformation (Brovko auf der Spitze) eingestellt. Apropos Abwehr: Diese Aufgabe schienen fortan beide Mannschaften nur widerwillig anzunehmen. Denn in den folgenden sechs Minuten fielen Sage und Schreibe zehn Tore –  sechs für die Löwen, vier für die MT. Dabei entpuppten sich Stefansson und Gunnarsson (je zwei) und auf der anderen Seite Karipidis (drei) als besonders treffsicher auf dem Weg zum 15:24-Zwischenstand (41.).

Eine dann gegen Schöngarth ausgesprochene Zweiminutenstrafe nutzten die Badener umgehend, um ihren Vorsprung auf zwölf Tore auszubauen. Zwei gewaltige Hammerwürfe von Bielecki dazwischen ein Außentreffer von Sigurdsson führten zum 15:27 (45.). Melsungen antwortete mit Danner und Vuckovic (17:27, 46.). Aber das Team von Trainer Gudmundsson ließ sich auch nicht aus dem Rhythmus bringen, als Abwehrchef Roggisch aufgrund seiner dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurde. Sogar in der dadurch entstandenen Unterzahl wurden zwei Tore markiert (Sigurdsson, Gunnarsson). Weil dazwischen auch Vuckovic und Schöngarth trafen blieb, es zunächst beim Zehn-Tore-Abstand (19:29, 49.)

Sigurdsson, der an diesem Nachmittag mit sieben Toren – alle innerhalb von 25 Minuten der zweiten Halbzeit (!) – zum treffsichersten Löwen avancieren sollte, war es vorbehalten, die höchste Führung für seine Mannschaft herauszuwerfen. Sein fünftes Tor in der 51. Minute brachte das 19:32. Infolgedessen war es nachvollziehbar, dass die klar unterlegene MT in der Schlußphase des Spiels um Schadensbegrenzung bemüht war. Und das gelang ihr auch. So entschied sie durch den noch einmal geweckten Kampfgeist die letzten zehn Minuten mit 9:5 zu ihren Gunsten und gestaltete das Endresultat mit 28:37 noch einigermaßen erträglich. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel
Gudmundur Gudmundsson: Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Besonders zufrieden bin ich mit unserer Abwehrleistung, speziell in der ersten Halbzeit. Aber auch das Spiel nach vorn lief gut. Das war einfach unser Tag heute. Es ist nicht einfach, aus Kassel zwei Punkte mitzunehmen. Deshalb bin ich umso mehr froh, dass uns das gelungen ist.

Michael Roth: Wir sind sehr enttäuscht. Nicht unbedingt wegen der Niederlage, die war fast zu erwarten. Aber darüber, dass wir dem Gegner in der ersten Hälfte so ins offene Messer gelaufen sind. Allein neun Technische Fehler, davon sieben direkt zum Gegner gelangte Bälle, sind einfach zu viel. Vor allem, wenn sie auch noch von den Leistungsträgern kommen. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns in der Kabine verständigt, wenigstens das Ergebnis erträglich zu halten. Was uns dann bei einem ordentlichen Spiel auch halbwegs gelungen ist. Manchmal ist es aber gut wenn eine Niederlage so deutlich ausfällt. Dann sieht man wenigstens genau, was man bis zum Rundenende im Juni noch alles zu tun hat.

Statistik
MT Melsungen: Kelentric (4 P.), Feshchanka (5 P.); Brovka, Schöngarth 2, Schweikardt, Torbica, Vasilakis 5, Danner 4, Sanikis 3, Karipidis 7/2, Zufelde, Allendorf, Vuckovic 5, Dacevic 3, Sania.

Rhein-Neckar Löwen: Szmal (10 P.), Fritz (5 P.); Schmid, Gensheimer 8/2, Roggisch, Sesum 3, Tkaczyk 5, Bielecki 4, Gunnarsson 2, Stefansson 2, Müller 3, Sigurdsson 7, Groetzki 2, Cupic 1.

SR: Robert Schulze (Magdeburg) / Tobias Tönnies (Magdeburg)

Zeitstrafen: 8 – 12 (Danner 5:19, Karipidis 19:45, Schöngarth 41:26, Vuckovic 55:38 – Roggisch 8:12 29:19 46:35, Tkaczyk 12:11, Müller 21:51, Gunnarsson 56:30)

Rote Karte: Roggisch (46:35, 3 x 2 Minuten)

Strafwürfe: 3/2 – 3/2 (Allendorf scheitert an Szmal, 11. Min. – Gensheimer scheitert an Feshchanka, 56.).

Zuschauer: 3.410 in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Spielfilm: 2:1 (2.), 2:2 (5.), 2:3 (8.), 2:4 (10.), 2:5 (12.), 4:7 (15.), 4:10 (18.), 4:11 (20.), 5:12 (22.), 5:15 (26.), 8:17 (HZ), 9:18 (32.), 12:19 (35.), 14:23 (38.), 15:23 (40.), 15:25 (42.), 16:27 (45.), 18:28 (48.), 19:30 (50.), 21:32 (52.), 22:34 (55.), 26:35 (58.), 28:37 (EN)



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